Frank A. Meyer Freiheit ist unteilbar

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Im Zürcher «Tages-Anzeiger» waren am Mittwoch folgende Sätze zu lesen: «Und jetzt gehen sie auf Menschenjagd in Köln. Auf Menschen mit dunkler Haut, weil die Angreifer in der Kölner Silvesternacht auch dunkle Haut hatten. Und der Afrikaner ist halt so.»

In der Tat, rechtsradikale Randalierer suchen sich ihre Opfer nach Rasse aus.

Doch wer hat diesen Rassismus eigentlich in die Welt gesetzt? Es sind die Medien, die nach der Schreckensnacht von Köln und Hamburg und Stuttgart von «Afrikanern» und «Arabern» als Aggressoren sprachen. Und warum sprachen sie tagelang von «Afrikanern» und «Arabern»? Warum sprechen sie zum Teil bis heute hartnäckig von «Afrikanern» und «Arabern»?

Weil sie partout nicht formulieren wollen: «Muslime».

So ist das in Deutschland verordnet, so will es die elitäre linksliberale und grüne und linke Berliner Elite: Der Begriff «Muslime» soll – darf! – so wenig fallen wie die fünf Buchstaben «Islam».

Dann doch lieber «Afrikaner» und «Araber»: eindeutig rassistische Begriffe, denn Rassismus handelt von körperlichen Unterschieden. Begriffe wie «Muslim» oder «Islam» hingegen sind religiöse Zuordnungen, wie beispielsweise «Katholik» oder «Protestant».

Die fatale Wortwahl ist Folge eines Neusprechs, der mit der aktuellen Flüchtlingskrise dogmatische Geltung erlangt hat: Über den Islam spricht man nicht, schon gar nicht kritisch.

Nichts sehen, nichts hören, nichts sagen. Gilt dieses Affentheater auch in der Schweiz?

In der «Neuen Zürcher Zeitung» von gestern Samstag befasst sich Chefredaktor Eric ­Gujer in einem brillant formulierten Leitartikel mit den Kölner Ereignissen und den Konsequenzen für die Politik – ohne ein einziges Mal die Wörter «Muslime» oder «Islam» zu gebrauchen.

So wird um den heissen Brei herumgeschrieben und -geredet. Der heisse Brei ist der Konflikt der freiheitlich-demokratischen Zivilisation des Westens mit der religiösen Herrschaftsideologie des Islam – ein Zusammenprall von Kulturen.

Was sich in Köln abspielte, ist brutaler Ausdruck einer religiös begründeten Männer-Hybris, wie sie schon muslimischen Knaben beim Auswendiglernen des Koran eingetrichtert wird. Zahllose Stellen aus dem Buch, das Allah dem Propheten Mohammed ganz persönlich diktiert haben soll, Gesetze und Regeln der Scharia und aus den Überlieferungen zeugen von Hintansetzung und Herabsetzung der Frauen. Zitiert seien hier nur einige wenige:

Sure 4,34: «Die Männer stehen über den Frauen ... Die tugendhaften Frauen sind die Gehorsamen ... Diejenigen aber, deren Widerspenstigkeit ihr fürchtet, ermahnt sie, meidet sie im Ehebett und schlagt sie.»

Sure 2,187: «Eure Frauen sind für euch ein Saatfeld. Geht zu eurem Saatfeld, wo immer ihr wollt.»

Eine Überlieferung, die auf Umar zurückgeht, den zweiten Kalifen (634–644), also Nachfolger Mohammeds: «Ihr seid ein Spielzeug; wenn wir euch brauchen, werden wir euch rufen.»

Ayatollah Khomeini, Schöpfer des iranischen Gottesstaates: «Eine in dauerhafter Ehe lebende Frau muss ihrem Mann jede Art von Genuss bereiten, die er von ihr wünscht.»

Ist es verwunderlich, dass sich junge Muslime aus der stockkonservativen Welt des Wahhabismus, den Katar und Saudi-Ara­bien mit Hunderten Millionen fördern und nach Europa tragen, auf der Strasse oder in der Bahnhofshalle einfach nehmen, was ihnen doch ohnehin zusteht – Frauen?

Wer sich gegen diese Männerherrschaft im Gewande einer Religion stellt, wurde bis vor kurzem als inkompetent bespöttelt, neuerdings als radikaler Rechter diffamiert und des Rassismus bezichtigt.

Doch mit Rasse hat Islam nichts zu tun. Muslime sind weiss oder braun oder olivbraun oder schwarz oder gelb. Der islamische Anspruch auf Herrschaft ist global, also in keiner Weise rassisch begrenzt.

Damit dennoch der Vorwurf des Rassismus gegen Islamkritiker in Anschlag gebracht werden kann, hat die linke Multikultiszene den Begriff umgedeutet – pervertiert: «Kulturrassismus» heisst das heute.

Wer sich als Islamgegner offenbart, ist ein Kulturrassist.

Was aber liegt dem Hass auf Islamgegner zugrunde? Es ist der Hass auf die westliche Zivilisation. Der Kapitalismus steht in linken und grünen Milieus für das Böse der Welt. Die Freiheit? Die Demokratie? Nichts als Instrumente von Ausbeutung und Unterdrückung.

Umgekehrt mutieren alle, die sich in dieser linken Legende gegen den Westen richten, gegen Amerika, gegen Israel, zu Opfern – Opfern des bösen weissen Mannes. Und daraus ergibt sich, wie von selbst, Komplizenschaft mit dem Islam.

