Was lief zwischen dem Bundesangestellten und der Frau? Russische Spionin erregt Schweizer Nachrichtendienst

BERN - Ein Mitarbeiter des Nachrichtendienstes des Bundes soll mit einer Russin ein Verhältnis eingegangen sein. Möglicherweise ist die Frau bewusst auf den Schweizer angesetzt worden. Da werden Erinnerungen an die schöne Anna Chapman wach.

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In Bern geht das Gerücht von einem «Putin-Gate» beim Schweizer Geheimdienst um. Ein für Oststaaten zuständiger Mitarbeiter des Nachrichtendienstes des Bundes (NDB) soll entlassen worden sein, berichtet die «Schweiz am Sonntag» unter Berufung auf geheimdienstnahe Kreise.

Der Mann soll ein Verhältnis mit einer Russin eingegangen sein, die er an einer Konferenz in Moskau kennengelernt hatte. Es gebe in Geheimdienstkreisen die Befürchtung, dass die Frau von den Russen bewusst auf den Schweizer angesetzt worden sei.

Einige Beobachter im Geheimdienst-Milieu mutmassen handkehrum, der Nachrichtendienst um Direktor Markus Seiler habe aus Angst vor den Russen überreagiert: Es könne sich durchaus um eine harmlose Liebesbeziehung gehandelt haben. Eine Version, die dem Vernehmen nach auch der betroffene Mitarbeiter vertritt.

Der Nachrichtendienst des Bundes dementierte die Angelegenheit gegenüber der Zeitung nicht. Einziger Kommentar von Kommunikationschefin Isabelle Graber: «Wir geben dazu keinerlei Kommentar ab.»

Seit Russland wegen der Ukraine-Annexion mit der halben Welt und Europa über Kreuz liegt, sollen die heimlichen Aktivitäten der Russen im Westen zugenommen haben. Auch in Deutschland wurde in den letzten Jahren eine vermehrte Spionagetätigkeit der Russen registriert.

Russinnen sind für Schweizer Bundesangestellte, die sich im Sicherheitsbereich betätigen, ein gefährlicher Umgang. 2011 verlor der Chef der Bundeskriminalpolizei, Michael Perler, seinen Posten. Er war zum Sicherheitsrisiko geworden, weil er seine damalige Freundin, eine Russin, auf eine Geschäftsreise nach St. Petersburg mitgenommen hatte.

Immer wieder gibt es Geschichten mit russischen Spioninnen. Die letzte drehte sich um die sexy Anna Chapman (34), die auf Whistleblower Edward Snowden angesetzt worden war. 

Anna Chapman ist die Tochter des ehemaligen KGB-Offiziers Wassili Kuschtschenko. Sie wuchs in Russland auf, heiratete 2002 den britischen Staatsbürger Alex Chapman und lebte mit ihm in London. Die Ehe wurde 2006 geschieden.

In ihrer Londoner Zeit soll sie über ihren Vater Geldtransaktionen in Millionenhöhe nach Simbabwe getätigt haben, um russische Agententätigkeiten zu finanzieren. Die Agentin mit dem Übernamen «90-60-90» wurde in den USA verhaftet und nach Russland ausgeliefert. (gf)

Publiziert am 13.03.2016 | Aktualisiert am 08.04.2016
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4 Kommentare
  • Martin  Huerlimann 13.03.2016
    Tia, nächstes mal 007 Roger Moore zum treffen schicken, (der Spion der mich liebte)PS: Sir Roger Moore ist immer wieder in der Schweiz.
  • Xaver  Arnet 13.03.2016
    Das gibt ein wenig Action und Fun in James Bond-Manier, wie Liebesgrüsse aus Moskau o.ä. Das können wir nun gut gebrauchen, als Belohnung für die tristen Diskussionen über die überteuerte DURO-Revision, verlorene Sturmgewehre, kiffende Schweizer Soldaten und die langsam, aber sicher verpennte Evaluation eines neuen Kampfflugzeuges.
  • Erika  Gerber 13.03.2016
    Und mich interessiert wie viel Spionagetätigkeit die Amerikaner bei uns machen.Da für mich USA der Teufel ist.
    • Rocky  Stall aus Wiesendangen
      13.03.2016
      ja, das wäre interessant zu wissen, denn die Amerikaner wollen ja um jeden Preis als wirtschafts- und politische Macht wahrgenommen werden. Das alleine aus eigener Kraft zu schaffen kaum möglich. Zudem, wie sind wohl all die Informationen über USA Gelder in die USA geflossen?