In Toulouse gestrandet Moritz Leuenberger zerrt Easyjet vor Gericht

BASEL - Im Juli 2016 annullierte Easyjet alt Bundesrat Moritz Leuenbergers Flug von Toulouse nach Basel. Er hätte zwar Anrecht auf eine Entschädigung. Die blieb aber bis heute aus.

Easyjet lässt Alt Bundesrat Moritz Leuenberger am Boden stehen play
Er zerrt Easyjet vor den Friedensrichter: alt Bundesrat Moritz Leuenberger (SP, 70).  PETER SCHNEIDER

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Diesen Ärger kennen viele: Man sitzt im Terminal am Flughafen und wartet darauf, die Maschine zu betreten. Man wartet. Und wartet. Verspätung. Dann liest man auf einem Bildschirm, dass der Flug annulliert wurde.

Damit endet der Hürdenlauf aber nicht etwa, nein, es geht noch weiter. Hat man sich die falsche Airline ausgesucht, muss man sich im schlimmsten Fall gefühlt jeden Rappen Entschädigung vor Gericht erstreiten.

Diesen Ärger kennt laut der «Aargauer Zeitung» auch alt Bundesrat Moritz Leuenberger (SP). Letzten Juli wollte der ehemalige Verkehrsminister von Toulouse in Frankreich nach Basel fliegen. «Zuerst hiess es, es gäbe eine Verspätung», sagte er der Zeitung. Erst nach langem Warten sei klar geworden, dass der Flug nach Basel annulliert worden sei. Es hätte keinerlei Assistenz von Easyjet gegeben.

 

Bei seiner Klage geht es ums Prinzip

Laut europäischem Flugrecht hätte der Ex-Minister nun Anrecht auf eine Entschädigung von 250 Franken. Von diesem von Easyjet zugesicherten Geld hat Leuenberger aber bisher nichts gesehen.

Die Angelegenheit landet nun vor dem Friedensrichter in Zürich. Leuenberger geht es dabei allerdings nicht ums Geld: «Wenn alle Geprellten nachgeben, wird dieses unanständige Verhalten zum systematischen Geschäftsmodell», sagte er der «Aargauer Zeitung». Easyjet solle sich an Verträge und Zusagen halten, da dürfe man nicht lockerlassen. (wif)

Publiziert am 12.01.2017 | Aktualisiert am 12.01.2017
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53 Kommentare
  • Peter  Meier 13.01.2017
    Leuenberger hat recht. Schön, dass er sich dafür einsetzt, dass die Firma nicht mit solchen Methoden durchkommt. Hilft uns allen.
  • Josef  Giger 13.01.2017
    Ja, es geht ums Prinzip!!! Auch Herr Bundesrat Moritz Leuenberger sollte Parkuhren füttern und dies nicht von Polizisten tun lassen die Erbarmen haben mit Ihm!!! Er hätte es verdient Nichts zu erhalten von Easyjet.
  • Albert  Knoll 12.01.2017
    Es geht ihm ums Prinzip. Was für ein Hohn aus dem Munde eines Mannes, der sich schon während seiner Zeit als BR durch Auftragsvergabe an die Implenia einen VR-Sitz in diesem Unternehmen sicherte. Wenigstens dort haben sich alle ans Prinzip gehalten. Denn auch ein mündlicher Vertrag ist gem. OR so gut wie ein schriftlicher Vertrag. Moritz: "Ich schanze euch Aufträge zu und bekomme dafür nach meiner BR-Zeit ein VR-Mandat bei euch." Implenia: "Deal. Wieviel und auf welches Konto?".
    • Joe  Schacher , via Facebook 12.01.2017
      Ihr KommentarDa werden wieder einmal Äpfel mit Birnen verglichen und wer ausser Implenia war in der Lage diese Aufträge zu schultern.Hier geht es un einen Vertrag der Leute von A mach B bringen soll und die Firma erbringt die Leistung nicht. Wehren sich mehr Paxe wie Leuenberger werden die Airlines besser zu ihren Verpflichtungen stehen.
  • Paul  Kernen aus Wettingen
    12.01.2017
    Ich fliege seit 12 Jahren mit EasyJet und hatte noch nie ein Problem mit dieser Gesellschaft. Aber wenn ich von Basel nach Alicante fliegen will und unsere den Hals nicht vollkriegenden Fluglotsen aus Frankreich streiken, kann Easyjet nichts dafür. Es ist laut Erhebungen div. Institute immer noch die pünktlichste Airline. Verstehe Herr Leuenberger nicht, oder muss er wieder einmal in der Öffentlichkeit präsent sein?
  • Michel  GASSER aus Meyrin
    12.01.2017
    Es geht hier nicht um das bezifferte Wert der Entschädigung, sondern um das Prinzip. Es ist nicht annehmbar, dass eine Airline, egal ob traditionell oder low-cost, bei einer Entschädigung zögert, und dadurch die internationale Regeln strafrechtlich missachtet.