Ebola, Impotenz, Blitzschlag: Linke wollen Roger Köppel mit Voodoo verfluchen

ZÜRICH - Wieder reiten Künstler eine Attacke gegen den SVP-Nationalrat und «Weltwoche»-Verleger. Der zeigt sich gegenüber BLICK genervt. Nun will die Partei dem Theater die Subventionen streichen.

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Online-Fluchgenerator: So wirbt das Theater Neumarkt für die Köppel-Schau.

Screenshot/schweiz-entköppeln
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Update: SVP will Theater 5,4 Millionen streichen

Die Aktion des Theater Neumarkts bleibt nicht ohne politische Folgen. Heute Mittwoch Morgen verschickte die Stadtzürcher SVP ein Communiqué, in welchem sie die Streichung der Gelder fordert. «...zu was nun aber über die Homepage www.schweiz-entkoeppeln.ch, unter dem Impressum des mit total 5.4 Millionen Franken von allen Stadtzürcher Steuerzahlern subventionierten Theaters Neumarkt, aufgerufen wird, ist an dumpfer Primitivität nicht mehr zu übertreffen.» Die SVP der Stadt Zürich protestiere in aller Form und mit Vehemenz gegen «die agitatorische Hetze gegen Roger Köppel», bei der man sich gar fragen müsse, ob nicht allenfalls auch die persönliche Integrität direkt angegriffen werde. «Zudem fordert die SVP der Stadt Zürich von Stadt und Kanton Zürich die sofortige Einstellung jeglicher Subventionen an das Theater Neumarkt und Kündigung der entsprechenden Verträge.»

will Theater 5,4 Millionen streichen 

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Von Geistern besessen? SVP-Nationalrat Roger Köppel. Keystone

Seite heute wird die Schweiz «entköppelt». Oder zumindest fordert das die neue Webseite www.schweiz-entköppeln.ch.  Hier können die User dem bestgewählten Nationalrat der Schweiz (178'090 Stimmen) Flüche an den Hals wünschen.

717 Flüche wurden bis zur Erstellung dieses Artikels bereits verschickt. Am beliebtesten sind:
 

  • Zwanghaftes Onanieren (151 Stimmen)
  • Inkontinenz (113)
  • Impotenz (106)
  • Blitzschlag (76)
  • Maul- und Klauenseuche (75)
  • Schizophrenie (50)
  • Auf den hinteren Rängen folgen: Autounfall, Alzheimer (fortgeschritten), Querschnittslähmung und Ebola.

Hinter der Seite stehen Künstler Philipp Ruch und die Macher des Zürcher Theater Neumarkt, die für ihre Performance am 18. März werben. Laut den Theatermachern ist der «Weltwoche»-Verleger vom Geist Julius Streichers, dem «Stürmer»-Herausgeber und rassistischen Hetzer, besessen. Und den gelte es auszutreiben.

Voodoo-Priester aus Kamerun einfliegen

Weiter heisst es auf der Seite: «Der erfahrene Exorzist Reto Bastian De Samoto wird in einer strengkatholischen Prozession mit dem Schweizer Volk zum Privatdomizil von Roger Köppel nach Küsnacht vordringen. In einem streng rituellen Ablauf wird Streichers Geist aufgeschlitzt. Wir fordern alle Menschen dazu auf, stinkende Fische mitzubringen!»

Und weil doppelt genäht besser hält, werde zusätzlich ein «renommierter Voodoo-Priester aus Kamerun» eingeflogen, der Köppel endgültig verfluchen wird.

Auch wenn man jetzt den Theaterleuten attestieren wollte, die künstlerische Freiheit auszuloten und die Aktion humoristisch zu meinen, mag der SVP-Nationalrat selber nicht lachen.

«Das zeigt, wie primitiv der subventionierte Kulturbetrieb ist»

Auf eine Anfrage von BLICK antwortet Köppel per SMS: «Die Aktion zeigt einfach, wie unglaublich primitiv der subventionierte Kulturbetrieb ist!»

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Ruchs Inserat in «Surprise» (2015). zvg

Schliesslich ist es nicht das erste Mal, dass Köppel Opfer von Künstler Philipp Ruch wird. So rief der deutsch-schweizerische Philosoph letzten September in einer Anzeige: «Tötet Roger Köppel!». Das Schock-Inserat erschien damals im Schweizer Strassenmagazin «Surprise» (BLICK berichtete). «Er muss sterben», sagte Ruch damals. «Im Namen der Menschheit.»

Danach ermittelte die Staatsanwaltschaft - und entschied im Sinne der Künstler: Der Mordaufruf sei klar als künstlerische Darbietung zu erkennen gewesen.

Das Strassenmagzin «Surprise» hatte sich im nachhinein entschuldigt.  (bö)

Publiziert am 15.03.2016 | Aktualisiert am 17.03.2016
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77 Kommentare
  • Heinrich  Zimmer aus Zürich
    17.03.2016
    Das ist ja nun der Gipfel der Stadtraetlichen Begruendung von Frau Corin Mauch, dass man die Kunst nicht bevormunden wolle, das ist wohl Sozialdemokratie Krankheit pur, andere persoenlich verunglimpfen ist dann Kunst. Mein Gott vergib ihnen denn sie wissen nicht was sie tun.
    Und bitte erlöse und von dieser "Regierung" vielleicht gibts ein billigere Lösung statt 24 000.- Franken monatlich, fuer die Sozialdemokratin.
    (Meldung heute im Radio)
  • Gian  Schumacher aus Köniz
    16.03.2016
    statt ihn zu verfluchen, müsste er mit Jaqueline Badran ganz allein auf eine Insel verfrachtet werden. Er würde das kaum überleben.
  • Borrua  Sacha aus widnau
    16.03.2016
    ...wer Andern eine Grube gräbt, fällt meist selbst hinein...
  • Urs  Seeland aus Seeland
    16.03.2016
    Vorab : Ich bin absoluter SVP-Gegner, was nicht heisst, dass ich irgendwie links bin. Ich finde diese Aktion schon etwas zu absurd. Wahrscheinlich war da mal eine kleine Idee, witzig, treffend. Dann kam noch das eine und andere dazu, und keiner merkte, dass der Wagen total überladen wurde. Aber mit der Reaktion sollte sich die SVP eher etwas zurückhalten. Sie sind ja auch nicht immer gerade von Anstand und Umsicht besessen. Am besten wäre es, Köppel würde einfach verschwinden von der Politbühne.
  • werner   zuercher aus Pfaffnau
    16.03.2016
    an diesen sogenannten künstlern sieht man was drogen anrichten können! auch noch einen vodoozauberer aus kamarun einfliegen, toll! dieser wird wohl die gunst der stunde nutzen und sich gleich auf lebzeiten in unser sozialsystem einklinken! bald noch den schweizerpass erhalten unter der auflage ja immer schön links zu wählen! die einzige möglichkeit der linken noch mitglieder zu rekrutieren! hat sich in der vergangenheit zig-tausendfach schon bewährt!