Frauen verdienen zehn Prozent weniger Diskriminierung macht auch vor NGOs nicht halt

BERN - Bei NGOs verdienen Frauen durchschnittlich 10 Prozent weniger als Männer. Das zeigt eine neue Lohnumfrage der NGO-Spezialisten Kampahire.

Diskriminierung in NGOs: Frauen verdienen 10 Prozent weniger play
Lohngleichheit ist auch bei NGOs nicht selbstverständlich. (Symbolbild) PETER SCHNEIDER

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Nichtregierungsorganisationen (NGO) sind die Guten. Sie setzen sich zum Beispiel für die Meeresbewohner, die Menschenrechte oder bedrohte Minderheiten ein. Oder aber für die Gleichstellung zwischen Mann und Frau.

Doch ausgerechnet die NGOs versagen, wenn es um Lohngleichheit geht. Eine neue Umfrage von Kampahire, einer Firma für die Rekrutierung und Suche von Fachkräften für NGOs, Parteien, Verbände und die öffentliche Hand, zeigt: Frauen kassieren für die gleiche Arbeit bei NGOs im Schnitt zehn Prozent weniger als Männer. In Kaderpositionen ist die Differenz sogar noch grösser.

Von einer NGO sollte man mehr erwarten können

Catherine Weber vom Schweizerischen Verband des Personals öffentlicher Dienste vpod ist erstaunt: «Wenn das stimmt, ist das wirklich nicht in Ordnung.» Von einer NGO sollte man eigentlich mehr erwarten können. Dass dem nicht immer so ist, weiss auch Weber: «Non-profit heisst leider nicht, dass alle unsere Anliegen 1:1 umgesetzt werden.»

Bei Greenpeace kennt man das Problem nicht. Sprecherin Lilla Lukacs meint dazu: «Bei uns hat das Geschlecht keine Einfluss auf den Lohn». Relevant seien stattdessen Kompetenzen, Erfahrung und Zielerreichung. «Zudem ist der Lohn bei Eintritt nicht verhandelbar und alle unsere Löhne sind transparent. Jeder kann die Lohnklasse und das Salär der anderen online nachschauen».

Lohntransparenz für höhere Zufriedenheit

Weiter zeigt die Umfrage, dass sich Lohntransparenz durchaus positiv auf das Arbeitsklima auswirken kann. Bei transparenten Löhnen sind insgesamt nur vier Prozent der Befragten der Ansicht, dass Lohnunterschiede zwischen Männern und Frauen bestehen. Bei nicht transparenten Löhnen hingegen glaubt ein Drittel der befragten Frauen nicht an eine Lohngleichheit in ihrem Unternehmen.

Publiziert am 20.10.2016 | Aktualisiert am 20.10.2016
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  • Beat  Küng aus Bellinzona
    21.10.2016
    Na ja, wenn sie weniger verdienen, dann sollen sie auch weniger erhalten. Ich erhalte auch weniger als ich verdienen würde. Und die Politiker erhalten mehr als sie verdienen. (smile)