Deklarations-Pflicht So viel Subventionen kassiert Polit-Bauer Hansjörg Walter

7000 Franken für den regelmässigen Auslauf der 37 Kühe. SVP-Nationalrat Hansjörg Walter legt detailliert seine Direktzahlungen des Bundes offen.

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SVP-Nationalrat Hansjörg Walter hatte sich gegen die Publikation der Subventionen für seinen Landwirtschaftsbetrieb gewehrt. Doch nun geht der Thurgauer Bauer in die Offensive und publiziert detailliert alle Direktzahlungen, welche er vom Bund erhält.

Hintergrund: SonntagsBlick hatte beim Bundesamt für Landwirtschaft alle Subventionsbeiträge an aktive Bundespolitiker angefragt. Viele Polit-Bauern legten ihre Direktzahlungen im vergangenen Jahr freiwillig offen. Walter hingegen wehrte sich beim eidgenössischen Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragten dagegen. Doch dieser plädierte letzte Woche in seinem Schlichtungsentscheid für eine Publikation. Das öffentliche Interesse sei gegeben.

Walter erhielt 2015 für seinen 33 Hektaren grossen Hof im thurgauischen Wängi, den er und seine Frau Madeleine mit einem Angestellten und einem Lehrling betreibt, 65’023 Franken an Direktzahlungen. Deutlich mehr als Toni Brunner, der auf 35'000 Franken kommt. In den Jahren 2013 bekam Walter 62’118 Franken, 2014 waren es 63’180 Franken. Der Hof gehört zu den grossen Landwirtschaftsbetrieben der Schweiz.

Direktzahlungen an Hansjörg Walter 2015

Versorgungssicherheitsbeiträge: 34’363.00
Biodiversitätsbeiträge: 4266.00
Landschaftsqualitätsbeiträge: 1907.60
Beitrag für graslandbasierte Milch- und Fleischproduktion: 4238.00
Beitrag für regelmässigen Auslauf der Tiere: 6921.00
Ressourceneffizientsbeiträge: 483.00
Einzelkulturbeitrage: 6200.00
Übergangsbeitrag: 6644.55

Total: 65’023.15 Franken

Steckbrief des Bauernhofs von Hansjörg Walter:

Grösse
33,59 ha landwirtschaftliche Nutzfläche

1,84 ha Biodiversitätsförderfläche             
11,83 ha Dauergrünfläche               
19,92 ha Ackerflächen/Dauerkulturen     

davon:  
6,70 ha Getreide           
0,70 ha Mais               
3,00 ha Zuckerrüben           
2,00 ha Raps               
7,52 ha Kunstwiesen                  

60 Obstbäume (Hochstämme)
2,00 ha Wald

Viehbestand
37 Braunvieh-Kühe (37,3 GVE)
– Silagefreie Fütterung, Käsereimilch
– Kälber bis zwei Monate
– Jungvieh im Aufzuchtvertrag

Milchproduktion
Käsereimilch für Appenzellerkäse
– Tägliche Hofabfuhr

Lohnarbeiten
Mähdreschen (2-Claas-Mähdrescher)

Publiziert am 22.03.2016 | Aktualisiert am 02.05.2016
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76 Kommentare
  • Rolf  Hess 23.03.2016
    Wenn die Schweiz aber fremden Despoten und Diktatoren Milliarden Entwicklungshilfe in den Hintern schoppen, reklamiert die Linke auch nicht. Das Geld, das wir von dort her nie mehr sehen, muss auch zuerst verdient werden.
  • Hedy  Wyss aus Baden
    22.03.2016
    Ein Skandal! 60000 Agrasozialhilfe-Bezüger müssen vom Steuerzahler ernährt werden. Und aus Dankbarkeit setzen sich diese und ihre Partei, die SVP, dann dafür ein, dass wir uns mit deren qualitativ minderwertigen Lebensmitteln ernähren müssen. Zum Glück ist der Weg nach Deutschland nicht weit!
    • Rolf  Hess 23.03.2016
      Wie wissen Sie denn, ob da qualitativ minderwertige Lebensmittel produziert werden und dass die aus Deutschland besser sind? Schreiben Sie doch nicht so einen Kuhmist, wenn Sie es nicht besser verstehen.
  • Chris  Huber 22.03.2016
    Herr Solario, ich hoffe sie arbeiten auch in Frankreich, dann ist alles in Ordnung.
  • Furger  Roland aus Sarnen
    22.03.2016
    Subventionierung ganz einfach: Beitrag zu zum Unterhalt des Kulturlands Fr/ m2. Was auf dem Land Betriebswirtschaftlich gemacht wird ist den Unternehmern (Bauern) überlassen ohne weitere Subventionierungen.
  • Claude  Marty 22.03.2016
    Das ist doch absolut in Ordnung.
    Diverse Sozialbezüger sind bis zu Fr 30000.- pro Monat unterstützt, ohne auch nur einen Finger herauszunehmen !!
    Diese Abzügler könnten beim Bauer XY für Fr 4000.- im Monat arbeiten und wären immer noch billiger als die Subventionen.
    Sozialunterstützung ist skandalös !!
    • Werner  Schlumpf 22.03.2016
      Ich denke Claude Marty, dass Sie bei Ihrem genannten Betrag von CHF 30000 eine Null zu viel geschrieben haben! 30000 pro Monat, unmöglich. Zuerst überlegen - dann erst schreiben...