Was bisher geschah
11. März 2000 Amtsantritt von Valentin Roschacher als Bundesanwalt.
1. Dezember 2002 Roschacher holt den Ex-Drogenbaron José Manuel Ramos als V-Mann aus den USA in die Schweiz.
2003 Roschacher eröffnet ein Verfahren wegen des Verdachts der Geldwäscherei gegen den Banker Oskar Holenweger. Ramos wurde dabei als V-Mann eingesetzt
1. Januar 2004 Christoph Blocher wird Bundesrat. Als administrativer Leiter der Bundesanwaltschaft hat er nur wenig Einfluss auf Roschacher.
13. Juni 2004 Erster offener Streit zwischen Blocher und Roschacher. Der Justizminister verbietet der Bundesanwaltschaft, ein Strafverfahren wegen Amtsgeheimnisverletzung zu eröffnen, das sich gegen einen persönlichen Mitarbeiter von FDP-Bundesrat Pascal Couchepin richtet.
Ende Oktober 2004 Der Justizminister will den mutmasslichen Terroristen Mohamed Achraf nach Spanien ausweisen. Roschacher widersetzt sich und lässt Achraf verhaften. Ein Eingriff in die Gewaltentrennung, hält der Bericht der Geschäftsprüfungs- kommission fest. Seit diesem Vorfall war für Blocher klar: Der Bundesanwalt muss weg.
9. November 2004 Blocher erteilt dem Bundesanwalt eine Ermahnung, obwohl er dazu gar nicht berechtigt war.
1. Juni 2006 Die «Weltwoche» ehebt schwere Vorwürfe gegen den Bundesanwalt und bezeichnet den Einsatz des V-Mannes Ramos als «Fiasko».
5. Juni 2006 Blocher nimmt den «Weltwoche»-Artikel zum Anlass, um eine Überprüfung der Bundesanwaltschaft in die Wege zu leiten.
19.–29. Juni 2006 Blocher lässt durch seinen Chef Rechtsdienst abklären, wie man den Bundesanwalt loswerden kann. Es wurden fünf Varianten – von «Keine Verhandlungen führen/Abwarten» bis zur «Kampfvariante» – ausgearbeitet.
5. Juli 2006 Roschacher kündigt, nachdem er eine Vereinbarung aushandelte.
5. September 2007 Der GPK-Bericht hält fest: Blocher hat mehrfach seine Kompetenzen überschritten um Roschacher los zu werden.