#EsGeht Warmduscher Girod

Kommt die Initiative «Grüne Wirtschaft» durch, ist Schluss mit Warmduschen, warnen die Gegner. Die Initianten halten nun mit dem «1. Schweizer Warmduscher-Tag» augenzwinkernd dagegen.

Grüne Wirtschaft Befürworter promoten Initiative mit #EsGeht Tag play

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Die Gegner der «Grüne Wirtschaft»-Initiative schöpfen aus dem Vollen. Kommt die Initiative der Grünen durch, ist demnach Schluss mit lustig: «Die Initiative zwingt die Bürger zur Änderung ihres gewohnten Lebensstils. Jeder Schweizer muss sein Essverhalten ändern, seine eigene Mobilität einschränken und mit weniger Komfort wohnen.» Wer ja sage, müsse künftig weniger Fleisch essen und kalt duschen, malen die Gegner den Teufel an die Wand.

Das sei blosse Angstmacherei, halten die Initianten dagegen – und reagieren mit einer augenzwinkernden Gegenkampagne: Für heute haben sie den «1. Schweizer Warmduscher-Tag» ausgerufen. 

Mit Selfie für die Initiative

Mit einem Selfie, das einen «beim Warmduschen, Grillieren, Reisen oder bei einer anderen von Economiesuisse als gefährdet bezeichneten Aktivität zeigt», solle man unter dem Hashtag #EsGeht in den Social Media zeigen, dass man «nichts von der Angstmacherei der Gegner hält und Ja für die Grüne Wirtschaft stimmt».

Grünen-Nationalrat Bastien Girod (ZH) machts – samt imaginärer Taucherbrille – vor. Zur Feier des Tages habe er extra lang geduscht, schreibt er auf Twitter zu seinem Bild. «Dank Wärmepumpe & Erneuerbaren kein Problem.»

Grüne Wirtschaft Befürworter promoten Initiative mit #EsGeht Tag play

Auch GLP-Nationalrat Beat Flach (AG) lässt sich den Spass – und das Essen – nicht verderben. Er und sein Sohn präsentieren sich als Meisterköche, die sich auch nach einer Annahme der Initiative ab und zu eine Bratwurst gönnen wollen.

Dass sich die Initianten betont locker geben, hat auch mit den aktuellsten Umfragen zu tun. Gemäss SRG-Umfrage wollen derzeit 61 Prozent der Initiative zustimmen, nur 24 Prozent lehnen sie ab. Am 25. September fällt die Entscheidung. Eine mehr als warme Schlussphase ist damit garantiert.

