Jetzt amtlich bestätigt Geld macht nicht glücklich!

Eine heute veröffentlichte Nationalfonds-Studie zeigt: Reiche sind nicht glücklicher als Durchschnittsverdiener. Auch Heirat und Baby wirken sich nur kurzzeitig positiv auf das Wohlbefinden aus.

Nationalfonds-Studie bestätigt: Geld macht nicht glücklich play
Luxusgüter bereiten Freude – aber nur für kurze Zeit. Glücklich machen sie nicht. GAETAN BALLY

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Ein gängiges Bonmot ist jetzt amtlich bestätigt: Geld macht nicht glücklich! Personen mit einem hohen Einkommen sind zwar zufriedener mit ihrer finanziellen Situation und machen sich weniger Sorgen. Aber ihre allgemeine Lebenszufriedenheit ist nicht höher als beim Durchschnittsschweizer.

Zu diesem Schluss kommt der Sozialbericht 2016, der die subjektive Befindlichkeit der Schweizer Bevölkerung untersuchte. Er wird vom Kompetenzzentrum Sozialwissenschaften (FORS) mit Unterstützung des Nationalfonds herausgegeben. 

Die weiteren zentralen Ergebnisse der Studie

Armut macht traurig

Das Wohlbefinden wird ernsthaft beeinträchtigt, wenn Menschen Ausgrenzung erfahren. Wenn sie etwa aus dem Bildungssystem oder dem Arbeitsmarkt herausfallen oder arm werden. So sind Arbeitslose und Armutsbetroffene deutlich weniger zufrieden mit ihrem Leben. Das bleibt über die Jahre gleich. An Armut gewöhne man sich nicht, heisst es im Bericht. 

Keine «No Future»-Stimmung

Die Schweizer sind generell zufrieden mit ihrem Leben, positive Gefühle überwiegen und die grosse Mehrheit empfindet ihr Leben als sinnvoll und selbstbestimmt. 

Glücklich im Job

Die Schweizer sind sehr zufrieden mit dem Bildungssystem, der Arbeit und den Arbeitsbedingungen. 

Heirat macht nicht glücklich...

Darum prüfe, wer sich ewig bindet! Denn Heirat macht nur kurzfristig glücklich. Ereignisse wie heiraten oder die Geburt des ersten Kindes erhöhen das subjektive Wohlbefinden zwar bereits im Vorfeld des Ereignisses. Der Effekt flache aber nach dem Ereignis bald wieder ab, schreiben die Studienautoren.

...aber eine Paarbeziehung längerfristig schon

Menschen in einer Partnerbeziehung zumindest sind zufriedener, erleben mehr Freuden und sind weniger traurig als Menschen ohne Partnerschaft. Das Wohlbefinden von Verheirateten ist höher als das von Geschiedenen oder Verwitweten. Am schlechtesten geht es getrennten Paaren.

Publiziert am 04.10.2016 | Aktualisiert am 04.10.2016
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21 Kommentare
  • Manfred  Grieshaber aus Zollikon
    05.10.2016
    Das Vertrackte bei diesem Thema sind die sozialen Normen welche die Werteskala definieren die unsere gesellschaftliche Anerkennung steuern. Jemand mit sehr geringer sozialer Interaktion ist davon weniger betroffen aber wer von uns lebt schon in einem Kloster? Die Standard-Normen sind immer noch materieller Besitz und Konsumfähigkeit. Das fängt doch schon auf dem Schulgelände an, wer "dazu" gehört wird durch Bekleidung, Smartphone und andere Äußerlichkeiten definiert.
  • Kurt  Rustem aus Kloten
    05.10.2016
    Natürlich macht viel Geld Glücklich und vor allem es beruhigt, das wiederum kommt der Gesundheit zugute. Wer das Gegenteil behauptet ist entweder neidisch auf Reiche, oder hat grössere Probleme mit sich selbst.
    Die Ärmsten sind aber die, die im Geld schwimmen und nicht wissen was damit anfangen! (LEBEN GENIESSEN)
  • Ruth  Ruchti 05.10.2016
    Meine grosse Liebe und ich haben kaum materielle Ansprueche und leben bescheiden ohne dass wir auf etwas verzichten muessen was wir brauchen. Das ganze kann uns mal. Wir "muessen" auch nirgends dabei sein. Ohne diesen Materialismus, Protz und Zwang haben wir sehr viel Zeit um uns ums wesentliche zu kuemmern und sehen gut aus. Dafuer haben wir ein fettes Konto und das beruhigt halt doch falls mal etwas anfaellt. Oder erfreut sich jemand an Geldsorgen?
  • Walter  Engelskind aus Bergdietikon
    04.10.2016
    Geld ermöglicht zu einem grosses Stück die Basis so zu leben wie ich will. Es ermöglicht Wohnqualität, Nahrung, Kleidung und Gesundheitsvorsorge welche nicht durch finanzielle Grenzen abgesteckt sind. Wenn ein gesunder Geist dazu kommt, der das alles zu schätzen weiss und entsprechend massvoll lebt, hat schon eine sehr gute Basis für sein persönlichen Glück gegeben. Was daraus gemacht wird, steht auf einem anderen Blatt...
  • Ines Maria  Giezendanner aus Viganello
    04.10.2016
    Lieber reich, jung und gesund als arm, alt und krank. Geld macht nicht glücklich, aber ist ist beruhigend, wenn man genug davon hat. Jugend kann man nicht kaufen_die Gesundheit hingegen hängt teilweise schon vom Geld ab.
    • Marion  Jost aus Schönenwerd
      05.10.2016
      Ihre Aussage wage ich teilweise zu bezweifeln: Gesundheit hängt vor allem von seiner Lebenseinstellung ab! Wer gesund lebt, lebt meistens auch länger und ist fit. Wieviele Manager haben Millionen, sterben aber frühzeitig an einem Herzinfarkt oder haben ei Burnout? Viele sehr gesunde Leute haben ein bescheidenes Leben geführt! Im übrigen hätten wir es mit der Initiative in der Hand gehabt dass man im Alter wenigstens nicht arm gewesen wäre, hier hat die Geld-Elite gesiegt, leider!!
    •   05.10.2016
      Jost: Gesund leben, was ist das? Man raucht nicht und trinkt keinen Alkohol. Was kommt dann, Sport, Vegetarier, Veganer, Wohnung auf der Alp, gemütliche Arbeit uns so wird man 120 Jahre alt? Alle sind selbstverständlich glücklich. Nein, Glück beruht auf der eigenen Lebenseinstellung. Sie haben Recht, dass man im Alter nicht arm werden sollte.