Abstimmungs-Prognose Die Mehrheit will ein schärferes Rauchverbot

Die Kampagne zur Volksinitiative «Schutz vor Passivrauchen» ist offenbar gut angelaufen. Fünf Wochen vor der Abstimmung erhält die Vorlage gemäss einer ersten Umfrage die Zustimmung von 59 Prozent der Bevölkerung.

  • Publiziert: 17.08.2012
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play Bald ein landesweit verschärftes Rauchergesetz? Erste Umfragen deuten auf ein Ja hin. (Keystone)

Gegen die Verschärfung des geltenden Rauchverbots spricht sich gegenwärtig nur eine Minderheit von 36 Prozent aus. Dies geht aus einer Umfrage der SRG hervor, die heute Freitag publiziert wurde. Die Erfahrung zeigt allerdings, dass der Ja-Stimmanteil bei Volksbegehren im Laufe einer Kampagne häufig schrumpft. Abgestimmt wird am 23. September.

Die Initiative der Lungenliga will ein schweizweites Rauchverbot, welches über das seit Mai 2010 geltende Bundesgesetz hinaus geht. Ausnahmeregelungen für kleine Gastrobetriebe würden bei einer Annahme wegfallen, und bediente Fumoirs wären nicht mehr zulässig.

Raucher und Nichtraucher tief gespalten

Angesichts der Forderung der Initiative ist es wenig erstaunlich, dass zwischen Rauchern und Nichtrauchern ein tiefer Graben verläuft. Erstere lehnen die Vorlage mit 74 Prozent ab. Die Nichtraucher, die in der Bevölkerung zahlenmässig klar stärker sind, sprechen sich dagegen mit 68 Prozent dafür aus.

Jugendmusikförderung unbestritten

Auch das zweite Volksbegehren, über das am 23. September abgestimmt wird, findet derzeit eine Mehrheit. 55 Prozent würden der Initiative «Sicheres Wohnen im Alter» zustimmen. Im Tessin, wo der Altersdurchschnitt über dem nationalen Mittel liegt, fällt die Zustimmung für die Initiative des Hauseigentümerverbands mit 74 Prozent derzeit besonders deutlich aus.

Unbestritten scheint die Vorlage zur Förderung der musikalischen Bildung. Der Bundesbeschluss, der die Jugendmusikförderung in der Verfassung festschreiben und schweizweit harmonisieren will, findet derzeit die Zustimmung von 68 Prozent.

Für die Umfrage im Auftrag der SRG befragte das Forschungsinstitut gfs.bern im August rund 1200 stimmberechtigte Personen. Die Fehlerquote beträgt plus/minus 2,9 Prozent. (sda)

Beliebteste Kommentare

  • Daniel  Huber
    Priortäten setzen:
    Noch nie wurde in Bern so schnell ein Gesetz geboren, wie das Rauchverbot. Jetzt sollen mal zuerst die Asylgesuche auch so schnell behandelt werden und dann können wir wieder an diesem Gesetz weiterfeilen.
  • Silvano  Polinetti , maunin
    Mein Gegenvorschlag: Rauchverbot so lassen wie es ist.
    Dafür Abstimmung über: Verschärfte Asylgesetzte

Alle Kommentare (19)

  • Daniel  Muenger , Zürich
    Und wer sagt mir, das die geschädigten Nichtraucher nicht allesamt Grilleure sind? Und deshalb will ich auch das Grillieren verbieten! Auch da bin ich nämlich Passivraucher!
  • Danni  Stufer , Schwinningen
    Wenn ich im Restaurant bin und pinkeln muss, gehe ich kurz raus. Leider ist für einige Raucher dieser Grundlegende Anstand/Rücksicht nicht vorhanden, obwohl Passivrauch lebensgefährlich ist.
    Es geht nur um den Schutz vor Passivrauch, nicht um den Schutz der Raucher vor sich selbst. Bitte informiert euch seriös!
  • René  Schlapbach , Thun
    Liebe Leute macht unsere AHV doch noch ganz Kaputt hoffe das dan alle nicht Raucher gewillt sind mehr AHV zu bezahlen und dan bitte nicht jammern wen ihr Keine AHV mehr bekommt denke. Wisst ihr wieviel Steuern heute pro Schachtel ist? Dieses Geld geht verloren wo Fordern sie den das Verlorene Geld wider ein? Dan wäre ich auch sofort dafür den Alk zu verbieten denke der Löst noch mehr schaden an als einer der Raucht. Finde es schade das man die Raucher so einschränkt aber eben die jammern dan früh genug und holen das verlorene geld wo anders wider rein. Sollen dan mal die gegner das ausgleichen.
  • johannes  de Wilde , Goldach
    Was passiert als nächste .... ein beiz ohne alkohol ??
    Wir sind doch kein kleine kinder , Wenns so weiter geht streicht auch noch die feuerwehr weil die auch recht haben auf ein rauchfreie arbeitsplatz
  • anton  lienhard
    Rauchen ist halt nicht mehr eine Privatsache. Die Nichtraucher bezahlen die Krankenkassenprämien auch für Raucher, daher sollten die Raucher höhere Krankenkassenprämien bezahlen oder das Rauchen sollte absolut verboten werden, wie auch Heroin und Kokain verboten ist. Wo ist da denn der Unterschied?
    • René  Schlapbach , Thun
      Aber dan auch die Alkaholiker die mehr bezahlen müssen und auch der Rest schaden den sie Anstellen. Immer gegen die Raucher. sagt uns doch noch wan wir ins Bett müssen was wir essen müssen und macht das ganze system kaputt
      • 18.08.2012
      • als Kommentar auf anton  lienhard
      • 68
      • 24
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