In der Schweiz aussteigen verboten! Bund fordert Bussen für Flixbus-Bschiss-Passagiere

BERN - Aus Fernbussen, die von der Schweiz ins Ausland fahren, steigen bei Zwischenhalten Passagiere aus – verbotenerweise! Dagegen will der Direktor des Bundesamts für Verkehr, Peter Füglistaler, vorgehen. Überraschend: Er will nicht die Firmen belangen, sondern die Passagiere büssen.

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In der Schweiz kann ein Passagier, der unerlaubt aus einem Fernbus aussteigt, nicht bestraft werden. Der Chef des Bundesamts für Verkehr (BAV), Peter Füglistaler, regt nun an, eine entsprechenden Strafnorm zu prüfen.

Aussteigen verboten: Bund fordert Busse für Flixbus-Betrüger play
«Es ist das gleiche wie Schwarzfahren»: BAV-Chef Peter Füglistaler. Keystone

«Nicht primär der Busfahrer begeht ein Vergehen, sondern der Passagier, der in der Schweiz unerlaubt zu- und aussteigt», sagte BAV-Direktor Peter Füglistaler in einem Interview mit dem «St. Galler Tagblatt». Das sei dasselbe wie Schwarzfahren und müsste auch ähnlich bestraft werden. «Leider können wir dies noch nicht. Wir müssen uns überlegen, ob wir für schwarz aussteigende Passagiere eine Strafnorm schaffen wollen.»

Fernbusse dürfen keine Passagiere in der Schweiz ein- und wieder aussteigen lassen

Grenzüberschreitende Fernbuslinien dürfen keine Passagiere von einem Ort zum anderen in der Schweiz befördern. Dieses sogenannte Kabotageverbot ist im Landesverkehrsabkommen mit der EU verankert. Das Verbot dient dem Schutz inländischer Transporteure.

Weil aber Flixbus Fahrten etwa von Zürich via Basel SBB zum Euro Airport in Mülhausen in Frankreich anbietet, können Passagiere aus Zürich in Basel SBB aussteigen.

Das Gleiche gilt für die Strecke vom deutschen Konstanz ins frnazöische Lyon. Auch hier kann man beispielsweise in Zürich zu- und in Genf aussteigen. Diese Strecke gibts schon ab günstigen 19.50 Franken. Die SBB ist mehr als doppelt so teuer. BLICK-Redaktor Konrad Staehlin hat die Jungfern-Fahrt letzten Freitag getestet.

 

Das BAV erwarte vom Anbieter, dass er darauf hinweise, dass die Kabotage verboten ist und er dafür keine Billette verkaufe. «Es geht natürlich nicht, wenn ein Buschauffeur sagt, es sei kein Problem, in der Schweiz zu- und auszusteigen.» Könne man einem Unternehmen einen Verstoss gegen das Kabotageverbot nachweisen, drohe ihm eine Busse von bis zu 100’000 Franken.

Füglistaler kündigte weiter an, mit der nächsten Gesetzesvorlage die Grundlage zu schaffen, um «Passagiere bei Verspätungen im Fernbusverkehr zu entschädigen». (SDA/bö)

Publiziert am 04.11.2016 | Aktualisiert am 08.11.2016
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52 Kommentare
  • Urs  Hagen 05.11.2016
    In Deutschland kann man mit Fahrgemeinschaften quer durchs Land fahren mit wenigen Euros eine Plattform im Internet für die Schweiz wäre auch interessant, man müsste nur umdenken. Dies wäre eine Katastrophe für die SBB. Jemandem eine Busse geben der aus einem Bus aussteigt kann nie funktionieren, da reichen die gesetzlichen Grundlagen nie und nimmer. Man kann niemand daran hindern aus zu steigen, es wäre Nötigung und Freiheitsberaubung.
  • Ernst  Baumann 04.11.2016
    Der Bund würde besser dafür sorgen das die Bahn ihre Leistungen den tatsächlichen Bedürfnissen abpasst, leere sitze mindestens so günstig verkauft und die Löhne im Top Kader demjenigen der Unternehmerisch denkenden Innovatoren dieser Reiseunternehmen angepasst wird
  • Jens  Goldmann 04.11.2016
    Wo ist das Problem. Ich steige aus, wann und wo ich will egal aus welchem Bus. Da Busse nicht an Bahnhöfe gebunden sind. Oder sollen wir mal wieder bevormundet werden. Schweizer Busunternehmen steht es frei diese Idee vin Flixbus nachzumachen. Da aber wiehert wieder der Amtsschimmel und Bern sieht die Felle davonschwimmen.
    • Urs  Hagen 05.11.2016
      Die Monopolwirtschaft der SBB sieht ein Problem und der Bund springt im zickzack. Der Bund das sind Leute im Dienste vom Volk und sonst nichts, das Gesoxe hat sich gegen uns verschworen, ist unser Kontrolle entglitten. Monopole der Bundes- und Kantonsbetriebe müssen abgeschafft werden. Wie ist die Begründung der hohen Fahrpreise bei der SBB? Nicht begründbar, oder schon mal eine Kalkulation von unseren Bundesbahnen gesehen??
    • James leBon  Bienne 05.11.2016
      Einmal mehr beweist eine, vom Bundes Bern "gemangtes Unternehmen, dass Abzockerei als Standard zu diesem Unternehmen gehört. (Post, SBB, Swisscom usw.) Noch Fragen? Da gibt es eine Rangliste betreffend korruptes Land. Die Schweiz (Lobbys etc.) ist bei näherem Hingucken in der Spitzengruppe, wie eben bewiesen wird mit dem Verbot ein-/aussteigen. Und wenn ich in Konstanz in die SBB einsteige und in Biel/Solothurn aussteige, wartet hier auch eine Busse auf mich. Ist ja das gleiche!
  • Jens  Goldmann 04.11.2016
    Ganz einfach. Einsteigen in Zürich Aussteigen in Perly Fr. Mit dem Bus zurück nach Genve immer noch viel günstiger als die verschmutzten Züge der SBB
  • Urs  Leibundgut 04.11.2016
    Liebe GeizIstGeilBürger
    Es gibt für alle Branchen Regeln wie Ausländische Firmen in der Schweiz legal tätig werden könen, sind diese erfüllt ist es kein Problem.

    Aber das was Ihr wollt? Es gibt KEINE Arbeit in der Schweiz, welche nicht durch Ausländische Firmen mit Ausländischen Arbeitgeber, günstiger und mindestens genau so gut erledigt werden könnte.
    Am Schluss sägt Ihr doch nur den Ast ab auf dem Ihr sizt und der Fall wird ein tiefer sei.
    • Mark  Reist 05.11.2016
      @UL: Mit Ihrer Aussage, der ich zu 100 Prozent zustimme, sind leider all zu viele hiesige Zeitgenossen intellektuell weit überfordert, was sich auch in diesem Forum wieder überdeutlich abzeichnet.