Publiziert am 29.08.2016 | Aktualisiert am 29.08.2016
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  • Franz  Müller 29.08.2016
    Was mich am Meisten stört, ist die Tatsache, dass Gentechnik und Pflanzenschutzmitteln in der Nahrungsmittelproduktion mit dieser Initiative der Rücken gestärkt wird.
  • Peter  Jodel 29.08.2016
    Also, Frau Jost. Wir haben die "Wirtschaftsliberalen" auf der einen Seite, die den Grossunternehmern die Steuern senken.
    Und auf der anderen Seite haben wir die "Grün(liberal)en", die Gesetze schaffen, um gewissen Unternehmern mehr Umsatz per Zwang zu besorgen.
    Das eine sei schlecht, das andere gut. Das verstehe ich nicht ganz.
    Ich würde meinen, beide Sorten Politiker ergänzen sich prima auf Kosten der Allgemeinheit. Zwei Seiten derselben Medaille.
    • Marion  Jost aus Schönenwerd
      29.08.2016
      Der Unterschied ist das Ziel: bei den Wirtschaftsliberalen ist es einfach nur der Konsum und die Gier, man will sein Konto auf Kosten von Natur und Mensch noch mehr füllen! Bei den Grünen ist das umgekehrt, sie sehen was diese unsägliche Gier der Umwelt antut, schlussendlich nutzt uns eine laufende Wirtschaft wenig wenn die Natur so kaputt ist, dass wir nicht mehr davon leben können!! Siehe Dokumentation « Under the Dome » der Journalistin Chai Jing und siehe Smog in Peking!!!
    • Gabor  Posch 29.08.2016
      Was Sie alles wissen: Wie stehts denn mit der Gier von Glättli? Wie er selbst in einem Interview sagte, suchte er ja mit seiner Lebenspartnerin, ohne Kinder, "eine 4- bis 5-ZW bis etwa 3000 CHF in Zürich". So viel zum eigenen Ökofussabdruck und zur Umwelt. Ich glaube, Sie sollten mal Ihr Blüemliwiesendenken ablegen, guten Tag Realität. Und das, was Sie privat für die Umwelt machen, das mach ich schon seit ewig, ist absolut nichts Besonderes. Bitte gerne.
    • Gian  Zender , via Facebook 30.08.2016
      Frau Jost: Peking ist ein gutes Stichwort, und was bringt die Grüne Initiative gegen die Umweltverschmutzung in China? Denken Sie, dass diese uns von den Grünen aufgezwungenden Einschränkungen China etwas nützen?
  • Marion  Jost aus Schönenwerd
    29.08.2016
    Verrückt wie die Leute schon wieder auf die Polemik der bürgerlichen hereinfallen!! Die Zukunft einer intakten Schweiz scheint niemanden zu interessieren! Dabei wären neue Entwicklungen im Bereich erneuerbare Energien oder weniger ressourcenverschleudernde Produkte die Chance unserer Wirtschaft. Die Schweiz ist nicht umsonst im Bereich Forschung und Innovation in der Weltspitze zu finden!! Es gibt bereits viele Projekte die in den nächsten Jahren soweit wären, man muss sich einfach fördern!
    • Gustav  Nörgeli 29.08.2016
      Produkte, die angeblich "an der Weltspitze" stehen, brauchen keine Förderung, Frau Jost.
      Vielleicht sind es eher Sie, die auf die Polemik anderer hereinfallen. Darum lesen sich Ihre Kommentare auch wie Zitate.
    • Marion  Jost aus Schönenwerd
      29.08.2016
      Herr Nörgeli; Wer lesen kann ist klar im Vorteil; es steht Projekte und nicht Produkte!! Ihrem Namen werden Sie echt gerecht!!!! Im übrigen informiere ich mich intensiv über Umweltschutz und innovative Techniken, ich empfehle Ihnen das Magazin Futuremag, vielleicht öffnet das Ihnen die Augen!
    • Gustav  Nörgeli 29.08.2016
      Sie sind aber leicht exzitierbar, Frau Jost;-)
      Ich glaube Ihnen, dass Sie sich "intensiv" informieren. Das meinte ich doch, als ich schrieb, Sie würden auf die Polemik gewisser Kreise hereinfallen. Vielleicht sollten Sie sich mal etwas ausgeglichener informieren, statt in der politischen Monokultur Wurzeln zu schlagen.
      So, nun überlasse ich Ihnen gerne das letzte Wort.
    • Marion  Jost aus Schönenwerd
      30.08.2016
      Sorry Herr Nörgeli; aber Dokumentation und Reportagen werden von unterschiedlichen Menschen mit unterschiedlicher Gesinnung gemacht, was soll daran bitte politisch sein? Nur weil ich die Umwelt schützen will muss das nicht politisch sein, ich nenne es Vernunft, etwas was ich bei den meisten Kommentatoren hier komplett vermisse, so das war mein letztes Wort!
  • Marco  B 29.08.2016
    Dank "Wärmepumpe"...
    ...die ziemlich viel Strom benötigt, welcher massiv teurer werden wird - gerade mit dieser Initiative. Kein Problem für Girod, hat ja 140 Riesen vom Staat fürs Plattsitzen des Hinterns im Parlament.
    • Marion  Jost aus Schönenwerd
      29.08.2016
      Naja, es gibt ja genug Leute die sich die leisten können, jedenfalls wenn man das Wahlverhalten der Anhänger bürgerlicher Politik anschaut, man kann mit USR den Reichen ja noch mehr geben, verschont sie vor Erbschaftssteuer und braucht auch keinen Mindestlohn, so arm scheint der Schweizer dann wohl auch nicht zu sein. Im übrigen wenn man sich ein Haus baut, sollte so eine WP oder auch Fernwärme durchaus drinliegen können, und es braucht nicht gleich sowas, Kleinigkeiten können viel bewirken!
    • Marco  B 29.08.2016
      Sie machen es mit Quantität, nicht wahr, Frau Jost? Dafür plottern Sie dann einfach drauflos... habe ich von Hausbau, von Erbschaftssteuer und von USR gesprochen?
      Nein, vom Strom, der teurer wird mit Ihrer Initiative. Auch wenn eine Wärmepumpe im Haus ist, muss der Strom bezahlt werden.
      Und, falls es in Ihrer Birne noch Platz zum nachdenken hat: nicht nur die Reichen sollen künftig noch Strom haben.
    • Marion  Jost aus Schönenwerd
      29.08.2016
      Herr B: schade haben Sie den Zusammenhang der leicht ironischen Bemerkung nicht verstanden, wenn jemand poltert dann sind Sie es, anscheinend neidisch auf den Lohne eines Politikers, gehen Sie hin, lassen Sie sich wählen und machen Sie es besser! Ach ja, und jene die kein Argument mehr haben werden beleidigend, was ihr letzter Satz ja wunderbar zeigt! Sehr niveauvoll!
    • Gabor  Posch 29.08.2016
      Marco B. meinte schon richtig: plottern, nix poltern. Plotter sind so Kurvenschreiber, die einfach nur so vor sich hinrattern und drauflos aufzeichnen. Sie sind tendenziell eher laut und übertönen deshalb einfach die andern durch ihren Lärm. Der Unterschied zu Plotter ist aber: Die zeichnen wahre Messungen auf und müssen nicht immer das letzte Wort haben, sondern haben irgendwann mal fertig aufgezeichnet. Danke, merci.
  • Peter  Schneider 29.08.2016
    Girod hat extra lang geduscht. Dass das Duschwasser mit Energie aufbereitet und dann als Abwassser wieder gereinigt werden muss, daran hat er wohl nicht gedacht. Denkfehler auch bei Girod.