Durchsetzungs-Knatsch: Ex-Freundin attackiert SVP-Nationalrat Hess «Erich, du hast kein Herz!»

BERN - Sylvia Lafranchi (53) war eine prominente SVP-Politikerin. Nun wehrt sie sich vehement gegen die Durchsetzungs-Initiative – und appelliert an ihren langjährigen Lebenspartner Erich Hess (34).

Sieger an der Urne - Wie das Bundeshaus zur Initiative von Erich Hess steht, ist aber noch offen. play
SVP-Nationalrat Erich Hess kämpft an vorderster Front für die Durchsetzungs-Initiative. Andy Müller/EQ Images

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«Diese Initiative ist unmenschlich.» Und es gebe «keinen Grund, unsere Secondo-Freunde anders zu behandeln als die Einheimischen mit dem Schweizer Pass.» Die Worte zum Abstimmungskampf stammen nicht von einem SP-Parlamentarier, sondern von Ex-SVP-Politikerin Sylvia Lafranchi.

Die Bernerin war vor drei Jahren gar offizielle SVP-Kandidatin für die Stadtregierung, trat aber in der Folge aus der Partei aus. Heute kämpft sie via Facebook mit aller Kraft gegen die Durchsetzungs-Initiative, das neuste Anliegen ihrer Ex-Partei.

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Lafranchi befürchtet, dass gut integrierte Secondos  nach einem allfälligen Ja die Leidtragenden wären. Ausserdem sorge die «Mogelpackung» für zusätzliche Kosten, weil dann «jede Bagatelle» ans Bundesgericht weitergezogen würde.

Appell auf Facebook

Den Artikel, den sie vor ein paar Tagen online schaltete, wurde über 1800 Mal geliked und wird bis heute heftig diskutiert. Die Reaktionen sind überwiegend positiv.

Heute legt Lafranchi auf Facebook noch eine Scheibe drauf und wendet sich direkt an Nationalrat Erich Hess. Der prominente SVP-Politiker ist ein Vorkämpfer für die Durchsetzungs-Initiative und der Ex-Freund von Lafranchi. Nun sagt sie deutlich: «Erich, du hast kein Herz!»

Sie will von ihrem Verflossenen wissen, wie viele Freunde ohne Schweizer Pass er habe. «All die Secondos auf dem Bau oder unterwegs in der Stadt mit denen Du um die Häuser ziehst...?», spricht sie Hess direkt an.

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Denn persönliche und familiäre Hintergründe würden bei einer Straftat nicht mehr beachtet, moniert sie. Gewaltentrennung und Rechtsstaat würden bei einem Ja «zerstört», findet sie. Hess soll sich deshalb «einen Ruck» geben, fordert sie ihren Ex auf.

Der denkt gar nicht daran. Im Gegensatz zu Lafranchi ist er überzeugt, dass von der Durchsetzungs-Initiative nur Schwerkriminelle betroffen wären. Apfeldiebe zum Beispiel würden garantiert nicht ausgeschafft.

In einem Video auf seiner eigenen Facebook-Seite legt er diese Position dar. Innerhalb von wenigen Tagen haben es schon fast 70'000 Leute angesehen, sagt er stolz.

Die politischen Differenzen zu Lafranchi will er «im privaten Rahmen bei einem Glas Wein» klären. So oder so sagen auf Anfrage beide, dass sie sich persönlich gut verstehen würden.

«Erich ist schon in Ordnung, aber bei der Durchsetzungs-Initiative ist er auf dem Holzweg», so die Bernerin.

Publiziert am 09.02.2016 | Aktualisiert am 29.07.2016
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139 Kommentare
  • Uriella  Bianca aus Buhwil
    10.02.2016
    wenn ich in die Schweiz zurückkehre, muss ich dann Einzefälle und Bagatellfälle begehen, um von Linken akzeptiert zu werden? Muss ich mich vergewaltigen lassen, damit die armen Jungs sich abreagieren können? Was seid ihr doch für bornierte Ideologen ihr Linken? Nie daran gedacht, dass es jemanden aus der Familie auch treffen könnte? Völlig rücksichtslos zugunsten eurer abartigen Ideologie?
  • Somboon  Saleoff aus Koh Samui Suratani
    10.02.2016
    Tolle Story, tolles Pärchen, tolle Ansichten, ganz subnormaler Schweizer Durchschnitt halt.
  • Sevi  Brunner , via Facebook 10.02.2016
    Ja Herr Elmer. Wir Schweizer sind ja immer die Unschuldslämmer. Besonders wenn es darum geht, z.B. Steuern zu hinterziehen bzw. anderen zu helfen, dies zu tun. Wohlan Herr Elmer, wer frei von Schuld ist, werfe den ersten Stein: nach Ihnen!!!
    • Uriella  Bianca aus Buhwil
      10.02.2016
      und sie führen dann eine Buchhaltung? Wenn ein Schweizer delinquiert, dann dürfen die Ausländer auch? Damit man nicht als fremdenfeindlich gilt, drückt man dann auch alle Augen zu, oder? Wischi Waschi, gell!
  • Dominik  Müller 10.02.2016
    Die kriminellen Ausländer haben anscheinend ein Herz... Haben die Ausländer für uns auch Herz, wenn wir in Ihren Ländern kriminell werden? DENKE NICHT! Die setzten ihre RECHTE und GESETZTE durch, ob Ausländer oder Einheimisch dass spielt keine Rolle..nicht wie hier in der Schweiz! Es gibt genügend Möglichkeiten, um nicht ausgeschafft zu werden und es ist schliesslich EINFACH und nicht unmöglich..! Mein JA zur DI ist schon abgegeben..! Wir werden nur ausgenutzt und die kriminellen lachen uns aus!
    • Karl  Zimmer aus Zürich
      11.02.2016
      Scheint regelrecht konzertierte Aktion zu sein ja alle Daume runter zu druecken, aber ich finde das nicht sehr schlau, meine Meinung ist gemacht, ein herzhaftes JA ist unterwegs (Post)
  • Hanspeter  Elmer aus Glarus
    10.02.2016
    Die Mutter eines Opfers von ausländischen Rasern sagte es richtig: "Es ist kein Menschenrecht kriminell zu sein". Das mögen die Ausländer und Gutmenschen in unserem Land anders sehen, aber zum Glück gibt es immer mehr Schweizer, welche die Opfer in den Fokus stellen und genug davon haben, dass unsere Gefängnisse voll sind mit Ausländern und Schweizern mit Migrationshintergrund. Es ist höchste Zeit, die Werte in unserer Gesellschaft wieder zurecht zu rücken.