Gleichstellungsbüro startet Kampagne für Teilzeitarbeit Bund schickt die Männer nach Hause

ZÜRICH/BERN - Frauen sollten aufatmen: Nun fordern Männer mehr Teilzeitstellen für Männer. Ziel ist es, dass jährlich 25'000 Männer reduziert arbeiten können. Gesponsert wird die Aktion vom Büro für Gleichstellung.

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Die Rede ist von Wirtschaftskrise. Von Entlassungen und Kurzarbeit. Und just heute lanciert der Bund die Teilzeitmann-Kampagne. Investition: rund 400'000 Franken.

Bis 2020 sollen 20 Prozent aller berufstätigen Männer Teilzeit arbeiten, um sich an der Hausarbeit und in der Kindererziehung zu beteiligen. Brisante Forderung: Die Löhne müssen fairer werden, sonst könnten die Männer nicht in reduzierten Pensen arbeiten.

Frauen tun dies schon länger und nahmen bisher im Durchschnitt eine bis zu 300 Franken schlechtere Bezahlung in Kauf. Für Männer offenbar undenkbar.

Flexibilisierung der Arbeitszeitmodelle

Hinter der Kampagne steckt Markus Theunert, Präsident von männer.ch. «Ziel ist es, dass jährlich 25’000 Männer mehr Teilzeit arbeiten können», erklärte er.

Deshalb lanciert das Eidgenössische Büro für Gleichstellung nun die spezielle Kampagne in der deutschen Schweiz. Es geht um die Flexibilisierung von Arbeitsmodellen.

Theunert: «Wir gehen in die Unternehmen und versuchen durch gezielte Information das Management dazu zu bewegen, mehr Teilzeitstellen zu schaffen.»

Spezielle Job-Plattform für Teilzeitmänner

Die sechs Teilzeitmänner, die auf den Plakaten zu sehen sind, geben in den Firmen Männern Auskunft, wie sie ihr Teilzeitpensum im Unternehmen erreichten. Einer davon ist Ari Byland (33). Er hatte eine leitende Stelle in einer Bank in der IT.

«Weil mein Arbeitgeber kein Teilzeitpensum wollte, gab ich meinen Job auf und wurde Shiatsu-Praktiker», erklärt Byland auf seinem Plakat. Kurze Zeit später habe sein früherer Arbeitgeber eingelenkt. Heute arbeitet er wieder in der Bank - als Teilzeit-Chef. 80 Prozent.

Mit dem Start der Kampagne wird die Plattform teilzeitkarriere.ch lanciert.  Speziell für Männer gibts noch ein Jobportal auf www.teilzeitmann.ch.

Publiziert am 06.11.2012 | Aktualisiert am 06.11.2012
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  • C.  Ebenso 06.11.2012
    Ich mag es allen Männern und Familien gönnen, welche es sich finanziell leisten können, in Teilzeit zu arbeiten.
    Wir sollten uns aber bewusst sein, dass durch die Teilzeitjobs die Vollzeitjobs abgebaut werden. Viele Arbeitsgeber bieten schon heute nur noch Verträge für Teilzeitjobs an. Das heisst, wir haben schon heute einige Branchen, bei welchen die Lehrlinge nach abgeschlossener Lehre kaum mehr einen Vollzeitjob finden. zB. Verkauf
    Da heute in jedem Betrieb das grosse Zauberwort *Personalkosten senken* heisst, verwenden immer mehr Arbeitgeber die Möglichkeit, Teilzeitstellen anzubieten, damit sie das Personal flexibler einsetzen können.
  • Thomas  Honegger 06.11.2012
    Grossartig, ein perfektes Familienmodell! Ich gehöre mit 80-Prozent Arbeit bereits zu den glücklichen, die die Entwicklung ihrer Kinder intensiver miterleben und beeinflussen können. Wäre anderen auch zu wünschen!
  • Pascal  Baumann aus Kloten
    , via Facebook
    06.11.2012
    sehr gut finde ich super, wird aber bestimmt noch lange gehen bis dass in der Wirtschaft akzeptiert wird....
  • Fred  Bartlome 06.11.2012
    Ein weitere sozialistischer Schwachsinn, den die Steuerzahler am Ende bezahlen muessen. Die Schweiz kopiert dieselben stupiden Programme, die Europa in den Ruin getrieben haben. Wer will, kann heute schon ein Teilzeitprogramm waehlen, dafuer braucht es keine durch den Steuerzahler finanzierte Kampagnen.
  •   06.11.2012
    Das geht leider nur mit Steuergeldern!
    Und bei den sozialen Einrichtungen wird weiterhin gekürzt.
    So oder so. Das geht ja nur im Beamtentum!
    Ich muss täglich bei den Kunden sein!!!