Exklusiv-Umfrage: Das Volk will Sommaruga

  • Publiziert: 11.07.2010, Aktualisiert: 17.01.2012
  • Von Marcel Odermatt und Reza Rafi

Für die Stimmbürger ist klar: Simonetta Sommaruga soll Nachfolgerin von Moritz Leuenberger werden.

Bei Umfragen zur Glaubwürdigkeit von Politikern verbucht sie regelmässig Spitzenwerte: die Ständerätin Simonetta Sommaruga. Seit Jahren gilt die 50-jährige Konsumentenschützerin aus Bern als erste Wahl für die Nachfolge von Bundesrat Moritz Leuenberger (63).

Ihrer Favoritenrolle wird sie auch in einer repräsentativen Umfrage gerecht, die das Marktforschungsinstitut Isopublic im Auftrag von SonntagsBlick und «Il Caffè» durchgeführt hat: 43,4 Prozent der 600 Befragten wollen, dass Sommaruga vom Parlament in die Landesregierung gewählt wird (siehe unten). Die gelernte Pianistin, die in Bundesbern im rechten Flügel der SP politisiert, gilt als pragmatisch. Das macht sie auch für viele bürgerliche Politiker wählbar.

Ähnlich das Bild an der Basis: Die Umfrage zeigt, dass Sommaruga nicht nur im SP-Lager, sondern auch bei CVP-, FDP- und SVP-Wählern Rückhalt geniesst. Auch dort rangiert sie an der Spitze der Zustimmungswerte. Widerstand gegen ihre Kandidatur droht ausgerechnet von SP-Genossen: Die Parteilinke verzeiht ihr das «Gurtenmanifest» nicht; in dem Papier, von Kritikern als «Gurkenmanifest» verpönt, forderte Sommaruga 2001 einen Rechtsruck der SP.

Pascale Bruderer Wyss (33) folgt in der Umfrage überraschend mit 31,6 Prozent auf dem zweiten Rang. Sie profitiert vom Popularitätsschub und der Medienpräsenz, den ihr das Amt als Nationalratspräsidentin einbringt. Die Aargauerin, wie Sommaruga am rechten Flügel der SP angesiedelt, punktet wie sie im bürgerlichen Lager. Enttäuschend dürfte die Umfrage für die ambitionierte Nationalrätin Jacqueline Fehr (47) sein. Nur 17,9 Prozent wollen die Zürcher Familienpolitikerin im Bundesrat. 

Exklusiv-Umfrage

play Sommaruga hätte in der Bevölkerung klar die besten Karten. (RDB)