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«Ja, ich will», sagt FDP-Ständerat Burkhalter – doch darf er auch? (Keystone)
Der Neuenburger FDP-Ständerat Didier Burkhalter wagt sich im Rennen um die Couchepin-Nachfolge als Erster aus dem Busch: Heute Abend gab er in Saules NE an einer Vorstandssitzung der FDP Neuenburg seine Kandidatur bekannt. Seine Partei nominierte ihn darauf einstimmig.
Er habe sich zu einer Kandidatur entschlossen, um für seine Region und die Schweiz Verantwortung zu übernehmen, sagte Burkhalter nach der Sitzung gegenüber den Medien. Sein Entschluss sei eine «Wahl fürs Leben».
Burkhalter erklärte, er wolle als Bundesrat Stabilität ins politische Modell der Schweiz zurückbringen. Dabei wolle er der Konkordanz grosse Beachtung schenken. «Die FDP muss wieder Leadership an den Tag legen.»
Wegen seiner politischen Erfahrung, seiner beruflichen Kompetenz und seinen persönlichen Fähigkeiten sei Burkhalter der ideale Kandidat für das Amt des Bundesrates, teilte die kantonalneuenburgische FDP heute in einem Communiqué mit.
Der 49-jährige Ökonom besitze alle Trümpfe, um sich erfolgreich zum Wohle des Landes im Bundesrat zu behaupten. Er verfüge über langjährige Erfahrung in der Exekutive, zahlreiche politische Erfolge, sei ein Brückenbauer und habe perfekte Kenntnisse des Parlamentsbetriebs.
Burkhalter hatte von 1991 bis 2005 der Neuenburger Stadtregierung angehört. In dieser Zeit amtete er drei Mal als Stadtpräsident. Von 1990 bis 2001 war er Grossrat. Von 2003 bis 2007 engagierte er sich schliesslich im Nationalrat, ehe er 2007 in die kleine Kammer gewählt wurde. Zudem ist Burkhalter Vizepräsident der FDP Schweiz.
Burkhalter galt von Anfang an als einer der aussichtsreichsten freisinnigen Kandidaten für die Nachfolge Couchepins. Er wagt nun aber als erster der Papabili den Schritt einer Kandidatur.
Bis zu einer allfälligen Nomination ist es aber noch ein weiter Weg: Die FDP-Kantonalparteien haben bis am 10. August Zeit, weitere mögliche Nachfolger Couchepins bei der Parteileitung in Bern anzumelden. Die FDP Schweiz nominiert darauf einen oder mehrere Kandidaten für die Wahl durch die Bundesversammlung. (SDA/hhs)