Für Nato-Übungen? F/A-18 sollen Kampfbomber werden

Die Armeespitze um Bundesrat Guy Parmelin prüft, mehrere F/A-18-Kampfjets erdkampftauglich zu machen. Sie sollen Bodenziele aus der Luft bombardieren können.

Guy Parmelins Plan: F/A-18 sollen Kampfbomber werden play

F/A-18-Kampfjets sollen Bomben werfen können.

Keystone/Urs Flüeler

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Für 490 Millionen Franken will Verteidigungsminister Guy Parmelin (SVP) die 30 F/A-18 nachrüsten. Damit sollen die Kampfflugzeuge weiterfliegen, bis 2030 eine neue Flotte gekauft ist (BLICK berichtete). Zudem prüft das VBS, einige Flieger erdkampftauglich zu machen.

«Neben der Verteidigung des Luftraums hat die Luftwaffe im Falle eines bewaffneten Angriffs auch die Aufgabe, Bodentruppen mit Feuer aus der Luft zu unterstützen», erklärt die Expertengruppe zur Beschaffung eines neuen Kampfjets in ihrem Bericht.

Szenario aus dem Kalten Krieg?

Dies stösst auf Kritik und offene Fragen: Es existiere kein plausibles Szenario, in welchem die Schweiz eine erdkampffähige Luftwaffe brauche, sagt Militärberater Bruno Lezzi zum «Tages-Anzeiger». Die Armeespitze scheine sich an der Abwehrkonzeption des Kalten Krieges zu orientieren.

Alt-Nationalrat Jo Lang vermutet, dass die Luftwaffe sich nicht für die Verteidigung der Schweiz aufrüsten will. Sondern weil sie sich der Nato annähern will. «Sie will mit der Nato den Erdkampf üben und dereinst auch an ihren Einsätzen teilnehmen, also Bomben abwerfen», so das GSoA-Vorstandsmitglied zum Tagi.

Zwar sei dies heute politisch nicht realistisch, doch wolle die Luftwaffe die Voraussetzungen schaffen, um bei einer veränderten Konstellation eingreifen zu können. (nmz)

