Erst Demos - jetzt «erfrischend politisch» Plötzlich fahren die Sozis auf Miss Schweiz ab

Bei Lauriane Sallin wird nicht nur SP-Bundesrat Alain Berset schwach. Sogar Juso-Molina lobt die schöne Miss Schweiz.

Lächeln gemeinsam von der Titelseite der «Schweizer Illustrierten»: Miss Schweiz Lauriane Sallin und Bundesrat Alain Berset. play

Lächeln gemeinsam von der Titelseite der «Schweizer Illustrierten»: Miss Schweiz Lauriane Sallin und Bundesrat Alain Berset.

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Die SP und die Schönheitsköniginnen – das ist ein schwieriges Kapitel. 2001 zeigte der damalige Bundesrat Moritz Leuenberger Mahara McKay am Genfer Autosalon demonstrativ die kalte Schulter. Noch Anfang November 2015 protestierten Jusos in Basel gegen die Miss-Wahl. Sie propagiere «völlig unrealistische Schönheitsideale», erklärte Juso-Chef Fabian Molina (25) damals. 

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Miss Schweiz Lauriane Sallin (22) fliegen ungewöhnlich viele SP-Herzen zu. Charly Rappo

Jetzt scheint es, als hätten die Sozis plötzlich ihren Sinn für Schönheit entdeckt. So nahm sich der mit Grossreformen vielbeschäftigte SP-Magistrat Alain Berset (43) kürzlich die Zeit für ein persönliches Treffen mit der amtierenden Miss Schweiz Lauriane Sallin (22). Und zwar in Belfaux FR, wo sie beide aufwuchsen. Begleitet von der «Schweizer Illustrierten» besuchten Berset und Sallin die örtliche Schule, eine Käserei und ein Café. 

Der Bundesrat outete sich dabei als stiller Bewunderer von Sallin: «Ihr Interesse an der Gesellschaft und ihre Weltoffenheit haben mich sofort angesprochen.»

«Müssen Vollgas geben», weiss Juso-Chef Fabian Molina. play
«Erfrischend politischer Auftritt»: Juso-Chef Fabian Molina lobt die Miss Schweiz – trotz grundsätzlichen Vorbehalten.

Auf Anfrage zeigt sich auch Juso-Molina beeindruckt von Lauriane Sallin «Sie macht das Beste aus ihrem Titel. Ihr Auftritt ist erfrischend politisch. Sicher gibt es viele kluge Missen. Bei Lauriane Sallin stelle ich aber fest, dass sie auch den Mut hat, ihren Standpunkt auszusprechen, und dass sie die richtigen Worte dafür findet.»

An der grundsätzlichen Kritik an Schönheitswettbewerben hält Molina aber fest: «Sie verfestigen stereotype Geschlechterbilder. Und sie tragen dazu bei, dass Frauen weiterhin auf ihr Äusseres reduziert werden. Daran haben wir grundsätzlich keine Freude.»

Publiziert am 22.01.2016 | Aktualisiert am 08.02.2016
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2 Kommentare
  • Niggi  Münger aus Basel
    23.01.2016
    Wer die gleiche politische Gesinnung hat, ist dem Herrn Molina offenbar sympathisch - alle anderen sind dumm? Etwas peinlich für den Herrn.
  • Rolf  Gurtner aus Münsingen
    22.01.2016
    Komisch, haben DIE ein kurzes Gedächtnis: Als unsere taffe Tessiner Ex-Miss sich für den Gotthard starkmachte, da hagelte es Häme und Sprüche jenseits der Gürtellinie. Wenn nun eine etwas Wasser auf die linke Mühle vresprüht, da ist offensichtlich wieder alles ok. Gleiches Recht für Alle, oh, das hatten wir doch heut schon Mal. Pegida..?