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Roger Schawinski versuchte gestern vergeblich, Anita Fetz in seiner Talk-Show bei SF verbal auseinanderzunehmen.
Bereits in den ersten Minuten der Sendung zeigte sich, wie Schawinski der SP-Ständerätin auf den Zahn zu fühlen geplant hatte. Sie sei eine ehemalige linke Rebellin, die nun zum politischen Mainstream gehöre und ihre eigenen Überzeugungen verraten habe. Etwa den Marxismus ihrer ersten Partei, der Poch. «Als Feministin kann ich doch gar keine Marxistin sein», konterte Fetz verwundert.
Schawinski mit schlampiger Vorbereitung?
Schawinski hatte nichts entgegenzusetzen und wechselte hastig das Thema. In der Folge offenbarte der Talker seine wohl eher schlampige Vorbereitung. SP-Urgestein Helmut Hubacher halte sie für profilierungssüchtig, behauptete er etwa.
Das sei ihr neu, entgegnete Fetz. Hubacher sei schliesslich einer ihrer wichtigsten Mentoren. So schmetterte die Baslerin jede Attacke des Zürchers souverän ab und stellte vermeintlich brisante Zitate in den richtigen Zusammenhang – ohne dabei arrogant zu wirken, wie ihr Kritiker oft vorwerfen.
«Zusammenhänge nicht gesehen»
«Ja, ich hab mich ganz gut geschlagen», sagt Anita Fetz zu Blick am Abend. Sie sei heute oft auf die Sendung angesprochen worden. Die Reaktionen seien durchwegs positiv.
Und wie erklärt sie sich den schwachen Auftritt Schawinskis? «Er hat bei seiner Schnellrecherche eben viele Dinge aus den 80er Jahren ausgegraben», sagt Fetz. «Da hat er wohl einige Zusammenhänge nicht mehr richtig gesehen.» (rrt)
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