Grüne Eiszeit wegen Energiestrategie Glättli: «Normale Bürger verstehen Bäumle nicht»

BERN - Grünen-Fraktionschef Balthasar Glättli attackiert den Präsidenten der Grünliberalen, weil der das Referendum gegen die Energiestrategie unterschrieben hat.

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GLP-Chef Martin Bäumle unterschreibt in Gegenwart vorn Albert Rösti das Referendum gegen die Energiestrategie. play
GLP-Chef Martin Bäumle unterschreibt in Gegenwart vorn Albert Rösti das Referendum gegen die Energiestrategie. Peter Gerber

Im September 2014 probten Martin Bäumle und Balthasar Glättli den grünen Schulterschluss. In einem Interview erklärten der Präsident der Grünliberalen und der heutige Fraktionschef der Grünen, dass man immer mehr Gemeinsamkeiten fände und der kalte Krieg zwischen den beiden Parteien überwunden sei.

Damit ist es nun vorbei. Ausgerechnet in der Energiepolitik herrscht Eiszeit zwischen den grünen Parteien. Denn letzte Woche hat Bäumle das SVP-Referendum gegen die Energiestrategie unterschrieben.

«Es braucht einen Entscheid an der Urne», begründete er seine Tun im SonntagsBlick, der den Coup publizierte. Auch wenn Bäumle das Jahrhundertprojekt inhaltlich unterstützt, hilft er damit der SVP, die gegen die Energiestrategie kämpft.

Glättli: «Wer unterschreibt schon ein Referendum, wenn er dagegen ist?»

Die Aktion gab zu reden. Nun sagt Glättli offen: «Bäumles Aktion versteht ein normaler Bürger nicht.» Der Fraktionschef der Grünen fragt: «Wer unterschreibt schon ein Referendum, wenn er dagegen ist – ausser, es geht ihm nur um die Schlagzeilen?»

Balthasar Glättli ist nicht erfreut über den Support für die SVP. play
Balthasar Glättli ist nicht erfreut über den Support für die SVP. Peter Gerber

Der Ärger ist verständlich. Sollte die unheilige Bäumle-Rösti-Allianz die nötigen Unterschriften zusammenbringen, ist das für die Grünen wohl wichtigste Projekt der Legislatur in Gefahr.

Dem Vernehmen nach läuft die Unterschriftensammlung aber nicht wie geschmiert. Insofern ist der grüne Support von grosser Bedeutung. Glättli findet es «erbärmlich für die SVP», dass diese Unterschriften ihrer Gegner brauche, um das Referendum zustande zu bringen.

Publiziert am 14.12.2016 | Aktualisiert am 14.12.2016
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  • Reto  Leutenegger 15.12.2016
    Wer Herrn Bäumle nicht versteht, versteht weder die Schweizer Politik noch die Demokratie! Mit der Unterschrift betreibt Herr Bäumle ehrliche und offene Politik! Ich würde ihn nie wählen aber mit dieser Aktion zeigt er Grösse und Anstand. Kommt das Referendum zustande, wird er es bekämpfen und das Volk kann entscheiden. Wird dann der Entscheid auch umgesetzt, ist es ein Paradebeispiel für eine funktionierende Demokratie.
  • alois  Leimgruber aus Villmergen
    15.12.2016
    Ich frage mich wer diesen Schnuderi ins Parlament gewählt hat. Der weiss sicher nicht was arbeiten bedeutet .
  • Roman  Bachmair aus Naters
    15.12.2016
    Also wenn sich Glättli als normal ansieht, vetstehe ich die Welt nicht mehr...
    • John   Kling aus venosa
      15.12.2016
      das ist wie mit dem Glas Wasser, halbvoll oder . . . . .
  • Hans  Müller aus Bern
    15.12.2016
    Wenn es so wäre, wäre der Hr. Glättli nicht mehr alleine der der normal denkende Bürger nicht versteht.
  • Abbas  Schumacher aus Basel
    15.12.2016
    Ich frage mich, was für Menschen wählen Grün? Und obendrauf noch einen Glättli? Für mich braucht es die Grünen gar nicht, Umweltschutz sollte für alle Parteien ein Anliegen sein.