Heisse Planspiele um den Bundesrat SVPler will plötzlich Widmer-Schlumpf wählen!

SVP-Nationalrat Peter Keller will eine streng bürgerliche Regierung. Die SP soll im Bundesrat nur noch einen Sitz bekommen.

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Tabubruch in der SVP. Die Rechtspartei soll ihre Intimfeindin Eveline Widmer-Schlumpf nun doch als Bundesrätin wiederwählen. Das fordert der Nidwaldner SVP-Nationalrat Peter Keller.

Der ehemalige Redenschreiber von Partei-Vordenker Christoph Blocher schlägt eine streng bürgerliche Regierung vor. «Die Linken werden auf Diät gesetzt und die Rechten bekommen ihren zweiten Vertreter», schreibt Keller heute in einem «Weltwoche»-Kommentar. Das sei eine Spiegelung der heutigen Verhältnisse.

Kellers neue Bundesratsformel: 2 FDP, 2 CVP (BDP), 2 SVP und nur ein Sitz für die SP. Widmer-Schlumpf sähe Keller trotz der Blocher-Abwahl wieder in der Regierung.

«Der bürgerliche Schulterschluss hätte eine befreiende Wirkung auf Eveline Widmer-Schlumpf. Sie dürfte wieder nach rechts rücken», so Keller.

 Er erwartet zwar einen «Aufstand» der Linken und «ein paar Trillerpfeifen» auf dem Bundesplatz. Der bürgerliche Block sei der SP aber nichts schuldig.

Wie siehts in der SVP-Chefetage aus? Fraktionschef Adrian Amstutz winkt auf Anfrage ab. Er habe noch nie von solchen Plänen gehört. Keller ist aber überzeugt: «Die Idee eines bürgerlichen Bundesrats ist in der SVP weit verbreitet.»

BDP-Chef Martin Landolt steigt nicht auf Kellers Avancen ein: «In diese Falle tappen wir nicht.» Es brauche Widmer-Schlumpf mit den heutigen Mehrheitsverhältnissen. Nur so könnten «langfristige bürgerliche Projekte wie die Energiewende» umgesetzt werden.

Für SP-Chef Christian Levrat ist der Angriff Ausdruck der SVP-Strategie, die Institutionen schlechtzureden. Er bleibe gelassen, so Levrat.

«Unsere Bundesräte sind populär und unbestritten.» Die SVP hingegen werde als Regierungspartei immer unglaubwürdiger.

Publiziert am 19.02.2015 | Aktualisiert am 19.02.2015
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8 Kommentare
  • Roman  Kaufmann 19.02.2015
    Ich finde das schon spannend: Die SVP, die sich immer darüber enerviert dass die Sitzverteilung nicht mehr fair ist, weil sie nur noch einen Sitz im Bundesrat hat will tatsächlich eine 4.5 Prozent Partei wählen damit eine 20 Prozent Partei nur noch einen Sitz bekommt? Sorry, aber das ist ebenso unfair wie die Tatsache dass die SVP nur einen Sitz hat. Beide, SVP sowie SP haben nach Grösse zwei verdient und so soll es auch sein.
  • Meyer  Roman aus Aarau
    19.02.2015
    Nein, so ist das nicht.

    Die 4.5 Prozent Partei wird nicht mehr gewählt. Fertig Schluss.
    • Sarah  Krueger 19.02.2015
      Zum Glück sind es Wahlen, Herr Meyer. Nicht Bestimmungen. Schon gar nicht durch Einzelpersonen.
  • Hans-Jürgen  Steiniker aus Zofingen
    19.02.2015
    Es ist beschämend für alle mündigen Schweizer.
    Wieder einmal die Bundesräte über ein "Parteien-Geränkel" gewählt !
    Warum kann nicht "die/der Beste und Fähigste", ohne Rücksicht auf irgend einer Parteizugehörigkeit in den BR gewählt werden?
    • Antonio  Andreano aus Richterswil
      19.02.2015
      Simpel, weil "die/der Beste und Fähigste" selten in die Politik einsteigt. Und wenn doch, dann dürfte er/sie wohl kaum sehr weit kommen. Schon gar nicht in einer der grossen Parteien...
    • Walter  Keller aus Frauenfeld
      19.02.2015
      Rund die Hälfte der Wahlberechtigten sind Parteifrei!
      Also sollten mindestens 3 Parteilose Bundesräte sein. Laut Bundesverfassung muss eine Bundesratskandidatin nicht zwingend Parteimitglied sein.
      Sowieso sollte der gesamte Bundesrat, inkl. UM, ausgewechselt werden. Was Die in den letzten Monaten und Jahren an Uneinigkeit, Inkonsequenz und Missachtung des Volkswillens geboten haben ist schlichtweg himmelschreiend!
  • Hans  Scheidegger 19.02.2015
    Die Ränkespiele für die kommenden nationalen Wahlen im Herbst haben begonnen. Ich warte gespannt auf die nächste Schnapsidee!
    • Roman  Loser aus Embrach
      19.02.2015
      Da geb ich Ihnen völlig recht, das wäre wirklich eine hochprozentige Schnapsidee !