Wer sich dieser Logik nicht fügt, wer die Bürgerlichkeit gegen religiöse Antibürgerlichkeit verteidigt, der muss sich rechtfertigen, der muss den Beweis führen, dass er politisch nicht rechts aussen steht, kein Rechtspopulist ist.

Darum sei hier eine diesbezüglich völlig unverdächtige junge Frau zitiert: die als Muslima aufgewachsene Femen-Aktivistin Zana Ramadani. Sie kommentiert das Geschehen von Köln so: «Das Frauenbild, das uns in der Silvesternacht entgegenschlug, wird im gesamten islamischen Kulturkreis gelebt. In Mazedonien, wo ich herkomme, hätte unter Muslimen genau das Gleiche passieren können. Auch in Pakistan oder Bangladesch. In jedem islamischen Land hätte das passieren können und passiert dort auch täglich. Denn die Werte sind schuld an den Geschehnissen. Es sind die Werte des Islam.»

Die Entwicklungsstufe einer Kultur ist an der Freiheit der Frau abzulesen. Ja, die Freiheit der Frau ist die Quintessenz der Freiheit. Freiheit aber ist unteilbar.

Publiziert am 17.01.2016 | Aktualisiert am 17.01.2016
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  • süleyman  kovanci 18.01.2016
    Die sure Nisa 4 besteht aus 174 versen. Sie hr. meyer reisen die verse 34 in stücke nehmen das was ihnen passt und interpertieren es.
    Die sure bakkara 2 vers 187 ist nicht so weitergegeben koran,wie sie es im text schildern,da steht was ganz anderes im koran !
    • Rolf  Hobi 18.01.2016
      Es spielt doch absolut keine Rolle, wie und ob man die Texte dieses Buches liest, versteht, umsetzt, in Kontexten verwickelt usw. Wir, die nach Ihrer Ansicht "Ungläubigen" sehen mit eigenen Augen, was Ihre Glaubensbrüder AUFGRUND dieser Glaubensschriften auf dieser Welt anrichten! Echte Gläubige sind nur die, die friedlich miteinander umgehen, einander respektieren & wertschätzen. Sie benötigen keine sadistischen und kriegstreiberischen, ausgrenzenden Anleitungen von selbstkonstruierten Götter!
  • Anita  Leimgruber 18.01.2016
    Rassismus ist doch etwas ganz natürliches. Wir mögen bestimmte Menschen mehr, andere weniger.
    Selbst bei Tieren haben wir eine bestimmte Vorliebe, andere mögen wir nicht.
    Also, Rassismus ist für mich nichts Abartiges.
  • Heinrich  Zimmermann aus Zürich
    17.01.2016
    Es scheint also doch ein Licht am Ende des Tunnels. Man beginnt sich mit der Religion zu befassen, auch wenn Frau Stadtpräsi Corinne Mauch meinte, wegen Liebis Twitter, "Religion habe nichts mir Terror zu tun", was für eine unglaubliche Aussage. Echt mich macht es kaputt, wenn Leute zu denen man Achtung haben müsste, solchen schmarren von sich geben. Genau, Herr Mayer, man macht einen lächerlichen Bogen um das eigentlich Mycelium, das den Boden des Terrors bereitet, für die Terrorpilze.
  • Artur  Nuttli , via Facebook 17.01.2016
    Sind wir alle Glaubensexperten? Wir verstehen nicht mal unser eigenes Buch und missachten ständig die 10 Gebote. Dabei beginnen wir über ein anderes Buch zu diskutieren und halten Fehlinterpretation vor. Jedoch lesen wir das andere Buch nicht wenn dann ein- bis maximal zweimal und meinen es richtig zu interpretieren. Wie war das mit dem ersten Stein?
    • Rolf  Hobi 18.01.2016
      Ich muss doch nicht über Texte aus heiligen Bücher diskutieren, oder sie gar verstehen, wenn ich mit eigenen Augen sehe, was durch diese Religionen bzw. ihre Anhänger alles produziert wird! Jedoch kann ich ANHAND dessen dank eigenem Hirn reproduzieren, was denn in diesen Büchern vorhanden sein muss! Ganz einfache und logische Abfolge von selbständigem Denken, was zu 99 Prozent allen Glaubensbrüdern - und Schwestern, egal welcher Richtung, komplett fehlt!
  • Daniel  Leuenberger aus Chisinau
    17.01.2016
    Liest doch mal auch die Bibel, ihr grossen, braven Christen:
    1 Timotheus 2:12 da steht: Einem Weibe aber gestatte ich nicht, daß sie lehre, auch nicht, daß sie des Mannes Herr sei, sondern stille sei.
    Die Bibel ist kein Deut besser als der Koran, jeder der für "christliche" Werte steht, sollte mal die Bibel lesen. Die westliche Gesellschaft hat im Verlauf der Jahrhunderte die christliche Religion verdünnt und relativiert. Das steht beim Islam noch bevor um ihn zeitgemäss zu machen.
    • Christian  Meyer 18.01.2016
      @Leuenberger
      Hören Sie auf mit derartigen Vergleichen! Sie wissen genau, dass sich kaum ein Christ um Ihre Timotheus-Zitate schert. Koransuren hingegen, die zu Gewalt gegen Ungläubige, Homosexuelle und Frauen auffordern, werden in islamischen Ländern täglich Millionen Kindern eingetrichtert.
    • Erwin  Kaelin aus Meggen
      18.01.2016
      Ich möchte aber bei den Leuten, die jetzt in Massen eingewandert sind, nicht jahrhundertelang auf eine Veränderung warten.