Die Kampagne zur Volksinitiative «Schutz vor Passivrauchen» ist offenbar gut angelaufen. Fünf Wochen vor der Abstimmung erhält die Vorlage gemäss einer ersten Umfrage die Zustimmung von 59 Prozent der Bevölkerung.
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Bald ein landesweit verschärftes Rauchergesetz? Erste Umfragen deuten auf ein Ja hin. (Keystone)
Gegen die Verschärfung des geltenden Rauchverbots spricht sich gegenwärtig nur eine Minderheit von 36 Prozent aus. Dies geht aus einer Umfrage der SRG hervor, die heute Freitag publiziert wurde. Die Erfahrung zeigt allerdings, dass der Ja-Stimmanteil bei Volksbegehren im Laufe einer Kampagne häufig schrumpft. Abgestimmt wird am 23. September.
Die Initiative der Lungenliga will ein schweizweites Rauchverbot, welches über das seit Mai 2010 geltende Bundesgesetz hinaus geht. Ausnahmeregelungen für kleine Gastrobetriebe würden bei einer Annahme wegfallen, und bediente Fumoirs wären nicht mehr zulässig.
Angesichts der Forderung der Initiative ist es wenig erstaunlich, dass zwischen Rauchern und Nichtrauchern ein tiefer Graben verläuft. Erstere lehnen die Vorlage mit 74 Prozent ab. Die Nichtraucher, die in der Bevölkerung zahlenmässig klar stärker sind, sprechen sich dagegen mit 68 Prozent dafür aus.
Auch das zweite Volksbegehren, über das am 23. September abgestimmt wird, findet derzeit eine Mehrheit. 55 Prozent würden der Initiative «Sicheres Wohnen im Alter» zustimmen. Im Tessin, wo der Altersdurchschnitt über dem nationalen Mittel liegt, fällt die Zustimmung für die Initiative des Hauseigentümerverbands mit 74 Prozent derzeit besonders deutlich aus.
Unbestritten scheint die Vorlage zur Förderung der musikalischen Bildung. Der Bundesbeschluss, der die Jugendmusikförderung in der Verfassung festschreiben und schweizweit harmonisieren will, findet derzeit die Zustimmung von 68 Prozent.
Für die Umfrage im Auftrag der SRG befragte das Forschungsinstitut gfs.bern im August rund 1200 stimmberechtigte Personen. Die Fehlerquote beträgt plus/minus 2,9 Prozent. (sda)
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