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Jetzt kommt Kritik vom ehemaligen FDP-Präsident Franz Steinegger im Streit um die Krankenkassen-Prämien: Er empfiehlt für die Grundversicherung eine Einheitskasse nach dem Vorbild der Suva. Der Wettbewerb unter den Krankenkassen sei nicht nur ineffizient, sondern auch teuer.
Der Wettbewerb im Bereich des Krankenkassen-Versicherungs-Gesetzes (KGV) koste 200 bis 300 Mio. Franken im Jahr, sagt der Suva-Verwaltungsratspräsident Steinegger in einem Interview im «Tages-Anzeiger» und im «Bund». Dieser Wettbewerb drehe sich zudem «nur darum, junge Männer in die Kasse zu bekommen, also gute Risiken». Das sei problematisch und darüber sollte man diskutieren.
Das heutige Finanzierungssystem mit Kopfprämien und der massiven Abfederung durch Prämienverbilligung bezeichnet Steinegger als «nicht schlecht». Die linke Einheitskassen-Initiative vor drei Jahren hatte zusätzlich zur Forderung nach einer Einheitskasse auch einkommensabhängige Prämien gefordert.
Einen Einstieg der Suva in die Krankenversicherung wolle man nicht «aktiv forcieren», sagte der Suva-Präsident. Doch komme die Politik dereinst zu anderen Einsichten, «müssten wir diesen Bedürfnissen entgegenkommen». Laut Steinegger würde es fünf bis sieben Jahre dauern, bis eine Suva-Lösung bereit stünde. (SDA)