De Watteville verlässt Ueli Maurers Finanzen: Unser EU-Super-Verhandler ist jetzt Rentner

Jacques de Watteville, der Staatssekretär für internationale Finanzfragen (SIF), geht Ende Juni in Pension. Er bleibt aber Super-Verhandler mit der EU.

Staatssekretär Jacques de Watteville wird pensioniert, bleibt aber Chefunterhändler für die Verhandlungen der Schweiz mit der EU. play
Staatssekretär Jacques de Watteville wird pensioniert, bleibt aber Chefunterhändler für die Verhandlungen der Schweiz mit der EU. KEYSTONE/PETER KLAUNZER

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De Watteville, der im Juni 65 Jahre alt wird, verlässt das SIF aus Altersgründen. Er habe bereits im November entschieden, sich ordentlich pensionieren zu lassen, sagte eine Sprecherin des Finanzdepartements. Mit dem Wechsel im Departement, das neu von Bundesrat Ueli Maurer geleitet wird, habe dieser Entscheid nichts zu tun.

De Watteville wird über seine Pensionierung hinaus als Chefunterhändler für die Gesamtheit der Verhandlungen mit der Europäischen Union im Rang eines Staatssekretärs tätig sein. Er ist dafür verantwortlich, die Verhandlungen zu koordinieren.

Der Diplomat übt diese Tätigkeit seit dem 12. August 2015 aus und ist in dieser Funktion dem Vorsteher des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) unterstellt.

Das SIF leitete de Watteville seit dem 1. November 2013. Unter seiner Leitung seien wichtige Reformen im internationalen Finanz- und Steuerbereich im Interesse der Schweiz umgesetzt worden, hält der Bundesrat fest.

Zahlreiche Anpassungen seien in den Vorjahren in die Wege geleitet worden und befänden sich jetzt in der Umsetzungsphase, namentlich der automatische Informationsaustausch in Steuersachen (AIA), Verbesserungen des Marktzugangs für Finanzdienstleister und neue Kapitalvorschriften im Zusammenhang mit den «Too-big-to-fail»-Bestimmungen.

In der Bekämpfung von Geldwäscherei und Terrorismusfinanzierung habe die Schweiz ihren Rechtsrahmen internationalen Standards angepasst. Auch habe sich die Schweiz die erneute Teilnahme an den Finanztreffen der G20 unter der Präsidentschaft Chinas 2016 sichern können.

Bilaterale Beziehungen - insbesondere mit den USA und den Nachbarländern - hätten in der Amtszeit von de Watteville «weitestgehend normalisiert» werden können, schreibt der Bundesrat. (sda)

Publiziert am 20.01.2016 | Aktualisiert am 28.06.2016
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9 Kommentare
  • Ernst  Rietmann aus Weinfelden
    21.01.2016
    All diejenigen, die sich hier kritisch gegenüber De Watteville dürften kaum eine Ahnung haben, was dieser Mann überhaupt gemacht und geleistet hat. Da wird ihm pauschal EU-Hörigkeit vorgeworfen, obwohl er bei weitem nicht nur mit der EU verhandelte. Vermutlich wird die Öffentlichkeit aus diversen Gründen auch nie erfahren, was er alles geleistet hat. Fakt ist, dass er überall ein anerkannter Gesprächspartner war. Das wird man nicht mit Hörigkeit sondern auch mit Verlässlichkeit und Vertrauen.
  • Yves  Ebneter aus Winterthur
    20.01.2016
    Soll doch gehen. Die Schweiz verhandelt schon lange nicht mehr und fügt sich jeder Regulierung der EU.
  • Nina  Frei 20.01.2016
    Dieser Mann hat der Schweiz viel Schaden zugefügt.
  • Markus  Thalmann aus Luzern
    20.01.2016
    Na endlich ein EU-Turbo weniger. Das Finanzdepartement hat noch einige Zeitbomben im Keller welche durch die Sozialisten gelegt wurden, ich hoffe darauf dass Maurer diese entschärft.
  • Ernst  Strickler aus Bülach
    20.01.2016
    Klaro hat das nichts mit dem Maurer Ueli zu tun, wenigstens ist er sehr diplomatisch bis zum Schluss! Hätte er sich doch gern noch eine Aff-fähre geholt und mal wen er etwas vorlegen will KäLuscht gehört und solche Nettigkeiten. Ja so darf er jetzt nicht mit dem SVP-Magistraten Würstlibröttlä im Wald, bei Käse und Chlöpfmoscht! Soll der Maurer selber in die USA und nach Brüssel reisen, aber auch da vermutlich wieder KäLuscht! Maurer muss einfach MINDESTENS die gleiche Leistung wie EWS bringen!!!