In der CVP brodelts nach der Candinas-Absage: «Jetzt müssen wir mit Pfister klar kommen»

Der neue CVP-Präsident dürfte Gerhard Pfister heissen. Bisher getraut sich in der Partei keiner, den Hoselupf mit dem Zuger zu wagen. Die fehlende Auswahl sorgt für Unmut.

SCHWEIZ SESSION NATIONALRAT play
Martin Candinas möchte nicht CVP-Präsident werden. KEY

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Schwere Vorwürfe der Kantonspolizei Anti-Polizei-Kurse in der Berner...
2 Wie soll die Zuwanderungs-Initiative umgesetzt werden? ...
3 Delegierter der Economiesuisse zum Brexit «Beinahe alle Schweizer...

Politik

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
15 shares
12 Kommentare
Fehler
Melden

Seine Chancen wären ausgezeichnet gewesen. Doch der Bündner Nationalrat Martin Candinas will nicht CVP-Präsident werden. Überhaupt scheint sich ausser dem Zuger Gerhard Pfister niemand dafür zu interessieren, Nachfolger von Christophe Darbellay zu werden.

play
Gerhard Pfister ist aussichtsreicher Kandidat fürs CVP-Präsidium. KEY

Oder vielleicht getraut sich auch niemand, es sich mit dem künftigen Chef zu verscherzen. Der am rechten Rand der CVP stehende Pfister scheint nämlich so gut wie gewählt.

Dass keine Auswahl vorhanden ist, ärgert in der Partei manche Parlamentarier. Denn gegenüber Pfister gibt es Vorbehalte wegen dessen Positionierung und seinem provokativen Stil.

Yannick Buttet Nationalrat VS, CVP play
Yannick Buttet hätte lieber Candinas als CVP-Präsident. parlament.ch

«Es wird wohl keine Wahl geben. Jetzt müssen wir mit Pfister klarkommen», sagt etwa der Walliser Nationalrat Yannick Buttet. Für ihn ist klar: «Candinas politisiert in der Mitte, vertritt konsequent die Randregionen. Er wäre der beste Kandidat gewesen».

Pfister sei zwar klug und der Aufgabe gewachsen, doch er polarisiere noch zu stark, findet Buttet. Er hofft, dass er in die Aufgabe hineinwachsen könne.

Umstritten ist Pfister vor allem beim «linken» Flügel der Partei – und auch bei den Frauen. CVP-Frauen-Präsidentin Babette Sigg will das zwar nicht bestätigen. Doch sie sagt, es sei «grundsätzlich gut, wenn es eine echte Wahl gibt.»

Babette Sigg Frank, Präsidentin des Konsumentenforums. play
CVP-Frauen-Präsidentin Babette Sigg. KEYSTONE

Eine Auswahl würde nämlich für eine bessere Legitimation sorgen, findet sie. Der Vorstand der Frauen-Partei wird in den nächsten Tagen die Kandidatur Pfister «prüfen». Dazu dürfte er auch debattieren, ob eine Frauenkandidatur forciert werden soll.

Noch ist das letzte Wort über die künftige Führung der CVP also nicht gesprochen. (vuc)

Publiziert am 20.01.2016 | Aktualisiert am 20.01.2016
teilen
teilen
15 shares
12 Kommentare
Fehler
Melden

12 Kommentare
  • Arnold  Sommerhalder aus Walterswil
    21.01.2016
    Es könnte doch auch sein, dass "in Frage kommende Kandidaten" eigentlich froh sind ob dem Kandidaten Pfister. ;-
  • Edi  Rey aus Romanshorn
    20.01.2016
    Dürfen wir in diversen Kantonen die Gründung christlichsozialer Parteien erwarten? Hoffentlich.
  • Peter  Martaler aus Chur
    20.01.2016
    Wenn die CVP überleben will, dann muss sie sich zur FDP klar abgrenzen können. Das ist mit Pfister nicht der Fall!
  • Werner  Meier 20.01.2016
    Inwiefern ein kompetenter bürgerlicher Politiker zu einer linken Partei passt, ist tatsächlich fragwürdig.
  • Mario  Solario aus Lausanne
    20.01.2016
    die CVP wird den gleichen weg gehen wie seinerzeit die FDP.. d.h. die Leute werden davon laufen.. Pfister sollte doch so ehrlich sein und sich der SVP anschliessen.
    • John  Livers aus St.Gallen
      21.01.2016
      Mario Solario
      Mit Pfister könnte die CVP wieder zu einer verlässlichen bürgerlichen Partei werden. Das wäre doch wünschenswert, und für die Schweiz ein Gewinn.