Frauenpower bei den Liberalen FDP-Chefinnen in der Pole-Position

Lange war es ruhig um die FDP-Frauen. Nun stehen ihre Vertreterin in der Pole-Position für Top-Ämter in den beiden grössten Kantonen – und spannen zusammen.

Claudine Esseiva (l.) und Christa Markwalder – politisieren die Bernerinnen bald zusammen in Bern? play
Claudine Esseiva (l.) und Christa Markwalder – politisieren die Bernerinnen bald zusammen in Bern?

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Noch 2013 zofften sich die FDP-Frauen-Chefinnen mit Parteipräsident Philipp Müller und dem damaligen Generalsekretär.

Streitpunkt war etwa der Familienartikel, der eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie anstrebte. Die Frauen kämpften dafür, die Mutterpartei lehnte ihn ab.

Die Episode zeigt, wie sich die liberalen Frauen von manchen Herren in der Partei unterscheiden. In Fragen der Gleichstellung oder der Vereinbarkeit von Beruf und Familie stehen sie links der Alpha-Männer.

Regierungsrätin, Ständerätin, Nationalrätin?

Mittlerweile scheinen die Frauen ihren Platz aber gefunden zu haben – zumindest was die Nominationen in den beiden grössten Kantonen des Landes anbelangt.

Präsidentin Carmen Walker-Späh tritt im April in Zürich mit guten Chancen zu den Regierungsratswahlen an.

Und in Bern soll Generalsekretärin Claudine Esseiva den Sprung in den Ständerat schaffen – die Basis zog sie zwei Männern vor.

Mit der Kandidatur dürfte sie eine grosse Bühne erhalten, was ihr auch im Kampf um einen Nationalratssitz helfen wird.

Und BLICK weiss, dass die 36-jährige ihren Wahlkampf zusammen mit Nationalrätin Christa Markwalder absolviert, die ebenfalls in der Geschäftsleitung der FDP-Frauen sitzt.

«Werden vieles gemeinsam machen»

«Wir verstehen uns politisch und persönlich ausgezeichnet», erklärt Esseiva. In den nächsten Monaten werden die beiden deshalb «vieles gemeinsam machen». Als erstes gibts eine Foto-Grusskarte zum neuen Jahr (siehe Bild).

Die Burgdorferin Markwalder steht im Fokus, weil sie aktuell Vizepräsidentin der grossen Kammer ist. Im Falle der Wiederwahl wird sie 2016 höchste Schweizerin. «Unser Ziel ist ein dritter Sitz für die FDP zu holen», so Markwalder.

Und auch wenn das nicht klappen sollte, könnte sich für die Kolleginnen eine interessante Konstellation ergeben.

Sollte es Esseiva auf den ersten Ersatzplatz schaffen, könnte Markwalder ihr nach dem Präsidialjahr mit einem frühzeitigen Rücktritt zum Sprung in den Nationalrat verhelfen.

Publiziert am 06.01.2015 | Aktualisiert am 07.01.2015
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3 Kommentare
  • Roland  Althaus aus Bern
    07.01.2015
    Da die FDP die Wahlen im Herbst total verlieren werden, erübrigt sich da einiges, wie für Markwalder als Nationalratspräsidentin. Der Rest vom Artikel ist für die Schweiz eher unwichtig.
  • Lahor  Jakrlin , via Facebook 07.01.2015
    Wenn Markwalder identisch mit den Grünliberalen stimmt als einzige FDP-NR stimmte sie GEGEN die 2. Röhre am Gotthard und mehr zur EU neigt als die meisten Genossen, und Essiva sich mit feministischem Geschwurbel profiliert ... was ist dann noch freisinnig? Aus der Pole Pèosition ins Offside ... wer staunt noch, dass die FDP bröckelt.
  • Rolf  Hess aus Münchenbuchsee
    07.01.2015
    Auf eine Nationalratspräsidentin, die ihren Kopf nur Richtung Norden nach Brüssel drehen kann, können wir ruhig verzichten.