Juso will 25-Stunden-Woche Aus der Hüfte ins Abseits

Heute will die Juso über ihr nächstes Initiativprojekt entscheiden. Eine Idee: Die Einführung der 25-Stunden-Woche. Ein Kommentar.

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Nicolas Voide zum Hauskrach in der CVP Wallis «Darbellay hat die Partei...
2 Grüner von Graffenried wird Berner Stapi Auf Alex folgt Alec
3 Pensionskassen kürzen Renten massiv «Das heisst Rentenalter 70!»

Politik

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
179 shares
28 Kommentare
Fehler
Melden
Mehr zum Thema
81 3 «Eine mögliche Lösung» oder «fern jeglicher Vernunft»?Genossen streiten über die 25-Stunden-Woche

Die Digitalisierung der Wirtschaft vernichte die Hälfte der Arbeitsplätze, lautet eine düstere Zukunftsprognose. Tatsächlich werden selbstfahrende Züge oder pflegende Roboter einen Teil der Lokführer und Krankenschwestern überflüssig machen. Auch die Schweizer Politik muss sich über die Herausforderung der vierten industriellen Revolution Gedanken machen. Nicht heute und morgen. Aber übermorgen. 

Dass die Jungsozialisten dies bereits jetzt tun – statt erneut eine Neid-Debatte loszutreten –, ist ihnen hoch anzurechnen. Mit der möglichen Lancierung einer Volksinitiative und völlig utopischen und aus der Hüfte geschossenen Forderungen disqualifizieren sie sich aber gleich wieder. Und zementieren unnötigerweise ihr Image als verhätschelte, privilegierte Arbeitsscheue.

Jede Stufe der Industrialisierung hatte viele Jobs gekostet. Aber gleichzeitig mehr neue geschaffen. Meist interessantere und besser bezahlte. Die Chance gibts auch diesmal – sofern linke Radikalforderungen so chancenlos bleiben wie schon immer.

Publiziert am 05.11.2016 | Aktualisiert am 14.11.2016
teilen
teilen
179 shares
28 Kommentare
Fehler
Melden

TOP-VIDEOS

28 Kommentare
  • Hanspeter  Niederer 06.11.2016
    "Jede Stufe der Industrialisierung hatte viele Jobs gekostet. Aber gleichzeitig mehr neue geschaffen. Meist interessantere und besser bezahlte." So so, Fliessbandarbeit ist ein interessanter Job? Damit disqualifiziert sich der Artikelschreiber gleich selbst. Und Roboter werden übrigens NIE PflegerInnen ersetzen können, zumindest in einer humanen Gesellschaft nicht.
  • Heinz  Manhart aus Cainta
    06.11.2016
    Diese Entwicklung war doch schon vor 40 Jahren absehbar. Alvin Toffler hat in den 70er Jahren Bücher geschrieben wie Der Zukunftsschock und die Zukunft als Chance. Solche Visionen werden jedoch von der Mehrheit als Hirngespinste abgetan und wenn sie dann Wirklichkeir werden kommt das grossse Gejammer. Politik und Gesetze werden leider immer für die Vergangenheit gemacht weil zu viele Deskjokeys dabei involviert sind.
  • Ernst  Dittmar aus Adliswil
    05.11.2016
    Offenbar haben die Jusos mehr von der Zukunft verstanden, als mancher Leserbriefschreiber hier. Es gibt Arbeit. Die wird aber vollautomatisch durch Maschinen verrichtet. Dadurch werden Menschen arbeitslos. Es wird nicht mehr so sein, dass, wer arbeiten will, auch eine Stelle findet. Es ist richtig, dass wir uns bereits heute über die Verteilung des Einkommens unter diesen Umständen Gedanken machen. Flexible Arbeitszeiten und das bedingungslose Grundeinkommen sind sicher gute Gedankenansätze.
  • Niels  Huggli aus Zug
    05.11.2016
    Es gibt Studien, die davon ausgehen, dass viele unserer Arbeiten in wenigen Jahren von Robotern oder künstlicher Intelligenz ausgeführt werden. Gleichzeitig wird es aber nicht mehr in selbem Ausmass neue Arbeitsplätze entstehen. Von daher finde ich die Frage berechtigt, wie die verbleibende Arbeit aufgeteilt werden soll. Schon heute schuften sich Leute ins Burnout und andere suchen Arbeit. Warum kann man das nicht besser verteilen? Das ist schon ein wichtiges Thema finde ich.
  • Silvia  Thiele 05.11.2016
    Es fängt ja alles im Kopf an... und da haben viele Jusos offenbar ein Manko... Sie sollten sich mal als Unternehmer versuchen... spätestens dann würden sie begreifen, dass man nicht "denken" sondern zuerst "nachdenken" (nachrechnen) muss, bevor man etwas in die Welt posaunt u sich unglaubwürdig macht! "Gesundes", stressfreieres Arbeiten anzupeilen, hätte bei mir den höheren Lebenswert, damit man sich in der Freizeit "nicht erholen muss" vom Stress der kürzeren Arbeitszeit. Bitte mal nachdenken!