Doris Leuthard gegen Johann Schneider-Ammann Wer kanns besser?

Auf Bundespräsident Johann Schneider-Ammann folgt am 1. Januar 2017 Bundespräsidentin Doris Leuthard. Zwei, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Höchste Zeit für ein Duell.

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Der Stil

Doris Leuthard nutzt die Vorteile, die sie als Frau bei der öffentlichen Inszenierung durch Kleidung hat, geschickt. Selbst die internationale Presse ist angetan von ihrem Stilgefühl.

Leuthard macht sich Gedanken um ihr Aussehen. Wie bei der Eröffnung des Gotthard-Basistunnels, als sie thematisch passend in einem Loch-Outfit ihres Lieblings-Labels Akris auflief.

Johann Schneider Ammann ist konservativer: Ihn sieht man meist im grauen Anzug. Punkt für Leuthard.

Die Rhetorik

Leuthard ist ein Rhetoriktalent. Sie kann begeistern und überzeugt mit Charme und Witz. Bei Schneider-Ammann wirds höchstens unfreiwillig komisch, etwa bei seiner Rede zum Tag der Kranken, die um die Welt ging.

Pluspunkt für Schneider-Ammann: Er geht souverän mit seiner Redeschwäche um und macht daraus eine Stärke.

Legendär ist mittlerweile sein Satz «Ich will Ordnung im Stall», den er erst für die Landwirtschaft und dann für alle möglichen Themen benutzte. Dennoch: Punkt für Leuthard.

Der Leistungsausweis

Doris Leuthard ist eine erfolgreiche Politikerin. Besonders gut ist sie darin, die eigene Politik zu verkaufen. Das zeigt sich darin, dass sie kaum eine Abstimmung verliert.

Schneider-Ammann, der öffentlich oft eine unglückliche Figur macht, liegt eher das Wirken im Hintergrund. So hat er in den Beziehungen zur EU einen Durchbruch erzielt, der wenig gewürdigt wurde.

Als er im letzten Monat die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin besuchte, konnte er ihr zwei Zugeständnisse abringen: Erstens die Zusicherung, dass die Schweiz in den Verhandlungen nicht unter dem Brexit-Entscheid der Briten leiden soll. Wichtiger ist der zweite Punkt: Merkel signalisierte Bern, dass die Verhandlungen über ein institutionelles Rahmenabkommen nicht drängen. Punkt für Schneider-Ammann.

Publiziert am 07.12.2016 | Aktualisiert am 22.12.2016
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2 Kommentare
  • Jenkins  Roy aus Geneve
    07.12.2016
    Frau Leuthard hätte man schon lange abwählen sollen.
    Ich kann keinen einzigen Punkt nennen was diese Frau geleistet hat
    Ausser war sie eine eifrige Befürworterin von Leuenbergers Via Sicura
    Am TV hat sie noch bestätigt dass eine Fahrzeugwegnahme als die letzte Ausnahme sei Heute nimmt die Polizei durch Raserparagraph jedem Fahrzeuglenker das Fahrzeug ab weltweit einmalig
  • Hans  Leuchli aus Vellerat
    07.12.2016
    Nicht dasss ich ein Fan wäre aber es ist besser für ein Jahr diese Frau an der Spitze zu haben wie den begnadeteten Fettnäpfchentreter aus Langenthal. Die Schweiz muss sich international nicht fremdschämen.
    Frau Leutwiler kann auch mehr als zwei Sätze fehlerfrei und ohne halbdementes äääh aussprechen.
    Ich freue mich auf sie.