Frank A. Meyer Die Wunde

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Frank A. Meyer Das Volksgericht
2 Frank A. Meyer Einfache Welten

Politik

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
0 shares
36 Kommentare
Fehler
Melden

Ja – dieser Krieg bringt keine Lösung, er macht nur ein weiteres Mal auf schreckliche Weise deutlich, dass Krieg nicht zu Lösungen führen kann.

Ja – dieser Krieg kostet Opfer, er tötet unschuldige Menschen in ihren Häusern, auf ihren Strassen, in ihren Schulen, auf ihren Märkten.

Doch soll Israel deshalb ohne Gegenwehr Tausende Raketen auf seine Städte und Dörfer niederregnen lassen, abgefeuert aus einem Territorium namens Gaza, von einer dort regierenden Terrororganisation namens Hamas – ja?

Soll Israel deshalb geschehen lassen, dass die Hamas aus dem Gazastreifen Dutzende Tunnel gräbt, um Attentäter mit Sprengstoffgürteln einzuschleusen – ja?

Was wäre mit uns Schweizern, lägen Zürich und Bern und Genf unter Raketenbeschuss durch islamistische Terroristen? Israelis wären wir! Fühlen wir uns doch schon durch Brüssels EU-Bürokraten existenziell bedroht.

Seit es Israel gibt, seit mehr als 65 Jahren also, ist es in seiner Existenz bedroht. Durch eine politisch-religiöse Umwelt, die dem jüdischen Staat und seinen Bürgern nach dem Leben trachtet, mit allen Mitteln, Tag und Nacht. Unerbittlich.

Richtig, Israel ist dieser hassgeladenen Umwelt überlegen, in jeder Hinsicht. Es zählt zu den wissenschaftlich, technisch und wirtschaftlich leistungsfähigsten Nationen der Welt. Es ist eine moderne Demokratie und ein moderner Rechtsstaat.

Vor allem ist Israel die nahezu grenzenlos überlegene Militärmacht des Nahen Ostens. Wäre dies anders, es gäbe den kleinen jüdischen Staat längst nicht mehr.

Der Feldherr und Senator Cato (234 bis 149 v. Chr.) wiederholte nach jeder Sitzung des ­Senats im alten Rom seine Forderung: ­«Ceterum censeo Carthaginem esse delendam.» – «Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Karthago zerstört werden muss.» Schliesslich wurde Karthago zerstört.

Der Raketenbeschuss, die Überfälle, die Selbstmordattentate sind das «Ceterum censeo Israel esse delendam» des islamistischen Terrorismus und seiner Financiers: von Iran über Saudi-Arabien bis Katar. Das Geld-Gesindel aus Katar zählt zu den Schweizer Hausfreunden: Wir liefern ihm Waffen, dienen ihm Hotels und Firmen an und behängen seine verschleierten Bräute in den Bijouterien von Zürich und Genf mit Brillant- und Goldschmuck.

Jeden Tag füttern die Medien ihre entsetzten Konsumenten mit Berichten und Bildern, die das Unrecht der israelischen Militärmaschinerie illustrieren sollen: verzweifelte Frauen, Kinder, Alte, die nicht wissen, wohin fliehen in dem rundum abgeriegelten Gaza. Ein fürchterlicher Anblick. Kann eine Armee mehr im Unrecht sein als die israelische?

Was von den Medien nicht mitgeliefert wird, sind die Bilder der wirklichen Täter: die Führer der Hamas, die ihre Raketenstellungen und ihre Kommandobunker, überhaupt ihre gesamte militärische Infrastruktur mit perverser Absicht mitten in den eng besiedelten Wohnquartieren errichtet haben. Raketenstellungen in Schulen, Schützennester in Krankenhäusern, Werferbatterien auf Märkten. Wenn die israelische Armee die gefährdeten Menschen aufruft, ein Kampfgebiet zu verlassen, rufen die Hamas-Kommandanten sie zum Bleiben auf.

Das Terrorregime in Gaza hält die eigene Bevölkerung als Geisel, missbraucht sie als Schutzschild: Frauen und Kinder werden dem israelischen Feuer ausgesetzt. Anschliessend werden die Opfer den Kameras der internationalen Medien vorgeführt: «Seht her, was die Israelis anrichten!»

Die westlichen Medien sind voll von solchen Bildern, effektvoll arrangiert: ein Opfer im Arm des Retters, daneben die verzweifelte Mutter sowie ein Hamas-Kämpfer in Heldenpose. Hollywood kann es nicht besser.

