Nieder mit dem neuen SP-Mann Jungsozialisten schiessen gegen neuen Fraktionschef Andy Tschümperlin

  • Publiziert: 19.02.2012
  • Von Marcel Odermatt
play Juso-Chef David Roth ist gar nicht zufrieden mit der Wahl Tschümperlins.

Kaum gewählt, steht der neue SP-Fraktionsschef Andy Tschümperlin bereits unter Druck. In einem offenen Brief kritisieren die Jungsozialisten (Juso) die Wahl scharf.

«Wir sind irritiert und enttäuscht über euren Entscheid», heisst es im Schreiben an die SP-Bundeshausfraktion. «Wir werden den Verdacht nicht los, dass ihr euch gegen Jacqueline Fehr entschieden habt, weil ihr keine starke Führung wünscht, um euch weniger der Parteidisziplin und mehr euren eigenen Interessen widmen zu können.»

Von SonntagsBlick darauf angesprochen, legt Juso-Chef David Roth nach: «Die Bundeshausfraktion hat der Partei mit der Wahl einen Bärendienst erwiesen.» Von einem Frak­tionspräsidium sei Führungsstärke gefragt. «Tschümperlin bringt dies nicht mit, sondern sieht sich selbst eher als Moderator zwischen verschiedenen Interessen.» Dass man die Kandidatur der gut vernetzten, profilierten und führungsstarken Fehr ausschlage und dies mit persönlichen Animositäten begründe, zeichne das Bild «einer wenig souveränen Entscheidfindung».

Die Wahl zeuge von der ­geringen Basisnähe der Bundeshausfraktion. «Die Juso, aber auch viele junge Leute in der SP sind sehr enttäuscht. Wir wünschen uns eine ge­einte, schlagkräftige und linke Partei», sagt Roth. Dafür habe man bei den vergangenen Wahlen gekämpft. Es sei schade, dass die Fraktion dieses Potenzial nun nicht ausschöpfe. Die Juso suchen jetzt das Gespräch mit Tschümperlin.

Kommentare (28)

  • Willhelm  Tell , Zürich
    Selten so eine undemokratische Meinung gesehen. Frau Fehr ist nun mal extrem links und das hat nichts mit starker Frau oder schwachem Mann zu tun. Das und ihre Art passt nicht allen. Basta. Gleich wieder von "gegen die Frauen" etc zu reden, ist extrem dämlich und zeigt wieder mal auf, wie gewisse Personen - hier ganz speziell die JUSO - über die Demokratie denken. Nämlich gar nichts! Entweder die Person, die ich will, wird gewählt, sonst bin ich dagegen! Einfach nur schwach JUSO inkl. deren Ex-Präsidenten C. Wermuth!
    • 20.02.2012
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  • Gianni  Zanetti , Baar
    Die Jusos sind noch erbärmlicher als es die Mutterpartei mittlerweile ist. Politik ist eine ernste Sache, die uns alle betrifft. So erfreulich es auch sein mag, dass junge Menschen sich für Politik interessieren: Eine Bereicherung sind diese Jusos gewiss nicht. Abgesehen davon, ist die SP schon lange nicht mehr die Partei des "kleinen Mannes", geschweige denn, dass sie die Interessen der Arbeitnehmenden vertreten würde.
    • 20.02.2012
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  • Frigg  Landolt , Glarus
    Ich kann unsere Linken Parteien eh nicht für voll nehmen. Sie sind immer am Jammern und wenn die Anderen recht haben, macht man sie einfach schlecht. So Billig!! Wie kleine Kinder.
    • 20.02.2012
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  • Frigg  Landolt , Glarus
    Ich kann unsere Linken Parteien eh nicht für voll nehmen. Sie sind immer am Jammern und wenn die Anderen recht haben, macht man sie einfach schlecht. So Billig!! Wie kleine Kinder.
    • 20.02.2012
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  • Franz  Steiger
    Die Juso sind und waren Träumer. Es heisst jetzt, an Herrn Tschümperlin festhalten, denn er ist demokratisch gewählt. Die SP ist ja nicht die Volchspartei.
    • 20.02.2012
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