Der Präsident des Islamischen Zentralrats pflegt beste Kontakte zu muslimischen Hardlinern Das unheimliche Netzwerk des Schweizer Scheichs

Nicolas Blancho, Präsident des Islamischen Zentralrats, pflegt beste Kontakte zu muslimischen Hardlinern. Einer von ihnen wurde jetzt verhaftet.

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Konvertierte mit 16 Jahren zum Islam: Nicolas Blancho, Präsident des Islamischen Zentralrats der Schweiz

Keystone

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Gemässigte Muslime weltweit verurteilen das brutale Regime der Terroristen des Islamischen Staats (IS). In der Schweiz veröffentlichten Muslime und Juden vergangene Woche eine gemeinsame Erklärung, sprachen sich klar gegen Gewalt aus. Nicht unterzeichnet hat der Islamische Zentralrat der Schweiz (IZRS).

Die Verantwortlichen der radikalen Muslimorganisation mit Sitz in Bern tun sich seit jeher schwer damit, sich von religiösen Fanatikern zu distanzieren – und bleiben deshalb bei nationalen Bündnissen meist aussen vor. Ganz anders auf internationaler Ebene. Bei islamischen Hardlinern im Nahen Osten und auf dem Balkan geniesst der Zentralrat mit seinem Präsidenten Nicolas Blancho (31) grosses Ansehen.

Weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit hat sich Konvertit Blancho, der sich mit dem Titel «Sheikh» schmückt, in den letzten Jahren beste Kontakte zu einflussreichen und finanzkräftigen Akteuren in der islamischen Welt aufgebaut. Blancho ist dort, wo das Geld ist: vor allem in den Golfstaaten Katar und Kuwait. Durch ihre reichen Partner sichern sich die Zentralrats-Vorstände die nötigen finanziellen Mittel, um den Steinzeit-Islam in der Schweiz zu verbreiten.

Das jährliche Budget des IZRS dürfte sich auf mehrere Hunderttausend Franken belaufen. Erst kürzlich bezog der Verein neue, grössere Büros in einem Berner Industriequartier. Bewusst hält er die genaue Adresse geheim.

Die Zahl der Mitglieder steigt ständig: Ende Juni waren es bereits über 3100. Diesen bietet der IZRS kostenlose Rechtsberatung an, Interessierte können an zwei Terminen im Monat zum Islam konvertieren.

Recherchen von SonntagsBlick zeigen, wie gross das Netzwerk der islamischen Fundamentalisten ist – und mit wem sie geschäften.

Insgesamt neun Vereine hat Nicolas Blancho, der fliessend Arabisch spricht, in den letzten Jahren gegründet und ins Handelsregister eintragen lassen. Sie alle haben ihren Berner Sitz bei jener Baufirma, bei welcher der Islamische Zentralrat registriert ist.

Die Vereine haben Namen wie Pro Populus Hauran, Internationale Union der Koranrezitoren und Internationaler Islamischer Kooperationsrat. Über sie kann Blancho in den reichen Golfstaaten Geld sammeln. Sie sind auf ausländische Geldgeber ausgerichtet. So kostet die Mitgliedschaft teilweise 1000 US-Dollar jährlich.

Ein Blick ins Handelsregister zeigt, wer die Mitglieder sind. Eines von ihnen wurde Anfang September im Kosovo verhaftet: Shefqet Krasniqi (48). Der Imam der Grossen Moschee in Pristina sitzt mit Blancho im Vorstand des Vereins Association des Savants Musulmans (ASM) mit Sitz in Bern. Die kosovarische Staatsanwaltschaft wirft Krasniqi und 14 anderen Verhafteten Terrorismus vor, dazu Bedrohung der verfassungsgemässen Ordnung und Hasspredigten.

Über Ismail Imad Eldin Bakri hat der Zentralrat eine grosse Nähe zu Extremisten. Bakri, ein Niederländer, sitzt mit Blancho ebenfalls im Vorstand der ASM, ausserdem im Internationalen Islamischen Koopera­tionsrat und in der Union der internationalen humanitären Organisationen – alles Vereine, die an derselben Adresse wie der IZRS registriert sind.

Bakri ist geschäftlich in England tätig. Am Sitz seiner Firma ist ein Web-TV-Sender angemeldet, auf welchem gefürchtete Imame den Hass gegen Andersgläubige predigen.

