«Freiheit hat höheren Preis» CVP-Pfister will «Israelisierung Europas»

BERN - Ganz Europa sieht sich mit der Gefahr von Terrorattacken konfrontiert. CVP-Präsident Gerhard Pfister glaubt, dass die Verteidigung der Freiheit wieder einen «höheren Preis» haben wird.

CVP-Präsident Gerhard Pfister: Westen muss sich an Israel orientieren play
«Die Verteidigung der Freiheit wird wieder einen höheren Preis haben, wie im Kalten Krieg», glaubt CVP-Chef Gerhard Pfister. KEYSTONE/GAETAN BALLY

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Wie soll sich Europa gegen die Gefahr vor islamistisch motivierten Terroraschlägen schützen? Diese Frage beschäftigt Politiker in Frankreich, Deutschland oder der Schweiz.

Auch CVP-Präsident Gerhard Pfister macht sich seit geraumer Zeit Gedanken. In seinem aktuellen Blog kommt er nun zum Schluss: «Es könnte sein, dass der Westen aus den Erfahrungen Israels lernen muss.»

Pfister hat seine Ideen aus dem der «Tagi»-Beilage

Der Zuger Nationalrat stützt sich bei seinen Überlegungen auf einen Artikel des Schrifstellers Leon de Winter mit dem Titel «Die Israelisierung Europas», der kürzlich im «Magazin» erschienen ist. Israel sei es sich gewohnt, mit dem Terrorrisiko zu leben, so Pfister.

Und konkretisiert: «Die Juden in Europa sind es gewohnt, dass ihre Synagogen, ihre Schulen, ihre Versammlungsräume, vor islamistischen Terroristen besonders stark geschützt werden müssen, weil Europa zu wenig konsequent gegen den islamistischen Terror vorgehen will.»

Verteidigung gegen «den Hass»

Zwar würden wir «nicht in Tel Aviv leben», aber es stelle sich auch für die Schweiz die Frage welchen Preis sie zu bezahlen bereit sei, «um sich gegen den Hass derjenigen zu verteidigen, die unsere Werte und unser Gesellschaftsmodell bekämpfen».

CVP-Präsident Gerhard Pfister: Westen muss sich an Israel orientieren play
Ein israelischer Grenzpolizist in Jerusalem (Archivaufnahme vom 19. September 2016). Reuters/Ammar Awad

 

Bis zum Fall der Mauer habe der Westen seine Werte gegen den Sozialismus verteidigen müssen. Damals habe man durch das Wettrüsten und die gegenseitige Abschreckung einen hohen Preis bezahlt.

Für Pfister ist klar: «Die Verteidigung der Freiheit wird wieder einen höheren Preis haben, wie im Kalten Krieg.» Die Frage sei, ob dem Westen Freiheit und Werte so viel wert seien, «wie sie es dem Staat Israel seit seiner Gründung wert waren und sind.» (vuc)

Publiziert am 13.10.2016 | Aktualisiert am 19.10.2016
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  • Thomas  Hager aus Luzern
    14.10.2016
    Bauen wir dann Siedlungen im Schwarzwald? Es ist dann nicht mehr so weit zum billig einkaufen!
  • Roman  Bachmair aus Naters
    14.10.2016
    Unsere Freiheit hier wird mit Füssen getreten, in dem man uns da einfach willkürlich "Flüchtlinge" oder eben Wirtschaftstouristen auf das Auge drückt, anstatt dass man diese eben zentralisiert in Kasernen unterbringt und dort auch überwacht.

    Und mit den offenen Grenzen können wir das Wort Sicherheit ohnehin sonst wohin stecken, da kommt Hunz und Kunz über die Grenze, wie es gerade beliebt.

    Fehlpolitik von SP und Co. lässt grüssen.
  • Karl  Indergand aus Thalwil
    14.10.2016
    Die Idee hinter der Israelisierung ist die, dass die Flüchtlinge, die hier ankommen, vertraglich in ein Land überstellt werden, vorzugsweise in Afrika. Wobei unser Land die Kosten, die dort nur marginal sind, übernimmt. Auch Australien wendet diese Praxis an, mit dem Erfolg, dass vor seiner Küste kaum noch ein Flüchtlingsboot aufkreuzt.
  • Yvonne  Schneider 14.10.2016
    Da lässt man Jahre lang den bösen Wolf ungehindert rein und dann jammert man wegen zu wenig Sicherheit ?
    Jedes Kleinkind hat mehr verstand im Kopf als diese Politiker egal von welcher Partei.
    Es scheint mir so das alle an der gleichen Krankheit zu leiden haben.
    Nur weiß ich nicht wie diese Krankheit heist mich nimmt es Wunder was diesen Politikern als baby in den Shopen gemixt wurde ?
  • Hansjürg  Meister 14.10.2016
    Echt? Super. Dann fordere ich zuerst einmal eine Bewaffnung der Bevölkerung wie bei den Siedlern, eine Besetzung der Küste Nordafrikas und die Versenkung aller Boote, die von dort ablegen.