Frontal-Angriff auf Bundesrat Juso macht Maurer zum Kumpel von IS und Kim

BERN - Deftige Attacke auf Ueli Maurer: Auf ihrem Twitteraccount veröffentlichen die Jungsozialisten ein Bild, das den SVP-Bundesrat fröhlich vereint mit einem Dschihadisten und Nordkoreas Diktator Kim Jong Un zeigt.

So sieht es die Juso: Der Militärminister schmiedet eine «Anti-Menschenrechtskoalition» mit Dschihadi-John, der für den IS westliche Geiseln köpft, und dem nordkoreanischen Diktator Kim Jong Un. play

So sieht es die Juso: Der Militärminister schmiedet eine «Anti-Menschenrechtskoalition» mit Dschihadi-John, der für den IS westliche Geiseln köpft, und dem nordkoreanischen Diktator Kim Jong Un.

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Für SVP-Bundesrat Ueli Maurer ist die Europäische Menschenrechtskonvention (EMRK) nicht mehr vereinbar mit Schweizer Recht. Die «NZZ» berichtet heute, dass der Maurer gestern in der Bundesratssitzung verlangte, die Regierung solle dem Parlament formell die Kündigung der EMRK beantragen.

Maurer blieb mit seinem Antrag zwar chancenlos, für die Jungsozialisten war der Vorstoss – mit dem sich Maurer voll auf die Linie seiner Partei begibt – trotzdem Anlass für eine deftige Retourkutsche. Auf ihrem Twitteraccount veröffentlichte die Juso heute Nachmittag folgendes Photoshop-Werk:

Ein Affront: Hinter dem Slogan «Menschrechte schützen vor Barbarei» lächelt Maurer die Twitter-User zusammen mit zwei dunklen Gestalten an: Links von ihm der dicke Diktator Kim Jong Un, der das nordkoreanische Volk mit Folter, Hinrichtungen und menschenunwürdigen Gefangenenlagern quält, rechts von ihm der als «Dschihadi John» bekannt gewordenen IS-Terrorist. Er ist in mehreren Videos zu sehen, wie er westliche Geiseln köpft.

Juso-Chef: «Deutliche Kritik ist mehr als verdient.»

Geht das zu weit? Darf man Maurer in eine Reihe stellen mit Mördern und Potentaten? Für Juso-Chef Fabian Molina (24) ist der im Bild symbolisierte Vergleich nur logisch: «Wenn wir die EMRK künden, stehen wir auf der gleichen Ebene wie Nordkorea oder der Islamische Staat», sagt er zu Blick.ch.

«Die EMRK ist ein grosser Fortschritt der Menschheit und ein starkes Zeichen gegen Faschismus», so Molina weiter. «Wer das infrage stellt, manövriert sich ins weltweite Abseits und hat deutliche Kritik mehr als verdient.»

Die Europäische Menschenrechtskonvention (EMRK) ist ein Vertragswerk, das nach dem Zweiten Weltkrieg geschaffen wurde, um die fundamentalen Menschenrechte zu schützen. Die Schweiz ratifizierte die EMRK 1974, eine Volksabstimmung gabs damals allerdings nicht.

Als bisher einziger Staat ist Griechenland während der Militärdiktatur zwischen 1969 und 1974 vorübergehend aus der EMRK ausgetreten. (vuc/bih)

Publiziert am 20.11.2014 | Aktualisiert am 20.11.2014
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63 Kommentare
  • Kurt  Köchli aus Giswil
    21.11.2014
    Was erlaubt sich eigentlich dieser rotzfreche Bengel führt sich auf als hätte er die welt erfunden, ist aber meines erachtens nur ein enorm grosser Wichtigtuer mit Star-Allüren.
    Hoffentlich zieht BR Maurer eine Anklage wegen Verleumdung in Betracht.
    • Sam  Pirelli , via Facebook 21.11.2014
      Und was erlauben Sie sich denn eigentlich? Meinen Sie, Sie dürfen hier beliebig beleidigen? Sie wissen, dass das öffentlicher Raum ist und Sie Diffamierung und üble Nachrede betreiben? Das ist ja völlig absurd! Ihr Verhalten ist um ein Vielfaches beleidigender als das von Molina! Denn der zeigt lediglich nüchtern auf, in welche Gesellschaft sich Maurer begibt. Mässigen Sie sich!
  • Toni  Richter 21.11.2014
    Kleines Detail: Für CH-Verkehrssünder war die EMRK noch nie relevant. Dort wird nämlich die Doppelbestrafung, wie wir sie in der CH kennen, verboten!!!
  • Abbas  Schumacher , via Facebook 21.11.2014
    Mag sein, dass die EMRK nicht immer so richtet wie die Schweiz es möchte. Hat nicht jedes Mitglied etwas dazu zu sagen, wie die Gesetze ausgelegt werden sollen? Wenn da eine Korrektur stattfinden muss, so kann die Schweiz dies ja beantragen. Warum sich nur aufregen, aber nicht da den Hebel ansetzen, wo das Problem ist?
  • Edwin  Schaltegger aus Wohlen b. Bern
    21.11.2014
    Primitiver gehts nimmer. Anstand und Respekt scheinen für die JUSO-Exponenten Fremdwörter zu sein.
    • Sam  Pirelli , via Facebook 21.11.2014
      Was genau ist denn hier unanständig? Das Bild zeigt lediglich, in welche Gesellschaft sich Maurer begibt. Und was halten Sie von all den Beleidigungen, welche die SVP dauernd ausstösst? Ich gebe Ihnen ein paar Beispiele: rote Ratten, Weichsinnige, halber Bundesrat, Blinddarm, Landesverräterin, Sozialschmarotzer, Scheinasylanten, Scheininvalide etc. Die Liste liesse sich beliebig verlängern. Das finden Sie dann in Ordnung?
  • Paul  Giger , via Facebook 21.11.2014
    Warum haben die Jungen nicht das Recht ihre Meinung zu schreiben. Wenn man jedoch die teilweise unfairen Schreiben liest, ist es nicht verwunderlich, dass immer weniger spez. Junge zur Urne gehen. Auch die Alten, die glauben alles besser zu wissen haben ihre sturen Vorstellungen. Geben wir doch den Jungen eine Chance, dann geht es allen Besser.