Publiziert am 22.11.2016 | Aktualisiert am 09.12.2016
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44 Kommentare
  • Kurt  Gamma 22.11.2016
    Jede glaubhafte Armee muss auch seine Bodentruppen aus der Luft unterstützen können. Wenn das neue Flugzeug da ist, kann der F-18 diese Aufgabe vom 1994 ausgemusterten Hunter übernehmen. Die Beschaffung muss jetzt über die Bühne, wo die benötigen Waffen und Leitsysteme noch verfügbar sind beim Lieferanten. Dies ist eine Investition in die Zukunft, die niemand kennt und ich hoffe das diese Waffen nie gebraucht werden.
  • Peter  Weber aus Zürich
    22.11.2016
    F/A-18 mit Fassbomben? Wer einen Erdkämpfer braucht der kauft den SU-25 oder den A-10. Ausgelutschte Tornados und Jaguars gibt es auch noch zum Occasionspreis. Ich will mein Sturmgewehr wieder das ich in einem Anfall von Friedensrausch abgegeben habe. Denn ich sehe das wir uns in Zukunft eher persönlich wehren müssen, als das wir umfassend Staatsgeschützt wären.
  • Fritz  Blasimann 22.11.2016
    ich finde es immer sehr Spannend wenn so Linke die sicher nie im Militär waren, sich als Militärexperten aufspielen und allen sagen was Sache ist. Bin ich doch froh dass uns diese linken Militärexperten so kompetent beraten. Sehen die eigentlich nicht am eigenem Wählerschwund, dass sie sich wieder auf ihre wirkliche Aufgabengebiete kümmern sollten, statt ständig in anderen Gärten Schäden anzurichten?
    • Marco  Weber 22.11.2016
      Herr Blasimann Sie als rechter Militärexperte können den anderen ja bestimmt Sinn und Zweck eines Bombers in der Schweiz erklären oder?
    • Fritz  Blasimann 22.11.2016
      Herr Weber, ich bin kein Militärexperte und schon gar kein Rechter. ICh habe einfach gesunden Menschenverstand. Wenn sie wissen wollen, wozu die FA-18 auch Bodenziele attackieren können sollen, wenden sie sich an die zuständigen Experten des Militärs! Aber ich könnte mir vorstellen, dass man damit feindliche Ziele am Boden beschiessen könnte. Oder ist das so abwegig? Schliesslich senden selbst die modernsten Armeen dieser Welt nach wie vor Bodentruppen in die Kriegsgebiete...
    • Marco  Weber 22.11.2016
      Richtig Herr Blasimann! Für was Bomber eingesetzt werden ist mir durchaus bewusst! Für was aber braucht die Schweiz Bomber? Das ist die Frage die sich mir stellt? Und welcher Feind greift uns mit Bodentruppen an? Die Deutschen? Die Franzosen? Die Italiener? Und gegen Terroristen sind Bomber so ziemlich nutzlos wie uns die modernsten Armeen der Welt ja eindrücklich demonstrieren!
    • Rolf  Gurtner aus Münsingen
      22.11.2016
      @Weber: Bomber tönt doch herrlich. Dabei wird der F/A 18 lediglich als Erdkämpfer nachgerüstet. Ob dann Luft-Boden-Raketen oder Lenkbomben eingesetzt werden, entscheidet sich je nach Einsatz und Ziel. Allenfalls schiesst er auch mit der eingebauten Kanone. Das ist alles besser, als wenn ich zuvorderst den Kopf hinhalten muss. So einfach. Und ja: Im Ernstfall muss ich.
    • Marco  Weber 22.11.2016
      Genau Herr Gurtner... jetzt aber nochmal...... WO wollen Sie einen Erdkampffähigen Flieger in der Schweiz einsetzen?? Und welcher Ernstfall? Wissen Sie über mögliche Ernstfälle bescheid bei welchem wir Kampfjetzs benötigen? Wenn ja sollten Sie die Schweiz darüber unbedingt unterrichten!
  • Walter  Müller aus Igis
    22.11.2016
    Also es ist doch klar, wir müssen dringend ein Feindbild am Boden haben, da haben wir mit unseren Jets noch eine Chance, einem Eindringling Parole zu bieten. In unserem Luftraum ist das nicht mehr möglich, weil die Drohnen (Hawk der Amis) 2000 m höher fliegen als unsere FA18. Schaut Dokus über die Nato. Jeder Kampfflieger bestätigt, sie gehören zu einer aussterbenden Gattung. Bald gibts nur noch unbemannte Kampfflieger. Vergesst Neukauf von Jets, sind für nix.
    • Lukas  Meyer 22.11.2016
      Ist ja kein Problem, Mittelstreckenlenkwaffen fliegen von 30-100km weit, die schaffen die 2000m ohne Probleme.
  • Fliederotto  Silkonbort aus Rheintal
    22.11.2016
    Innert 24 Stunden im Einsatz ist die Hälfte der Flotte am Boden - Verlust/Wartung. pannend wie alle Generäle immer die alten, früheren Kriege speilen und nicht realisieren, dass in der Zwischenzeit schon wieder sehr viel verändert ist. Noch immer hat man Rauchwerfer obwohl schon Waffen existieren dir durch den Rauch sehen und gezielte Abschüsse erlauben. Statt Flieger lieber Raketenwerfer für Boden-Luft und Boden-Boden. Ist echt günstiger.
    • Lukas  Meyer 22.11.2016
      Die Hälfte? Ich hätte gesagt jeder Einzelne. Etwas über 30 Flugzeuge reichen für gar nichts.

      Es gibt neue Nebelpatronen für die Nebelwerfer, die geben auch bedingten Schutz gegen Wärmebildgeräte.