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Biel und seine Uhrenindustrie serbelten Anfangs der 80er-Jahre vor sich hin – bis Nicolas Hayek als Retter auf den Plan trat. Sein Erfolgsrezept: die Plastik-Uhr Swatch, die schnell zum Renner wurde.
«Wir verdanken ihm den Wiederaufstieg unserer Stadt», betont Biels Stadtpräsident Hans Stöckli einen Tag nach Hayeks Tod. Der SP-Mann verbeugt sich vor der «markantesten Schweizer Unternehmerpersönlichkeit des späten 20. und frühen 21. Jahrhunderts».
Hayek war ein Vorbild
Hayek habe in sich Fähigkeiten vereint, die sonst nicht in einem Mensch alleine zu finden seien: eine enorme analytische Begabung, ein ökologisches Gewissen, ein politisches Verständnis. «Er war auch für mich persönlich ein väterliches Vorbild», bekennt Stöckli.
Kein Wunder wird der Stapi Hayek in Biel verewigen – mit einem Platz, der künftig den Namen des Uhrenkönigs trägt. Stöckli hat den Ort schon im Kopf, will aber noch nicht verraten, um welchen es sich handelt.
Erhält Hayek dort gar eine Statue – so wie der bedeutendste Schweizer Industriekapitän des 19. Jahrhunderts, Alfred Escher, auf dem Zürcher Bahnhofsplatz?
«Hayek nahm sich nie todernst»
Statuen für wichtige Persönlichkeiten sind in der Schweiz aus der Mode gekommen und auch in Biel steht bisher keine. «Doch immerhin ist Hayek der einzige Ehrenbürger von Biel», sagt Stöckli. Er will die Frage vorerst offen lassen und auch noch mit der Familie des Verstorbenen darüber sprechen.
Der Berner Volkswirtschaftsdirektor Andreas Rickenbacher glaubt nicht, dass eine pompöse Statue zu Nicolas Hayek passen würde. «Er nahm sich nie so todernst», erinnert sich der Bieler.
Und sowieso: «Ich und tausende andere Menschen haben ihm innerlich schon ein emotionales Denkmal gesetzt: Er wird immer ein Vorbild für uns sein.»
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Nicolas Hayek ist tot – doch die Erinnerung an ihn wird weiterleben. (Keystone)