Der Aargau hat genug: Mehr Einbrüche, mehr Diebstähle. Und meist sind Kriminaltouristen und Asylbewerber die Täter. Jetzt wird die Polizeipräsenz erhöht.
play
Polizei setzt Prioritäten: Mehr Kontrollen an «Hotspots», weniger Patrouillen im Strassenverkehr. (sda)
Mit mehr Polizeikontrollen und mit Sonderstaatsanwälten will die Aargauer Regierung die Probleme mit kriminellen Asylsuchenden eindämmen. Das Ziel sei eine «Verbesserung der Sicherheitssituation», sagte Regierungsrat Urs Hofmann (SP) heute vor den Medien in Aarau. Die Bevölkerung und die Gemeindebehörden seien verunsichert.
Es bestehe der Eindruck, dass die Asylsuchenden und Kriminaltouristen den Behörden auf der Nase herum tanzten, hielt der Vorsteher des Departementes Volkswirtschaft und Inneres fest.
Die Zahl der Einbruch- und Diebstahldelikte nahm in diesem Jahr im Vergleich zu 2011 um rund 30 Prozent zu. Um 150 Prozent stieg die Zahl Einbruchdiebstähle in Fahrzeuge. Bis Ende Mai wurden 430 Autos aufgebrochen.
Bei einem grossen Teil der Täterschaft handle es sich um Asylsuchende aus Nordafrika und um organisierte Banden von Kriminaltouristen. Zudem gebe es vermehrt Sicherheitsprobleme bei den Asylunterkünften.
Kommt hinzu, dass das Volk im Oktober den Regierungsrat und das Kantonsparlament neu wählt. Die FDP erachtet die innere Sicherheit «ohne Spezialmassnahmen als gefährdet», wie die Partei diese Woche im Parlament festhielt. Die SVP forderte wiederholt ein geschlossenes Lager für kriminelle Asylsuchende.
Vor diesem Hintergrund wird die Polizei ihre sichtbare Präsenz in der Öffentlichkeit weiter erhöhen. An sogenannten «Hotspots» wie Bahnhöfen und Asylunterkünften sollen vermehrt Personenkontrollen stattfinden. Die Polizei reduziert dafür ihre Patrouillen im Strassenverkehr.
Sonderstaatsanwälte sollen sicherstellen, dass die erwischten Straftäter rasch verurteilt werden. Der Regierungsrat will den Informationsfluss zwischen Polizei, Justizbehörden und Sozialdienst verstärken. Das Ziel sei, die Informationen über Mehrfachtäter zu bündeln. Es gebe genügend Plätze für Untersuchungshäftlinge. (sda)
Beliebteste Kommentare
Alle Kommentare (16)