Erbschaften sollen die Parteikasse aufbessern Nach mir die Sozis!

Von der Wirtschaft nimmt die SP kein Geld. Dafür hofft sie verstärkt auf Erbschaften und Legate ihrer verstorbenen Mitglieder, um die Parteikasse aufzubessern. Über 60 Interessierte haben sich innert Kürze bei der SP gemeldet.

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Erben – für alle statt für wenige! Dieses Motto gilt bei der SP nicht nur mit Blick auf die Erbschaftssteuer-Initiative, sondern nun auch beim Fundraising. Gleich auf zwei Seiten bewirbt die SP in ihrer neusten Parteizeitung ihren Testament-Ratgeber mit dem sinnigen Titel «Soziale Werte verbinden Generationen».

Das Ziel ist klar: Erbschaften und Legate ihrer verstorbenen Mitglieder und Sympathisanten sollen die Parteikasse aufbessern. Ein Muster, das man seit längerem von Hilfsorganisationen kennt.

Eine halbe Million Franken abgelehnt

«Es ist ein heikles Thema, mit dem wir sehr sorgfältig umgehen», sagt SP-Co-Generalsekretärin Flavia Wasserfallen. «Da wir aber auf Spenden aus der Wirtschaft verzichten – im letzten Jahr haben wir Gelder im Umfang von einer halben Million Franken abgelehnt – müssen wir alle anderen Möglichkeiten ausschöpfen.»

Neben Mitgliederbeiträgen und Spenden sind Legate ein Finanzierungs-Element, welches den Genossen erstmals auf breiter Basis ins Bewusstsein gerufen wird.

«Wir wollen niemanden zu einem Legat überreden», stellt Wasserfallen klar. «Für manche Mitglieder ist es aber ein Anliegen, sich so quasi über den Tod hinaus für ihre Partei und ihre Werte zu engagieren.»

Schon über 60 Interessenten

Der Erfolg gibt der SP Recht: «Bereits über 60 Mitglieder haben den Ratgeber in den letzten Wochen bestellt. Wir sind positiv überrascht.»

Ob sich die Aktion für die Partei auszahlt, lässt sich noch nicht beantworten. «Es ist ein langfristiges Projekt, bei welchem wir die konkreten Resultate vielleicht erst in zehn Jahren beurteilen können», sagt Wasserfallen.

Sie betont: «Legate werden nicht budgetiert – aber wenn sie kommen, sind sie ein Segen!»

Grüne denken über Legate nach

Von den grossen nationalen Parteien beackert bisher einzig die SP das Fundraising-Geschäft mit Legaten oder Trauerspenden.

Doch nun entdecken auch andere Parteien den Bereich als Finanzierungsquelle:  «Wir sind dabei, unser Fundraising zu professionalisieren. Legate sind dabei auch ein Thema», sagt Grünen-Generalsekretärin Miriam Behrens. «Andere Massnahmen geniessen aber Priorität. Als kleine und finanziell unabhängige Partei sind wir auf auf jeden Batzen angewiesen.»

Legate sind aber zweischneidig, weiss Behrens aus ihrer früheren Tätigkeit bei einer Umweltschutzorganisation: «Sie können finanziell einschenken, aber auch zu Rechtsstreitigkeiten mit den anderen Erben führen. Das kann sehr unangenehm und für die Beteiligten schmerzhaft sein.»

Bürgerliche offen für Erbschaften

Bei den nationalen bürgerlichen Parteien hingegen ist die Legat-Werbung bisher kein Thema im Fundraising-Programm. Aber offen für Gelder aus Erbschaften sind sie allemal! «Wir freuen uns, wenn uns ein Mitglied oder Sympathisant mit einem Legat berücksichtigt», sagt CVP-Generalsekretärin Béatrice Wertli.

Und FDP-Generalsekretär Stefan Brupbacher meint: «Selbstverständlich wären solche Zuwendungen – aus Liebe zur liberalen Schweiz – willkommen.»

Publiziert am 02.07.2014 | Aktualisiert am 02.07.2014
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47 Kommentare
  • Bernd  Lehnherr aus Torrevieja
    02.07.2014
    Was sagte doch Konrad Adenauer,der erste Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutaschlands:Das einzige was die Sozis vom Geld verstehen,ist es auszugeben.Wie recht er doch hatte.
  • marcel  meuler aus Regensdorf
    02.07.2014
    Das einzig positive wenn man das Geld der SP vermacht ist, dass es in Form eines rostigen Hafenkrans weiterlebt......
  • marcel  meuler aus Regensdorf
    02.07.2014
    Das einzig positive wenn man das Geld der SP vermacht ist, dass es in Form eines rostigen Hafenkrans weiterlebt......
    • Hugo  Ehrismann 02.07.2014
      Der SP würde ich höchstens etwas spenden wenn sie mir garantieren das sie sich aus der Politik zurück ziehen .
  • markus  schwab aus vilters
    02.07.2014
    Sorry, aber diese Idee grenzt schon fast an geisitge Umnachtung.
  • Heinz  Bucher , via Facebook 02.07.2014
    Die Erbschaften werden von der SP ausgegeben sein, bevor die Eigentümer verstorben ist.