33 Länder unterstützen Initiative Die Schweiz will Assad vors Kriegstribunal bringen

BERN - Bundespräsidentin Eveline Widmer-Schlumpf befindet sich gerade auf dem Weg in die USA. Ausseminister Didier Burkhalter weilt bereits in New York. Dort verlangen sie vom Uno-Sicherheitsrat, dass die syrischen Kriegsverbrecher vor den Internationalen Strafgerichtshof gestellt werden.

  • Publiziert: 24.09.2012
  • Von Karin Müller
play Uno-Generalversammlung: Hier sind morgen auch Eveline Widmer-Schlumpf und Didier Burkhalter. (Keystone)

Die Bundesräte sind morgen in der Uno-Generalversammlung. Dort machen sie die beiden für die EDA-Initiative im Kampf gegen Kriegsverbrecher in Syrien stark.

Das Ziel: Die Schweiz will die syrischen Kriegsverbrecher vor den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag bringen. Dies berichtete Radio DRS heute morgen. In seiner Initiative verlangt die Schweiz, dass der Uno-Sicherheitsrat eingeschaltet wird.

Keine Straffreiheit für Kriegsverbrecher

«Die Schweiz will proaktiv dazu beitragen, dass Kriegsverbrecher nicht straffrei ausgehen», sagt EDA-Sprecher Jean-Marc Crevoisier auf Anfrage von Blick.ch.

«Die Vorwürfe wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen in Syrien müssen untersucht und die Verantwortlichen vor Gericht gebracht werden», erklärt Sprecher Crevoisier weiter. Es brauche eine politische Lösung, die global getragen werde.

Die Bundesräte Burkhalter und Widmer-Schlumpf werben seit mehreren Monaten bei Treffen mit anderen Staatsoberhäuptern für ihre Idee. Crevoisier: «33 Länder haben den Brief an den Sicherheitsrat bereits unterschrieben.» Während Westliche Länder sehr positiv auf den Schweizer Vorstoss reagierten, hätte man gerne noch Unterstützung aus Ländern Afrikas und Südamerikas.

Aussenminister Burkhalter lässt keine Zeit verstreichen und wirbt bereits heute in New York aktiv um weitere Mitstreiter um den Frieden in Syrien. Zurzeit sind 120 Staats- und Regierungschefs und hunderte von Ministern dort.

Liste mit Kriegsverbrechern liegt vor

Mit ihrer Initiative stützt die Schweiz den Uno-Menschenrechtsrat. Dort wird nachdrücklich gefordert, die internationale Strafjustiz müsse gegen die syrischen Gewalttäter vorgehen. Laut Radio DRS legte Paulo Pinheiro, der Chef der Uno-Untersuchungskommission, bereits eine Liste mit Namen von Kriegsverbrechern vor.

Beliebteste Kommentare

  • Turi  Gubler
    Das ist die endgültige Bankrotterklärung unserer Neutralität!
  • Sam  Moor , Basel , via Facebook
    Aus Ethischer Sicht finde ich das ja völlig Richtig aber mit der schweizerischen Neutralität ist es dann aus.

Alle Kommentare (38)

  • Philipp  Amstutz
    Wir Schweizer und neutral?? So ein Humbug!
    Auch wenn die Schweiz Bankrott ginge, die Humanität geht vor!!
    Auch zur Hitlerzeit waren wir hauptsächlich auf Profit aus. Das soll nicht wieder passieren! He Mensch entwickle dich und setze dich für andere und das Gemeinschaftswohl auf der ganzen Welt ein!!
    • 24.09.2012
    • 5
    • 31
  •   Granit Rexhaj , Steinen
    ich bin entsetzt von den kommentaren und neutralitäts ausreden. geht mal 1 monat in ein kriesen gebiet leben befor ihr irgendetwas aus der luft greift. wen die frauen von asads truppen vor den augen der ganzen familien vergewaltigt werden. und das sind noch nicht die üblesten sachen. In einem solchen regime würdet ier alle eure meinung ganz schnell ändern. neutralität der schweiz hat überhaupt nichts damit zu tun das man sich für die menschenrechte stark macht! man sollte sich eine scheibe davon abschneiden und nicht kritisieren.
    • 24.09.2012
    • 5
    • 63
    • Daniel  Muenger , Zürich
      Was weisst Du von den wütenden radikalen Islamisten und Al Qaida-Schergen, das Du hier so eine grosse Lippe riskierst? Wir sind politisch Neutral und mischen uns nicht in innerpolitische Angelegenheiten arabischer Staaten ein. Erst recht nicht, wenn wir nicht ganz genau wissen, was da abgeht.
      • 24.09.2012
      • als Kommentar auf   Granit Rexhaj , Steinen
      • 38
      • 3
  • Ruedi  Frauchiger , Egg
    Ich bin entsetzt über die rechtslastigen Kommentare. Was soll das Neutralitätsgeschwafel. Wenn es um Israel geht ist das Geschrei um Neutralität sehr schlecht hörbar. Welches sind denn die so dringenden Probleme in der Schweiz. Vielleicht gewisse Polititiker, die nicht merken, dass sie langsam alt werden?
  • Franz  Steiger
    Wenn man hier liest, dass die meisten im Blick Forum sagen, dass Kriegsverbrecher anzuprangern gegen die Neutralität verstosse, würde ich echt gerne einmal wissen, was die Neutralität in den Augen der Leute eigentlich ist. Bedeutet Neutralität, alles mit Scheuklappen zu betrachten? Steht die Neutralität über der ethischen Verwantwortung, die jeder freie Staat eigentlich haben sollte? Ich würde gerne mal ein paar Erklärungen genau zu diesen Punkten hören.
    • Hans  Blumer
      Seit die Schweiz der UNO beigetreten ist, sind wir nicht mehr neutral, wir sind Partei. Jede Regierung in einem freien Saat hat die oberste Pflicht seine Bevölkerung vor ausländischer Aggression zu schützen, Diese Pflicht und dieses Recht hat auch die jetzige Regierung in Syrien. Wer ist hier der Aggressor? Sind die Medienberichte ausgewogen und neutral?Tatsache ist, das diese Organisation die ganze Welt vor dem 1. und 2. Irakkrieg mit Lügen bombardierte, um diese Kriege in denen Millionen von Zivilisten ermordet wurden zu rechtfertigen. Was hat dieses Verhalten mit Ethik zu tun? Die USA bedienen sich dieser Organisation wann immer sie wollen. Und nichts anderes sind EWS und Burkhalter Diener, Zuträger, Steigbügehalter der USA. Als Schweizer muss man sich für die Arroganz und die Überheblichkeit dieser 2 Figuren nur schämen.
      • 25.09.2012
      • als Kommentar auf Franz  Steiger
      • 22
      • 0
  • Tony  Graven , Zürich
    Es gibt in der Schweiz genug dringende Probleme zu lösen. Das gilt auch für Frau EWS mit ihrem Departement. Zusammen mit Assad soll sie gleich die Al-Qaida vors Kriegstribunal bringen. Die mischt da auch mit. Was bringt diese Aktion? Die Welt wird uns kaum dankbar sein, wenn wir im nachhinein tausende von Flüchtlingen aufnehmen.
Seite 1 2 3 4 5 6 7 »
Seitenanfang

Top 3

1 Bund will Zweitwohnungs-Sünder wegsperren! 3 Jahre Knast!bullet
2 Ems-Chefin Martullo-Blocher rechnet ab «Energiewende ist eine Illusion!»bullet
3 «Schockierter» Baumeister-Verband Zweitwohnungs-Urteil kostet «7000...bullet

Politik