Ex-Nationalrätin Trede nennt in Sexismus-Debatte erstmals Namen «Tschäppät hat mir ans Knie gefasst»

Das Bundeshaus sei «der Palast des Sexismus», sagt die ehemalige Grünen-Nationalrätin Aline Trede. So habe sie etwa Berns Stapi Alexander Tschäppät (SP) ans Knie gefasst.

Mags gerne lustig: Berner Stapi Alexander Tschäppät. play

Mags gerne lustig: Berner Stapi Alexander Tschäppät.

Keystone

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SVP-Nationalrätin Andrea Geissbühler (BE) löste mit ihrer Forderung nach milderen Strafen für Vergewaltiger, wenn das Opfer «mitschuldig» sei, eine Sexismus-Debatte aus.

Seither reden Frauen auf Twitter unter dem Hashtag #SchweizerAufschrei über sexistische Erfahrungen und Erlebnisse. Auch Parlamentarierinnen im Bundeshaus sind vom alltäglichen Sexismus betroffen. 

Sexismus-Vorwurf gegen SP-Tschäppät

Mit der ehemaligen Grünen-Nationalrätin Aline Trede (BE) nennt nun aber erstmals eine Betroffene Namen: Der Berner Stadtpräsident und SP-Nationalrat Alexander Tschäppät habe sie ans Knie gefasst, so Trede gestern auf «Tele Bärn».

Sexismus-Vorwürfe gegen männliche Politiker von links und rechts: Aline Trede gestern auf «TeleBärn». play
Sexismus-Vorwürfe gegen männliche Politiker von links und rechts: Aline Trede gestern auf «TeleBärn». Screesnhot TeleBärn

«Das Bundeshaus ist für uns der Palast des Sexismus, das ist ganz klar», erklärt Trede im Beitrag. «Wenn man die Hand des Stapi auf dem eigenen Knie hat und man diese wieder an den richtigen Ort bringen muss, dann wird es schon mühsam.»

Und es zeige auch, dass es immer noch vorkomme und «dass man viel zu wenig darüber spricht». Passiert sei die Sache vor zwei Jahren am Kitchen Battle im Stufenbau in Ittigen, bei welcher Trede und Tschäppät zusammen in der Jury. Die Grenzüberschreitung sei «in fröhlicher Runde» geschehen. Na Prost!

Tschäppät reagierte gegenüber «Tele Bärn» mit einer schriftlichen Stellungnahme: «Ich bin mir keiner solchen Situation bewusst. Sollte eine solche Berührung je stattgefunden haben, so hatte sie höchstens einen kollegialen, aber sicher keinen sexuellen Hintergrund», so Tschäppät.

SVP-Aebi bestreitet Kuh-Vergleich

Es handelt sich übrigens nicht um die einzige grenzwertige Erfahrung, die Trede machen musste. SVP-Nationalrat und Nationalrat Andreas Aebi habe sie in einer sexistischen Bemerkung mit einer Kuh verglichen.

Die Kühe bei ihm zuhause seien am besten, wenn sie einmal gekalbert hätten, habe Aebi zu ihr gesagt, erzählt die zweifache Mutter Trede dem Regionalsender. Das könne man bei ihr und ihrem Becken nun auch so sagen, habe Aebi gemeint.

Eine solche Aussage könne man wenigstens kontern, kommentiert Trede Aebis Spruch, den dieser vielleicht sogar «als Kompliment» gemeint habe.

Gegenüber «Tele Bärn» jedenfall bestritt Aebi diese Aussage. (rus)

Publiziert am 17.10.2016 | Aktualisiert am 19.11.2016
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  • David  Brunner aus Wetzikon
    18.10.2016
    Welcher Sexismus ist das, oder der Maternalismus von Kinderlosen, wenn gleichstellende Politiker durch alle Farben, wie bspw. eine FDP Esseiva, mich ignorieren und quasi als Unhold abservieren, wenn ich den Missstand zur Debatte bringe, dass Väter auch heute nicht gleichberechtigt wären, mit und ohne gemeinsames Sorgerecht als getrennter Elternteil nicht gleichgestellt, im Gegenteil, dass ein Mann damit rechnen muss, dass gegebenenfalls die eigenen Kinder als Waffe gegen ihn missbraucht werden.
  • Charlie  Müller aus Nidau
    18.10.2016
    Ok ich hätte nicht mal das Knie angefasst bei Frau Trede, auch ich hab meinen Stolz...
  • Marco  Orsini aus Buchs
    18.10.2016
    Wie? Sie wurde am Knie angefasst! Hoffendlich hat sich der Täter die Finger verbrannt, zusätzlich soll er noch mit Busse oder Gefägnis bestrahft werden.
  • Urs  Saladin , via Facebook 18.10.2016
    Schon etwas extrem, wenn bei einem feuchtfröhlichen Anlass ein Knie berührt wird, gkeich von Sexismus zu sprechen. Dann würden ja in einem dichtgedrängten Tram Dutzende von Frauen sexuell belästigt sein, nur weil sie von anderen Personen notgedrungen berührt werden! Und was ist mit den Männern? Da mögen auch nicht alle solche Berührungen, sollen diese aufs Tramfahren verzichten?
  • Sandra  Blow aus Winterthur
    18.10.2016
    Wir Frauen sind nicht besser, oder sogar böser. Ich erlebe es regelmässig, dass Frauen Männer anbaggern und wenn sie einen Korb bekommen, sauer auf sie sind. Die Reaktion war z.B., dass sie im Club laut herausgeschrien haben, sie seien begrapscht worden. Um eins den Männern auszuwischen, tun Frauen Vieles und Gemeines. Mir als Frau tun mir die Männer leid.
    • W.  Friedli aus KTM
      18.10.2016
      Danke Frau Sandra Blow.
      Endlich eine Frau die ehrlich ist und aus dem Herzen spricht. Danke !!!
      Frauen habe eine Begabung Maenner um den Finger zu wickeln so ist es leider bei vielen Frauen.
      Mehr muss man dazu nicht sagen.
      Frauen sind ein Geschenk Gottes, fuer die Maenner.