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Die Junge CVP macht Druck auf Verteidigungsminister Ueli Maurer und ihre Mutterpartei. «Die heutige Armee mit über 120000 Mann ist überdimensioniert und nicht zu bezahlen», sagt JCVP-Präsident Simon Oberbeck. Statt moderne Konzepte vorzulegen, führe Maurer lieber eine unsachliche Kampagne gegen den Zivildienst.
Die Jungpartei fordert darum eine Reform der Armee. In ihrem Armeepapier mit dem Titel «Wehrpflicht plus» schlägt sie vor, die allgemeine Wehrpflicht auf alle jungen Schweizer Frauen auszudehnen. «Wir leben nicht mehr in der Zeit, als es hiess: Frauen an den Herd», sagt Oberbeck. «Da ist es ein Gebot der Gleichberechtigung, die Wehrpflicht auf Frauen auszudehnen.» Sämtliche Schweizerinnen und Schweizer sollten eine mehrwöchige Musterung durchlaufen oder einen Ersatzdienst (Zivildienst oder Zivilschutz) leisten. Die Musterung soll im Sinne einer Grundausbildung Kenntnisse in Sanitätsdienst, Waffengebrauch, Sicherheit und Katastrophenschutz vermitteln.
Die Junge CVP will die bewaffnete Armee auf 50000 Mann verkleinern. Für den Wehrdienst könnten sich alle Absolventen der Grundausbildung bewerben. So entstehe unter den Stellungspflichtigen ein Wettbewerb und die Qualität des Personals steige, so Oberbeck. Wer nicht in die Armee aufgenommen wird, leistet Ersatzdienst oder bezahlt eine Ersatzabgabe. «Mit der mehrwöchigen Musterung wird die Wehrgerechtigkeit gestärkt», glaubt Oberbeck.
Die Mutterpartei ist offen für die Vorschläge der Jungen. «Wir werden das Wehrpflicht-Modell der Jungen in der Partei diskutieren», sagt CVP-Vizepräsidentin Ida Glanzmann.