Die wahren Mörder dieser Frauen und Kinder sind die Hetzer und Herrscher der Hamas.

Ja, die Hamas ist eine Verbrecherbande!

Eine Schande, dass diese Kriminellen in Europa immer noch Verbündete finden, nicht zuletzt in einem linken Milieu, das den muslimischen Migranten nach dem Munde redet und deren Manifestationen unterstützt: Ein aberwitziger Propagandafeldzug für einen Gottesstaat, der seine Bürger brutal unterjocht, die Frauen rechtlos hält, jede kritische Regung mit Folter und Mord erstickt.

Diesem religiösen Totalitarismus, ausgerüstet mit moderner iranischer Raketentechnik, ist Israel ausgesetzt – ein Staat unserer Zeit, konfrontiert mit Mentalität und Ideologie des Mittelalters. 

Sollen Israels Bürger den Kopf einziehen, wenn die Geschosse niederkrachen? Was soll diese mächtige ohnmächtige Demokratie denn überhaupt tun inmitten von historisch verspäteten Despotien und Diktaturen?

Nichts? Oder alles?

Alles bedeutet Krieg. Krieg aber führt zu nichts.

Genau das ist das Kalkül der arabischen Welt: Israel, die erfolgreiche Zivilisation, die westliche Provokation der gescheiterten, der frustrierten nahöstlichen Welt, soll auch fürderhin sein, was es seit seinem Anbeginn ist: die offene Wunde der Welt.

Bis die Welt dieser Wunde überdrüssig ist.

Publiziert am 27.07.2014 | Aktualisiert am 27.07.2014
teilen
teilen
0 shares
36 Kommentare
Fehler
Melden

36 Kommentare
  • David  Klein aus Basel
    27.07.2014
    Die Juden haben den Palästinensern ihr Land gestohlen? Wann und wo wurde der Staat Palästina gegründet und von wem? Staatsgrenzen? Hauptstadt? Wer waren die Regenten vor Arafat? Was war die palästinensische Währung? Landessprache und Religion? Gibt es bedeutende palästinensische Schriftsteller, Wissenschaftler, Maler oder Musiker? Wann hörte dieser Saat auf zu existieren und warum? Warum strebte Palästina vor 1967 nie die Eigenständigkeit an? Juden leben seit 3000 Jahren im heutigen Israel.
    • süleyman  kovanci 27.07.2014
      Ihre fragen aendern die tatsache nicht,das die juden den palis das land gestohlen haben.

      Und gibt den juden nicht das recht die palis in ein winziges gebiet einzulochen um besser zu bombadieren zu können wann man will.
  • Walter  Bernhard aus Luzern
    27.07.2014
    Sehr geehrter Frank A. Meyer, in einem haben sie recht-Krieg löst keine Probleme! Aber dieser Artikel ist auf dem einen Auge blind. Ich war selbst in der Westbank und habe die vielen Ungerechtigkeiten des auserkorenen Volkes gesehen und miterlebt! Es ist unverständlich, wie Menschenrechtsverletzungen, Enteignungen und Vertreibungen mit dem Segen der UN, Weltbank und USA legitimiert und durchgeführt werden, dies seit 65 Jahren!!!
    Stellen Sie sich doch vor, Ihnen würde man alles wegnehmen!
  • Walter  Bernhard aus Luzern
    27.07.2014
    Sehr geehrter Frank A. Meyer, in einem haben sie recht-Krieg löst keine Probleme! Aber dieser Artikel ist auf dem einen Auge blind. Ich war selbst in der Westbank und habe die vielen Ungerechtigkeiten des auserkorenen Volkes gesehen und miterlebt! Es ist unverständlich, wie Menschenrechtsverletzungen, Enteignungen und Vertreibungen mit dem Segen der UN, Weltbank und USA legitimiert und durchgeführt werden, dies seit 65 Jahren!!!
    Stellen Sie sich doch vor, Ihnen würde man alles wegnehmen!
  • Werner  Maag , via Facebook 27.07.2014
    Danke Frank A. Meyer für diesen brillanten Kommentar.
    Ich hoffe, dass die Klarheit der Aussagen zum Denken und Handeln anregt.
  • Markus  Immer aus Dumagete
    27.07.2014
    Endlich schreibt er etwas das Sinn macht und richtig und wahr ist! Vielleicht lernt er noch dazu im Alter!