Kampagne gegen Durchsetzungs-Initiative Mit der Abrissbirne gegen die SVP

Gleich drei Nein-Komitees ziehen gegen die Durchsetzungsinitiative der SVP ins Feld. Dabei setzt die Linke auf Sujets ganz im Stil der SVP. Allerdings mochte die FDP kein Blut sehen.

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Die Durchsetzungsinitiative der SVP bleibt unter Beschuss. Gleich drei Nein-Komitees legten heute in Bern ihre Argumente dar. Die Initiative sei ein Angriff auf die Institutionen, den Rechtsstaat und die Menschenrechte, so die Gegner.

Während das bürgerliche Nein-Komitee mit einem eher unspektakulären Sujet in den Abstimmungskampf zieht, probt sich die linke Seite im SVP-Stil.

SP setzt auf «Stiefel-Inserat» als Hingucker

Das von der SP angeführte linke Nein-Komitee setzt dabei auf ein Bild des Bundeshauses, welches von einem grossen Stiefel zertreten wird. Das Bild gemahnt an frühere «Stiefel-Inserate» der SVP. Und das NGO-Komitee zeigt eine von einer Abrissbirne zerquetschte Helvetia.

Im SVP-Stil gegen die SVP-Initiative also? «Wir lehnen uns nicht bewusst am SVP-Stil an», sagt SP-Sprecher Michael Sorg. Wenn man aber wahrgenommen werden wolle, müsse man auffallen – «gerade wenn man wie wir beschränkte finanzielle Mittel hat».

Für den SP-Mann gilt: «Ein gutes Sujet muss herausstechen und darf auch provozieren, sonst kann man es auch gleich bleiben lassen.» Im konkreten Fall sei die nicht ganz einfache Aufgabe gewesen, den Angriff auf den Rechtsstaat in einem Bild darzustellen. «Wir haben ein Sujet gefunden, das ein Hingucker ist und die Gefährdung des Rechtsstaats durch die Initiative auf den Punkt bringt.»

Und Flavia Kleiner vom NGO-Komitee meint sec: «Unseres Erachtens gibt diese Darstellung ganz einfach wieder, was die Durchsetzungsinitiative der Schweiz und damit unseren helvetischen Errungenschaften antun möchte.»

FDP wollte kein Blut

Doch was sagen die bürgerlichen Verbündeten zur Sujetwahl der Linken? «Ich finde die Sujets nicht unanständig», so FDP-Kampagnenleiter Matthias Leitner. «Wir reden den anderen grundsätzlich nicht drein».

Allerdings, beim Sujet des NGO-Komitees regte er an, dass es auch «ohne Blut geht». Das Sujet wurde dann auch angepasst. Die zerquetschte Helvetia liegt jetzt nicht mehr in einer Blutlache, wie das in einem früheren Entwurf noch zu sehen war.

Publiziert am 11.01.2016 | Aktualisiert am 11.01.2016
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  • Xhevat  Vonmir , via Facebook 12.01.2016
    Würde es eine initiative geben wo algemein Ausländer sogar die mit Schweizerpass ausgeschafft werden ob kriminel oder nicht, würde es auch angenommen werden.
  • Daniel  Amacher 12.01.2016
    Das Ja ist so sicher wie das Amen in der Kirche!
  • Marion   Jost aus Schönenwerd
    12.01.2016
    Alle die für die DI sind sollen bitte folgendes bedenken: die DI kommt erst zum Zug wenn die Straftat begangen worden ist, somit gibt es keine Verhinderung der Straftat! Das ist ein Märchen dass sowas abschreckend sei, sieht man an den USA und ihren Strafen! Zweitens ist die Ausschaffungsinitiative soweit fertig, dass sie jetzt eingesetzt werden kann, wenn wir die DI annehmen wird alles verzögert und es passiert nichts! Was wollt Ihr? Den Spatz in der Hand oder die Taube auf dem Dach?
    • Gian  Schumacher aus Köniz
      12.01.2016
      ich glaube keinen Moment daran, dass die jetzt "fertige" Ausschaffungsinitiative je umgesetzt worden wäre. Der passive Widerstand dagegen war und ist vehement, es wäre jede Möglichkeit benutzt worden um sie zu umgehen. Diese Haltung ist ideologisch bedingt und durch demokratische Abstimmungsresultate nicht beeinflussbar. Auch wenn die DI angenommen wird, wird es weitergehen mit der Weigerung Abstimmungsresultate umzusetzen. Da müssen wir uns nichts vormachen. Ideologie geht vor.
  • Mia  Meier 12.01.2016
    Als Frau und Mutter einer Tochter bleibt mir nur eines übrig, Ja zur Durchsetzungsinitiative. Ich war früher übrigens Mitte-Linkswählerin ...
    • Marion   Jost aus Schönenwerd
      12.01.2016
      Wenn Sie ein Ja einlegen, wird die nun bereite Abschaffungsinitiative welche sofort wirken könnte aufs Eis gelegt und die nächsten Jahre passiert dann nämlich NICHTS! Dann kann die SVP wieder meckern, dabei hat sie es selber verbockt! Im übrigen schützt die DI nicht, sie kommt erst nach der Straftat zum Zuge! Also denken Sie nochmals darüber nach! Die bereite Abschaffungsinitiative jetzt oder in ein paar Jahren nichts!
  • Walter  Liechti 12.01.2016
    Migranten, welche ihrem Geschlechtstrieb freien Lauf lassen, sorgen dafür, dass die Durchsetzunsinitiative hochshoch angenommen wird. Wetten, dass?