Plus statt Minus dank Negativzinsen! Bund macht 2,2 Milliarden Franken vorwärts

BERN - Der Bund rechnet für das Jahr 2016 mit einem Überschuss von 2,2 Milliarden Franken. Das ist mehr als gemäss der Hochrechnung vom Sommer. Die Entwicklung hin zu einer Verbesserung des Ergebnisses habe sich akzentuiert, teilte das Finanzdepartement heute mit. Budgetiert war ein Defizit von 500 Millionen Franken.

Bund rechnet mit 2,2 Milliarden Überschuss: Dank Negativzinsen play

Plus statt minus: Finanzminister Ueli Maurer.

Keystone

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Grund dafür sind insbesondere die Vorauszahlungen bei der direkten Bundessteuer, die sich aufgrund der Negativzinsen dynamisch entwickeln. Ohne Sonderfaktoren würde der Haushalt ausgeglichen abschliessen. Budgetiert war ein Defizit von 500 Millionen.

Statt im Fälligkeitsjahr 2017 werden die Steuern bereits im laufenden Jahr gezahlt, weil das Geld beim Bund besser angelegt ist. Zudem wird die Verrechnungssteuer verzögert zurückgefordert. Auf der Ausgabenseite verbucht der Bund wegen der gesunkenen Zinssätze höhere Aufpreise auf Bundesanleihen (Agios) als budgetiert.

Ohne diese Sonderfaktoren würde der Haushalt ausgeglichen abschliessen, schreibt das EFD. Es betont, die Hochrechnung sei mit Unsicherheit verbunden.

Mit der guten Steuermoral wird es aber künftig wohl schnell vorbei sein. Kürzlich hat der Bundesrat entschieden, die Zinsen auf vorausgezahlte Steuern zu streichen. (SDA/bö)

Publiziert am 26.10.2016 | Aktualisiert am 26.10.2016
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  • Urs  Saladin , via Facebook 27.10.2016
    Die Steuervorauszahlungen können ja nicht einfach auf das laufende Jahr verbucht werden, wenn sie für 2017 gelten! Der Bund gat offenbar kuruose Buchhalter. Der Betrag fehlt so schlicht im kommenden Jahr! Jede Firma muss korrekt Buchhaltung führen und Erträge und Kosten, die nicht das laufende Jahr betreffen, transitorisch verbuchen. Wenn der Bund diese für das laufende Jahr verbucht, weckt er nur weitere Ausgabengelüste des Parlaments!
  • Peter  aus Oberbipp 26.10.2016
    Genau aus dem selben Grund, den Negativzinsen, werden unsere Umwandlungsätze bei den Pensionskassen gekürzt und der Bund kassiert schlussendlich. Eigentlich ist dies unser Geld. Fair wäre es, dieses Geld der AHV zukommen zu lassen.
  • rolf  sulzer 26.10.2016
    ja super, wie hat das der neue Finanzminister denn zu Stande gebracht? Der richtige Mann, zu richtigen Zeit im richtigen Amt. Gemeldet wurden 2.2 Mia., doch in Tat und Wahrheit waren es weit über 3 Mia, da in der Zwischenzeit einige Millionen "verloren" gegangen sind, die jetzt gesucht werden müssen im Departement Maurer. Die unerwartete Mia-Schwemme wird sich aber auch in Bälde in "Luft" auflösen, ohne dass die Bevölkerung etwas davon mitbekommt.
  • Heinrich  Ochsner 26.10.2016
    es ist halt nicht das gleiche, ob man(n) als Filialleiter kleine Rechnungsfehler begeht, denn dort sind es vielleicht 100.- oder beim Staatshaushalt, dort sind es dann 2 Milliarden. Beides zeigt eine Schwäche im Rechnen auf!
  • Hans  Grenzer 26.10.2016
    Das genau jenes Geld, welches dank Negativzinsen, auf unseren PK Konten fehlt bzw. von diesen gestohlen wurde!