Das meint BLICK zum Atomausstiegs-Nein CVP-Energieministerin Leuthard kann doppelt aufatmen

Die 46 Prozent Stimmen für den Atomausstieg sind ein Votum für die Energiestrategie 2050, sagt BLICK-Politikredaktor Ruedi Studer.

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Atomausstieg: Doris Leuthard kann sich über «Nein» doppelt freuen play
 

Erstens: Der von den Grünen angepeilte Turbo-Atomausstieg ist vom Tisch.

Zweitens: Der Ja-Anteil von 46 Prozent ist genügend hoch, dass ein Atomenergie-Revival hierzulande keine Zukunft hat. Längerfristig ist der Atomausstieg damit besiegelt.

Gute Nachrichten für Leuthards Energiestrategie 2050 also, welche den Atomausstieg in einem gemächlicheren Marschtempo anvisiert. Der Volksentscheid bedeutet Rückhalt für den Ausstiegs-Kompromiss. Denn dieser wird auch von den Mitteparteien CVP und BDP sowie Teilen der FDP unterstützt, welche die Grünen-Initiative bekämpft haben.

Der Volksentscheid ist ein klares Signal dafür, dass dem Atomausstieg genügend Zeit eingeräumt werden muss. Zeit, die dafür genutzt werden muss, die einheimischen erneuerbaren Energien wie Wasser, Wind, Sonne und Biogas rechtzeitig auszubauen. Zeit, Energiesparmassnahmen aufzugleisen. Zeit, die Stromversorgungs-Infrastruktur anzupassen.

Der Umbau der Energie-Schweiz muss nun kompromisslos angegangen werden, damit das Land rechtzeitig für das atomfreie Zeitalter gewappnet ist, ohne allzu stark auf Stromimporte angewiesen zu sein.

Das Resultat ist auch ein Auftrag an die SVP, dem geordneten Ausstieg keine weiteren Steine mehr in den Weg zu legen und das unnötige Referendum gegen die Energiestrategie 2050 abzublasen.

Publiziert am 27.11.2016 | Aktualisiert am 14.01.2017
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19 Kommentare
  • Eugen  Inauen 28.11.2016
    Das haette ich nie fuer moeglich gehalten, dass das
    Volk eine alte gefaehrlichen Technologie noch
    befuehrwortet. Aber seit eigentlich in allen
    unseren Lebensmittelon Asparmatan
    enthalten ist muss man sich ueber
    diesen Entscheid nicht wundern.
  • Ernst  Dittmar aus Adliswil
    27.11.2016
    Risse im Kernmantel, nicht erdbebensicher, Technologiestand auf dem Niveau der Radioröhre, die Aufsichtsbehörde zu lasch und trotzdem lässt das Volk unsere Uralt-AKWs weiterlaufen. Im Durchschnitt sind die Entscheide des Volkes besser, als diejenigen der Politiker. In diesem Fall dürfte sich das Volk spätestens beim immer wahrscheinlicher werdenden GAU eines der AKWs für die Ablehnung dieser Initiative reuig sein. Der Schaden wird immens sein, unser Land am Ende.
  • Markus  von Gunten aus Bern
    27.11.2016
    Diejenigen Kantone mit dem höchsten Nein-Anteil sollen jetzt auch das Endlager nehmen. Wer A sagt, muss auch B sagen.
    • Istvan  Gorowich aus Switz
      28.11.2016
      Und alle die Ja gesagt haben werden per sofort nur noch mit Solar- und Windstrom aus der Schweiz beliefert. Und wenn es nicht reicht, Pech gehabt, teilt den Strom unter den Ja Sagern auf!
    • Marco  Weber 28.11.2016
      Genau Und ab jetzt dürfen alle Ja sager nur noch blaue kleidung tragen und die Nein sager nur noch Pink! Damit man auch schön erkennen kann wer was gestummen hat und man sich gegenseitig besser fertig machen kann! Wie Im Kindergarten hier!
  • Heinz  Düring aus Zürich
    27.11.2016
    Was für ein einseitiger Kommentar! Es könnte doch auch so sein, dass das Volk gar nicht für die Energiestrategie 2050 ist, dass ein Kernenergie-Revival doch eine Chance hätte und die Stimmbürger vernünftiger und sachlicher sind als die Politiker und Journalisten? Wie Sie aus einer Ablehnung von 55 Prozent doch noch eine Zustimmung zum Ausstieg und zu Frau Leuthards Energieträumen herauslesen ist mir schleierhaft.
  • jürg  frey aus teufen
    27.11.2016
    Leuthard ist eine Fahne im Wind, genauso wie Frau Sommaruga auch. So schlecht war die Abstimmungs-Verliererseite auch wieder nicht. Es war falsch zu sagen bis 2019 3 AKWs abschalten die alt sind. Man hätte 2025 nehmen sollen, dass wäre schon besser angekommen. Trotzdem wird und muss sich etwas ändern in Zukunft auf dem ganzen Planeten.