Facebook-Ausraster Jungpolitiker beschimpft Bundesrätinnen als «dräcks F****»

SCHWYZ - Jungpolitiker Sebastian Betschart der neuen Rechtspartei beschimpft Bundesrätinnen auf seiner Facebook-Seite aufs Derbste.

  • Publiziert: 10.10.2012
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Stillos: DPS-Präsident Betschart hat die Bundesrätinnen Widmer-Schlumpf und Sommaruga äusserst primitiv beschimpft. Der Hetzeintrag ist nun gelöscht.

(Ausriss «Bote der Urschweiz»)
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Doppelgesichtig: Sebastian Betschart, Präsident der Direktdemokratischen Partei Schweiz (DPS).

(Facebook)

Erst Mitte September trat der Schwyzer SVP-Politiker Seppi Spiess aus der Partei zurück. Er hatte seine Freude über den Tod eines Moldawiers bei einem Polizeieinsatz bekundet – öffentlich einsehbar auf ­Facebook.

Jetzt hat ein weiterer Rechtsaus­sen-Politiker aus dem Kanton Schwyz auf ­Facebook gewütet.

Sebastian Betschart (21), der Präsident der neu gegründeten Zentralschweizer Sektion der Direktdemokratischen Partei Schweiz (DPS), hat am 29. September die Bundesrätinnen Widmer-Schlumpf und Sommaruga attackiert und äusserst primitiv als «dräcks F****» beschimpft, schreibt der «Bote der Urschweiz» heute.

Der 21-jährige Ober­arther war bis vor kurzem Mitglied der Jungen SVP, kandidierte bei den letzten Wahlen sogar für den Nationalrat.

Keine Beschimpfung?

Hat er denn nichts aus dem Fall seines Ex-Parteikollegen gelernt? Doch, sagt er zum «Boten». Seinen ­eigenen Facebook-Eintrag verstehe er aber nicht unbedingt als Beschimpfung. Er habe auf die seiner Meinung nach falsche Politik der Bundesrätinnen hinweisen wollen.

Schliesslich gibt er doch zu, dass sein Angriff unter der Gürtel­linie war. «(...) Das war nicht so nett. (...) Es tut mir leid.»

Betschart hat den despektierlichen Kommentar mittlerweile von seinem Profil gelöscht, entschuldigt sich sogar mit einem neuen.

Kein Grund für Parteiausschluss

Anders als bei Spiess hat die verbale Attacke Betscharts parteiintern keine Konsequenzen. «Ich sehe keinen Grund, hier einzuschreiten. In diesem Fall hat er sich aber in der Wortwahl vergriffen. Diese war sicher nicht korrekt», sagt Ignaz Bearth, Zentralpräsident der DSP, zu Blick.ch.

Laut dem ehemaligen Schwyzer Gerichtsschreiber Simon Canonica erfüllt der Kommentar klar den Straftatbestand der Beschimpfung. Betschart könnte laut «Bote» eine Geldstrafe von bis zu 90 Tagessätzen drohen.

Pikant: Erst letzte Woche posierte Sebastian Betschart im Blick am Abend noch unschuldig als «Single des Tages», auf der Suche nach einer «selbstsicheren» Frau. (kmu/kko)

Beliebteste Kommentare

  • Steven  Müller , Basel
    naja das schimpfwort ist ein wenig krass aber die Grundaussage ist durchaus korrekt vorallem somaruga ist für die schweiz eine schande.
  • Loris  Frey
    Leider ist dieser dümmliche Grünschnabel über sich selber gestolpert. Da gibts nichts mehr zu rütteln. In der Politik hat der Junge sicherlich nichts verloren. Also raus da aber subito!

Alle Kommentare (65)

  • Salomon  Rittergoldt , Lausanne
    Ein Bundesrat darf niemals auf so eine Art beschimpft werden. Damit degradiern wir uns selbst. So einem junger Kerl, der noch grün hinter den Ohren ist, sollte man den Arsch versohlen. Er ist ein dummer Schwätzer, der sich profilieren will. Dummer Junge!
  • Sämi  Stirnemann , via Facebook
    wieso wird die Bundespräsidentin von einigen Schreibern "Schlumpf"
    genannt? die Frau heisst WIDMER-Schlumpf - das Niveau der
    Bürger ist arg abgesunken
  • Barbara  Sägesser
    Bundesräte, Parlamentarier sind für mich alles Politiker. Doch frage ich mich wie denn das Arbeitsklima im Parlament und Bundesrat sein muss, wenn man über einander "herzieht"? Inwieweit können so Lösungen für Probleme erarbeitet werden? Hört man doch von verhärteten Fronten auf entsprechenden Gebieten was nicht zur Beschleunigung von Lösungen beiträgt. Meine Frage an die SchreiberInnen und an Sebastian Betschart: Könntet ihr es im Wissen um die Gesetzgebung welche je nach Land verschieden ist, der Globalisierung samt den Aus- und Nebenwirkungen u.v.m kurz: des Gesamtbildes! besser machen? Bedenken sollte man dabei auch, dass jede Änderungen andere Probleme bringen kann und jede Aktion eine Reaktion hervorrufen kann. Ich denke, Unzufriedenheit darf man ausdrücken. Doch bitte konstruktiv mit Lösungsvorschlägen und unter der Wahrnehmung der Eigenverantwortung Danke Blick, falls dieser Kommentar veröffentlicht wird.
  • Heinz  von Allmen , Nidau
    Langsam frage ich mich ob solche junge Schnödel überhaupt reif genug sind um Politik zu machen.Der Ausraster von einem Grünen iin Biel.In anderen Städten sind es die Rachten oder Linken.Welcher Partei oder welcher Person kann man eigentlich noch Vertrauen und von ihm Andstand und Respekt erwarten.Kann mir jemand das sagen?
  • Beat  Hemmi , Widnau
    Sebastian Betschart, hat hoffentlich mit dieser Aussage seine polit-Karriere endgültig besiegelt. Nun wird der Junge sein täglich Brot mit wirklicher,realer Arbeit verdienen müssen!
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