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Juso-Chef David Roth ist gar nicht zufrieden mit der Wahl Tschümperlins.
«Wir sind irritiert und enttäuscht über euren Entscheid», heisst es im Schreiben an die SP-Bundeshausfraktion. «Wir werden den Verdacht nicht los, dass ihr euch gegen Jacqueline Fehr entschieden habt, weil ihr keine starke Führung wünscht, um euch weniger der Parteidisziplin und mehr euren eigenen Interessen widmen zu können.»
Von SonntagsBlick darauf angesprochen, legt Juso-Chef David Roth nach: «Die Bundeshausfraktion hat der Partei mit der Wahl einen Bärendienst erwiesen.» Von einem Fraktionspräsidium sei Führungsstärke gefragt. «Tschümperlin bringt dies nicht mit, sondern sieht sich selbst eher als Moderator zwischen verschiedenen Interessen.» Dass man die Kandidatur der gut vernetzten, profilierten und führungsstarken Fehr ausschlage und dies mit persönlichen Animositäten begründe, zeichne das Bild «einer wenig souveränen Entscheidfindung».
Die Wahl zeuge von der geringen Basisnähe der Bundeshausfraktion. «Die Juso, aber auch viele junge Leute in der SP sind sehr enttäuscht. Wir wünschen uns eine geeinte, schlagkräftige und linke Partei», sagt Roth. Dafür habe man bei den vergangenen Wahlen gekämpft. Es sei schade, dass die Fraktion dieses Potenzial nun nicht ausschöpfe. Die Juso suchen jetzt das Gespräch mit Tschümperlin.
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