Doris Leuthard wird heute zur Bundespräsidentin gewählt – rettet das ihre Partei? Clever, vif, populär

BERN - Heute wird Doris Leuthard neue Bundespräsidentin. Warum das für sie ein Amt zur richtigen Zeit ist und warum es so konträr zur Verfassung ihrer CVP steht.

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Bei Doris Leuthard geht es aufwärts. KEY

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Bei der CVP gibt es zurzeit nur eine Richtung: abwärts! Seit den verlorenen Wahlen 2015 haben die Christdemokraten zwar einen neuen ambitionierten Parteipräsidenten, doch auch mit Gerhard Pfister haben sie fast jede Wahl verloren. Die Zukunft der Schwarzen – so heissen sie in vielen Kantonen als Erben der Katholisch-Konservativen – sieht ziemlich düster aus.

Bei Doris Leuthard ist das anders: Bei ihr geht es aufwärts! Heute Mittwoch winkt der CVP-Bundesrätin, die seit August 2006 im Amt ist, zum zweiten Mal die Wahl zur Bundespräsidentin.

Höhepunkt ihrer Karriere

Es ist ein Amt, das zu ihr passt wie nie zuvor. Leuthard steht auf dem Höhepunkt ihrer Karriere. Viele hatten ihr eine schwierige Aufgabe prophezeit, als sie 2010 aus dem wenig prickelnden Wirtschaftsdepartment ins komplexe und exponierte Infrastrukturdepartement Uvek wechselte.

Fast ein Dutzend Abstimmungen später ist klar: Das Volk vertraut der Infrastrukturministerin. Es hat die Raumplanung und die Finanzierung der Bahninfrastruktur abgesegnet, die zweite Röhre am Gotthard durchgewinkt und Leuthard indirekt das Okay für einen geordneten Ausstieg aus der Atomenergie gegeben.

Wer Leuthards Arbeit näher verfolgt, weiss, dass die Magistratin Lust am Regieren und Bewegen hat. Das wird sie wohl auch als Bundespräsidentin erneut unter Beweis stellen. Wenn die CVP sich am Leuchtfeuer Leuthard orientiert, könnte sie Schwung für die nächsten Wahlen holen.

Publiziert am 07.12.2016 | Aktualisiert am 08.12.2016
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21 Kommentare
  • Urs  Risch , via Facebook 07.12.2016
    Es ist immer wieder interessant, wie Mitte-links Politiker von Blick förmlich in die Höhe gejubelt und Rechtspolitiker verteufelt werden.
  • Jürgen  Bucher 07.12.2016
    Soweit ich das als Deutscher beurteilen kann, waren die Schweizer Bundespräsidentinnen (Sommaruga, Calmy-Rey, Leuthard, sind das alle?) immer sehr fähige und sympathische Persönlichkeiten! Glückwunsch!
  • Andreas  Ruuska 07.12.2016
    Religion in an der Spitze der Regierung. Jeder weiss das dies nur Porbleme gibt aber doch lassen wir es zu. Wann wir die Religion vom Staat getrennt?
    • Kurt  Züst aus St.Gallen
      07.12.2016
      Keine Angst, Herr Ruuska. Diese Frau und ihre Partei haben nicht sehr viel mit christlichen Werten zu tun; ausgenommen aber der neue Parteipräsident Pfister.
  • Urs  Schaad aus Zürich
    07.12.2016
    Mir wären PolitikerInnen, welche den Fokus auf die Schweiz legen wichtiger, als die Wischiwaschiernergiewendeträumer, welche ihre Flexibilität auf ihren eigenen Wendehals reduzieren und meinen, so die Partei retten zu können.
  • emanuel  arnold aus zürich
    07.12.2016
    Es ist fürwahr eine Kunst, sich dermassen inszenieren zu können wie Doris Leuthard. Eigentlich sollte man sie den Grünen vor die Karre spannen – genügend flexibel scheint die Bundesrätin ja.