Warum sagte Hans-Rudolf Merz das nicht? Doch schon UBS-Daten in den USA!

  • Publiziert: 26.01.2010, Aktualisiert: 13.01.2012
  • Von Henry Habegger

Entgegen Aussagen von Bundesrat Merz sind die Daten von 6 UBS-Kunden schon in den USA.

Eine Panne mehr um die UBS. «Noch keine», antwortet Finanzminister Hans-Rudolf Merz laut Zeitung «Sonntag» auf die Frage, wie viele der 4450 Dossiers von UBS-Kunden bereits in den USA seien. Jetzt zeigt sich, dass das so nicht stimmt.

EFD-Sprecherin Nadia Batzig bestätigt zwar gegenüber BLICK: «Von den 4450 Fällen wurden bisher rund 600 Fälle rechtskräftig verfügt. Noch keines dieser Dossiers ist in die USA gegangen.»

Merz habe nichts davon gewusst

Daneben gab es laut Batzig aber auch 6 UBS-Kunden, die nichts gegen die Datenübergabe an die USA einzuwenden hatten, sogenannte «Konsensfälle».

«Diese Daten sind aufgrund des Einverständnisses des Kunden an die USA gegangen», so Batzig.

Im Finanzdepartement versichert man, Merz habe nichts verheimlichen wollen. Er habe von den «Konsensfällen» vermutlich gar nichts gewusst, als er am Samstag am Rand des FDP-Parteitags mehreren Journalisten Fragen beantwortete, heisst es.

play Finanzminister Hans-Rudolf Merz: Doch schon UBS-Daten an USA ausgeliefert. (Keystone)