Esther Friedli kandidiert für den Regierungsrat Die leise Frau im Toggenburg

Lange wirkte sie im Hintergrund. Jetzt wagt sich Toni Brunners Lebenspartnerin selbst in die Politarena.

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Nun also Esther Friedli (38). Die Lebenspartnerin von Noch-SVP-Präsident Toni Brunner (41) tritt in die politische Arena – und will St. Galler Regierungsrätin werden.

Über Nacht ist die Politologin der Volkspartei beigetreten, für die sie schon länger im Hintergrund gewirkt hatte. «Es ging Anfang Woche alles recht schnell», so Friedli knapp. Aber seit Sonntag befände sich die Partei in einer neuen Situation.

Konkret: SVP-Kandidat Herbert Huser (58) fiel an der Urne durch, sitzt künftig nicht einmal mehr im Kantonsrat. Fieberhaft suchte die SVP nach einem neuen Kandidaten für den zweiten Wahlgang am 24. April. Ein «geeigneter Kantonalpolitiker» nahm sich am Dienstagmorgen selbst wieder aus dem Rennen, heisst es aus der Partei. Friedli rückte in die Poleposition. «Ich habe Esther bestärkt zu kandidieren. Aber als es um den definitiven Entscheid der Kantonalpartei ging, hielt ich mich zurück», sagt Brunner.

Den Gang in die Politik habe sie eigentlich nicht gesucht. Aber: «Man muss die Chance packen, wenn sie sich bietet», sagt Friedli. «Solange Toni Parteipräsident war, war eine Kandidatur für mich kein Thema.» Mit Brunners Rücktritt von der Parteispitze wird das nun anders. Während er jahrelang die harte Linie der SVP lautstark im Lande verbreitete, tritt Friedli zurückhaltend auf. Leise und bedächtig spricht sie über den anstehenden Showdown in St. Gallen. «Von meinem ruhigen Naturell her kommt nur ein Exekutivamt in Frage», so Friedli. Für ein Mandat im Parlament seien andere Eigenschaften gefragt. Einen protzigen Wahlkampf mit riesigen Plakaten will sie erst recht nicht führen.

Friedli fühlt sich im Toggenburg wohl. Seit acht Jahren lebt die gebür­tige Bernerin in der urchigen Region, hilft Brunner bei der Bewirtschaftung des Bauernhofs. So habe sie zwischen den Sitzungen am Dienstag noch Eringer-Stiersamen bestellen müssen. «Dabei habe ich als Jugend­liche immer gesagt: Ja nie einen Bauern», sagt sie lachend.

Damals politisierte Friedli noch in der CVP, war proeuropäisch eingestellt. Deckungsgleich sind ihre Positionen mit der Volkspartei noch immer nicht. Friedli bezeichnet sich als gesellschaftsliberal, befürwortet etwa die Legalisierung des Cannabis-Konsums. Wie sie vor einer Woche über die Durchsetzungs-Initiative der SVP gestimmt hat, will sie nicht erläutern. Einig ist sie mit Brunner, dass die St. Galler Regierung dringend eine zweite Frau benötige. Und dass diese Frau Esther Friedli heissen soll. Dann käme es auch privat zu einem Rollentausch. «Sollte ich gewählt werden, muss halt Toni den Haushalt machen.»

Publiziert am 06.03.2016 | Aktualisiert am 06.06.2016
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Esther Friedli will für die SVP in die St. Galler Regierung Toni Brunner schickt seine Freundin ins Rennen

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  • Fritzpeter  Friedli , via Facebook 06.03.2016
    Wir gratulieren Esther Friedli zu ihrer Kandidatur in den Regierungsrat Kanton St. Gallen. Eine sehr sympathische Person, wir wünschen viel Erfolg für die Zukunft. Liebe Grüsse aus dem Berner- Land, wir drücken die Daumen.
  • Fliederotto  Silkonbort aus Rheintal
    06.03.2016
    In einem Interview sagte sie, dass sie nicht gerne im Mittelpunkt und Rampenlicht steht. Da ist Regierungsrätin das richtige. Öhhmmm?!
  • Fredi  Saxer 06.03.2016
    Ja das wird den linken Medien wieder nicht passen, dass eine intelligente, gut aussehende und erst noch gebildete Persönlichkeit wie Esther Friedli sich einer politischen Verantwortung stellt, da sie ja als SVP-Kandidatin bereits wieder abgestempelt wird. Als parteiloser Kommentarschreiber erwarte ich, dass man einer Person zuerst die Chance gibt, sich seiner Verantwortung und Aufgaben zu stellen ohne gleich wieder ideologisch fertig gemacht zu werden.
    • Thomas  Heitzer , via Facebook 06.03.2016
      Frau Friedli hat keine Chance gegen den FDP Kandidaten, das weiss jeder bei uns im Kanton. Sie hat mit der Kampagne Huser eine schlechte Figur gemacht, vom Resultat wie der Unterstützung des Bauschummlers. Was die SVP hier veranstaltet ist einfach schlichte Steergeldverschwendung um im Gespräch zu bleiben. "Frauenkarte" zieht nicht, nicht bei den Vorgängen innerhalb der SVP die letzte Woche. Und wenn der Plan der SVP aufgegangen wäre, so würde mit Huser ein Mann im Rat sitzen.
  • Omega  de Blanc aus St. Moritz
    06.03.2016
    Bravo und Gratulation , Euch Beiden . Viele Erfolge , Privat und Politisch
  • Elis  Züst , via Facebook 06.03.2016
    Na klar er geht und sie kommt. Es geht ja nicht ohne die Beiden. Mir ist dieser Brunner sowieso nicht sympathisch. Mal schauen wie seine bessere Hälft sich macht.