Die BDP ist trotz Abstimmungs-Siegen eine bedeutungslose Verliererpartei Immer gewonnen, dennoch zerronnen

Die BDP hat alle zwölf Volksabstimmungen dieser Legislatur gewonnen, dennoch hat das Interesse an der Kleinpartei stark abgenommen. SVP und FDP sind im Nationalrat auch ohne Hilfe der BDP in der Überzahl.

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Vier Sessionen sind seit der Rücktrittsankündigung von Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf im November 2015 vergangen. Seither ist die BDP eine normale Kleinpartei. Und in dieser Zeit zu einer wahren Volkspartei avanciert. Parteichef Martin Landolt hat alle zwölf Volksabstimmungen dieser Legislatur gewonnen.

Egal ob grüne Wirtschaft, Asylgesetz oder zweite Gotthardröhre – stets war die Volksmehrheit auf seiner Seite. «Eveline Widmer-Schlumpf hat als Finanzministerin alle Volksabstimmungen gewonnen – wir führen dieses Erbe weiter», freut sich Landolt.

Die Siegesserie sei kein Zufall, denn die BDP stehe für Kompromissfähigkeit und eine lösungsorientierte Politik, nahe bei den Menschen.

Im Parlament läuft es für die 2008 als Auffangbecken für unzufriedene SVP-Politiker gegründete Partei weitaus weniger rund.

Kaum mehr Einfluss

Acht Parlamentarier sind es seit der Wahlschlappe von 2015 noch. Und sie haben ihren Einfluss, knappe Entscheide in die eine oder andere Richtung zu kippen, fast komplett verloren. «Das erklärt sich weder mit dem Rücktritt unserer Bundes­rätin noch mit den Sitzverlusten, sondern mit dem Rechtsrutsch», so Landolt.

In der Tat konnte sich die BDP in der letzten Legislatur 2011 bis 2015 auf die Seite der SVP und FDP schlagen – und so einer rechten Mehrheit zum Durchbruch verhelfen. Sie konnte aber ebenso zusammen mit den Linksparteien und der CVP eine linke Mehrheit bilden.

Jetzt sind SVP und FDP im Nationalrat auch ohne Hilfe in der Überzahl – die BDP fällt zwischen Stuhl und Bank. Auch das öffentliche Interesse an der Kleinpartei hat stark abgenommen. 2015 schrieben alle Zeitungen im Land doppelt so häufig über die BDP als bislang in diesem Jahr. Das bedauert Landolt – fordert von sich und seinem Team aber selbstkritisch, ihre Anliegen besser und emotionaler zu verkaufen.

Der Glarner zieht aber auch ein positives Fazit des Abgangs seiner Bundesrätin. «Wir werden seither viel weniger als Widmer-Schlumpf-Partei oder -Fanclub angesehen. Dies öffnet auch Chancen.» 

Publiziert am 04.10.2016 | Aktualisiert am 02.01.2017

FDP gewinnt

Bern – Auch die FDP hat alle Volksabstimmungen der Legislatur gewonnen. «Die FDP ist in den letzten Jahren wieder zu einer Volkspartei geworden. Wir sind täglich bei den Leuten, um mit ihnen über ihre Anliegen und Sorgen zu sprechen», sagt Präsidentin Petra Gössi. Am schlechtesten schnitten die Grünen ab. Sie verloren die Hälfte aller Urnengänge.

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15 Kommentare
  • Peter  Sieber aus Zürich
    04.10.2016
    Ja das ist die Taktik von der BDP, sich überall dort zu positionieren wo man eine Mehrheit haben könnte egal ob Links oder Bürgerlich. Sie meinen dann wenn die Leute sehen dass sie immer auf der "richtigen" Seite stehen wählen sie dann sicher die BDP. Wirklich ehrlich ist das aber garnicht und es macht es einem auch sehr schwierig überhaupt zu erahnen was sie in den nächsten 4 Jahren für Positionen einnehmen. Ehemalige SVPler und teilweise so einen Gewaltigen Positionenwechsel? Unglaubwürdig.
    • Anselm-Gilbert  Karlen aus Naters
      04.10.2016
      Vielleicht wissen diese Leute im Gegensatz zu der SVP was sie wollen. Haben die Gabe auch mal einen Kompromiss einzugehen. Ihnen ist die Lösung eines Problems wichtiger als nur die Durchsetzung ihrer Position. Verharren an einer Position und so eine Reform auf den St. Nimmerleinstag verschieben ist für die BDP keine Variante. Das ist der doch der Unerschied zwischen der SVP und den heutigen BDP`ler. Alles klar?
  • Linda  Marbach aus Basel
    04.10.2016
    Die BDP hat nie gewonnen. Sie schlägt sich wie die CVP immer auf die Seite der wahrscheinlichen Gewinner um sich dann als "Sieger" feiern zu lassen. Das Ganze nennt sich dann "politisieren".
  • Stefan  Straessle , via Facebook 04.10.2016
    Die BDP ist überflüssig, hat aber immer noch 7 Nationalräte. Jede dieser Personen verdient mindestens 133000 Fr. im Jahr zu Lasten der Steuerzahler.
  • Gian  Schumacher aus Köniz
    04.10.2016
    für Landolt ist die Sache klar, er sagt es auch immer wieder - der Blocher ist schuld. Als Politrezept genügt das halt einfach nicht, obwohl viele auch der Meinung sind der Blocher .....
  • Hans-Jürg  Läser aus Wichtrach
    04.10.2016
    verwundert überhaupt nicht, nur Luft und ein überheblicher Parteipräsident