Frühfranzösisch wird nicht per Gesetz verankert Bundesrat greift doch nicht ein

Einige Kantone wollen Frühfranzösisch aus der Primarschule streichen. So nicht, sagte Bildungsminister Alain Berset und drohte, Frühfranzösisch per Gesetz zu verankern. Jetzt greift der Bundesrat doch nicht ein.

Sprachenstreit: Kein Gesetz für Frühfranzösischunterricht in Kantonen play

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Ada Marra (SP) bleibt auf «Burka-Finderlohn» sitzen «Die dritte...
2 SVP-Ständerat Alex Kuprecht «Dieses Plakat ist mir einige Niveaus zu tief»
3 Positive Reaktion Burkhalter habe vor Jinping «nicht gekuscht»

Politik

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
0 shares
2 Kommentare
Fehler
Melden

Seit einigen Monaten tobt er nun schon, der Sprachenstreit. Der Kanton Thurgau zieht in Erwägung, Frühfranzösisch aus der Primarschule zu verbannen, andere Kantone haben ähnliche Vorhaben geäussert. Bildungsminister Alain Berset will davon nichts wissen und drohte, den Sprachenstreit per Gesetz zu beenden und Frühfranzösisch für obligatorisch zu erklären. Die Drohkulisse scheint ihr Ziel erreicht zu haben, der Bundesrat will nun doch kein Gesetz erlassen.

«Die Voraussetzungen für eine Regelung durch den Bund sind zurzeit nicht gegeben», schreibt der Bundesrat in einer Medienmitteilung. Zwar betone er, die Harmonisierung des Sprachenunterrichts beizubehalten und weiter auszubauen. Die Voraussetzungen sollen aber neu geprüft werden, sollte ein Kanton von der Sprachenstrategie abweichen.

Grund dieses Entscheides ist die Vernehmlassung, welche der Bundesrat über das Sprachengesetz eröffnet hat. (shu)

Publiziert am 16.12.2016 | Aktualisiert am 16.12.2016
teilen
teilen
0 shares
2 Kommentare
Fehler
Melden

2 Kommentare
  • Lucio Silva  Safnanno aus San Vito Lo Capo
    16.12.2016
    Man stelle sich vor: Ein Immigrantenkind muss die Muttersprache lernen, Deutsch sowieso und Englisch, dass es zurecht kommt auf der Welt. Und dann auch noch Französisch, schon in der Primarschule. Wieviele Schweizer können zwei Sprachen? Und denn, welche sind wohl die wichtigsten?
    • Ruedi  Stricker , via Facebook 16.12.2016
      Im Bündnerland dann wahrscheinlich noch eine Landessprache des Kantons, also Italienisch oder Rätoromanisch. Die welsche Zwängerei ist unausgegoren und nicht föderalistisch.