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Roland Nef scheiterte im Sommer 2008 an seiner Vergangenheit. Sein Nachfolger André Blattmann gerät jetzt immer mehr unter Druck, weil er laufend in Fettnäpfe tritt.
Jüngstes Beispiel: Blattmann zeigt in der Sicherheitskommission des Nationalrates eine Europakarte mit sogenannten Risiko-Ländern: Darunter unsere Nachbarn Frankreich und Italien, aber auch Ferienländer wie Spanien und Portugal (Blick.ch berichtete).
Der Armeechef ist daran, sich selber zu demontieren. Er wird zunehmend zu einer Belastung für die Armee. Sollten weitere Pannen passieren, könnte es für den 54-Jährigen rasch sehr eng werden!
Der Schaden ist schon gross.
Am Samstag erklärte der Vorsitzende der Offiziersgesellschaft (SOG), Blattmann habe «die allgemeine Wehrpflicht und das Milizsystem unnötig unter Druck gesetzt». Und der Präsident der SVP kritisierte Blattmanns öffentliches Sinnieren über den WK auf Abruf als «nicht nur eigenartig, sondern auch ungeschickt».
Weder Hans Schatzmann (FDP) noch Toni Brunner (SVP ) stehen im Verdacht, armeekritisch zu sein. Im Gegenteil.
Der Chef der Armee ist kein Politiker. Er ist in erster Linie der oberste Betriebsleiter einer hochkomplexen Organisation. Er soll dafür sorgen, dass der Töff läuft. Es ist nicht seine Aufgabe, die politische Diskussion mit ständig neuen Ideen auf Trab zu halten. Er soll schon gar nicht Luftballone steigen lassen, um die Reaktion auf seine Vorschläge auszutesten.
VBS-Chef Ueli Maurer täte gut daran, den Chef der Armee rasch in die Schranken zu weisen – sonst ist Blattmann schnell nicht mehr tragbar.
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Ex-Armeechef Roland Nef: Stalkte seine Ex-Freundin und musste zurücktreten. (Keystone)