Der Katari Abdulaziz Abdulrahman, der Anfang September mit Blancho zwei neue Wohl­tätigkeitsorganisationen gegründet hat, ist seit 2002 Vorsitzender der staatlichen Qatar Charitable Society (QCS). Terrorfürst Osama Bin Laden (1957–2011) soll diese Organisation als einen Kanal bezeichnet haben, durch den Geld an Al Kaida floss.

Imam Adel Hassan Hamad, der mit Blancho im Vorstand der ASM sitzt, wurde es in seinem Heimatland Bahrain verboten, in Moscheen Predigten zu halten. Er hatte sich dezidiert gegen den Bau einer katholischen Kirche in Bahrain ausgesprochen.

Kein Unbekannter ist Umaamah Adnan, der ebenfalls im Vorstand der ASM einsitzt: Er gilt als Gehilfe des libanesischen Salafisten Dai al-Islam Shahhal. Dieser spricht sich zwar gegen IS aus, träumt gleichzeitig aber selber von einem Kalifat im

Libanon. Zum Aufbau seiner Organisation soll er über eine Million Dollar von RIHS erhalten haben, einer Organisation, die sowohl in der Schweiz als auch in den USA auf der schwarzen Liste von Terrorfinanzierern steht.

Blancho und der Islamische Zentralrat wollten zu ihren Partnern keine Auskünfte geben. Auf der Homepage des Zentralrats aber fordert Nicolas Blancho die Freilassung des verhafteten Imams Shefqet Krasniqi. Die Vorwürfe gegen ihn seien haltlos: «Seine wie die Verhaftung anderer Würden­träger ist eine Schande.»

Nicolas Blancho bestreitet, dass über die Vereine Geld an den Islamischen Zentralrat fliesst. Alle Vereine seien Zweigniederlassungen, gegründet auf Wunsch der jeweiligen Präsidenten im Ausland.

Publiziert am 21.09.2014 | Aktualisiert am 21.09.2014
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57 Kommentare
  • Peter  Müller aus Adliswil
    21.09.2014
    Die brutale Vorgehensweise wird von 99 Prozent der Muslime hart verurteilt. Eine Schande was die tun! Aber wir dürfen nicht vergessen, dass die Bushs mit Lügen und Kreuzzug Aussagen den Irak angegriffen haben. Das Land wurde dermaßen destabilisiert, dass sich solche Fanatiker überhaupt bilden konnten. Über die Hälfte der Amerikaner glaubt heute noch, Saddam Hussein wäre für 9/11 verantwortlich. Was für eine Welt...
  • Juerg  Wildeisen , via Facebook 21.09.2014
    Ist halt schon so hier kuscht die Politik Regierung und die Executive. Jedoch wenn die Hells in Zuerich mal Party machen wird gleich der Ausnahmezustand ausgerufen. Wie lange gehts noch bis uns diese islamis Befehlen Frauen sich zu verhüllen, no Alk, no Fun, no Musik? Ich warte darauf um zu schauen was die Landesregierung dann machen will.
  • Coni  Müller 21.09.2014
    So lange er kein Verkehrsdelikt begeht passiert nichts. Es ist einfach nur noch eine Katastrophe in diesem Land.
  • Simon Andreas  Schild 21.09.2014
    Ich bin ausnahmsweise für ein neues Gesetzt. Wird eine Person zu einem Sicherheitsrisiko eingestuft, indem diese Person Gewalttaten etc. verherrlicht oder begünstigt, zu Massenmord und solchen Tätigkeiten aufruf, kann diese Person als ungewünscht Person deklariert werden. Ab diesem Zeitpunkt hat diese Person 2 Jahre Zeit, sich ein neues Land auszusuchen in dem diese Person leben will. Ist diese nach 2 Jahren immer noch im Land, Verwahrung der Person aus Lebenszeit. So kann er es sich aussuchen.
  • Bernd  Lehnherr aus Torrevieja
    21.09.2014
    Dieser radikale Religionswahnsinn,hat in unserer Neuzeit,einfach keinen Platz.Egal welche Religion.Radikalismuss gehoert zu verbieten und zu bekaempfen und abzuschaffen.