«Das C steht für mehr als nur ein Wort» So will Pfister seine CVP zum Erfolg führen

BERN - Quo vadis, CVP? Die Partei hat ihre Basis gefragt – und Präsident Gerhard Pfister sieht sich mit der Forderung nach einer Wertedebatte auf dem richtigen Weg.

CVP-Präsident Gerhard Pfister vor einer Kommissionssitzung: Drei Monate nach seiner Wahl als Parteichef präsentiert er Ideen, wie sich die CVP unter ihm entwickeln könnte. (Archivbild) play
«Wir dürfen nicht mit einem Kompromiss in die Debatte einsteigen», fordert Gerhard Pfister von seiner Partei. KEYSTONE/GAETAN BALLY

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Seit rund neun Monaten ist der Zuger Nationalrat Gerhard Pfister Präsident der CVP Schweiz. Die Kehrtwende ist unter seiner Führung bei kantonalen Wahlen bisher ausgeblieben. Doch heute hat Pfister vor Journalisten erklärt, wie es mit der Christlichdemokratischen Volkspartei wieder aufwärts gehen soll.

Wertdebatte sei längst überfällig

Dazu hat die CVP unter anderem ihre Basis befragt. Eines der wichtigsten Resultate: Eine Wertedebatte sei längst überfällig. Eine solche versuchte Pfister in seiner Amtszeit wiederholt loszutreten – etwa mit der Forderung nach einem Religionsartikel.

Die CVP müsse dabei noch deutlicher Position beziehen. «Das C steht mehr als nur ein Wort. Es ist ein Wert.» Diskussionen über einen möglichen Namenswechsel seien in der Basis im Übrigen nicht erwünscht, so Pfister.

Pfister will Profil der Partei schärfen

Der 54-Jährige gibt sich selbstkritisch: «Wir müssen unser Profil schärfen und eigenständigere Positionen erarbeiten. Wir dürfen nicht mit einem Kompromiss in die Debatte einsteigen.»

Ein Kompromiss dürfe künftig nur noch das Ergebnis einer Diskussion sein – und tragen werde ihn die CVP nur, wenn sie einverstanden sei. Das habe die Partei bei der Umsetzung der Masseneinwanderungs-Initiative bereits unter Beweis gestellt.

Inhaltlich stehen für Pfister 2017 die Europa-, Energie- und Gesundheitspolitik im Zentrum. (sfb/vuc)

Publiziert am 07.01.2017 | Aktualisiert am 07.01.2017
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7 Kommentare
  • Edi  Rey aus Romanshorn
    07.01.2017
    Nur zu Herr Pfister. Auf die christlichen Akzente in der Flüchtlingspolitik, der Waffenausfuhrbewilligungen, der Steuerpolitik und der Gestaltung der AHV sind wir alle gespannt.
  • Werner  Jöri aus Wilen
    07.01.2017
    Kein Wunder, bestätigt die immer stärker schwindende Anhängerschaft der CVP die Position des Präsidenten nach stärkerer Einbindung christlicher Werte in ihr Programm. Konkret heisst dies aber Stagnation auf tiefstem Niveau. Neue Mitglieder sind damit nicht zu gewinnen, nicht weil immer mehr Menschen die christl. Kirchen verlassen, sondern weil alle Religionen ohne Ausnahme eine grausige Blutspur hinterlassen haben und hinterlassen. Die Grundsätze allgemein verbindlicher Menschenrechte jendenfall
  • Daniel  Niklaus aus Oberentfelden
    07.01.2017
    Auflösen diese Partei, dann kommen sie sofort zum Erfolg! Das wäre auch für das Volk nur von Vorteil.
  • René  Merten aus St.Gallen
    07.01.2017
    Es ist höchste Zeit, dass G. Pfister die CVP wieder in bürgerliches Fahrwasser bringt. Unter der linken Wendehalspolitik von Darbellay hat es ja nur Verluste gegeben. Deshalb ist eine gute und engere Zusammenarbeit mit der SVP zwingend, um dem sozialistischen Kurs des Parlaments Einhalt zu gebieten !
    • Dominik  Kohler aus Unterkulm
      07.01.2017
      Jesus hätte wohl eher die SP gewählt. Pfister meint mit christlichen Werten Abgrenzung gegen andere Religionen. Echte christliche Werte wie Nächstenliebe, Fürsorge etc. zählen für ihn nicht.
    • Regula  Hiltebrand aus Au
      07.01.2017
      Ja, so ist es. Es sollte vermehrt mit der SVP zusammen gespannt werden, dies ist nämlich die einzige Partei, die gewillt ist, den Volkswillen umzusetzten. CVP ist ja für christliche Werte. Doch sind dies christliche Werte, wenn das eigene Volk nur noch im Stich gelassen wird. Rentner/innen am Existenzminimum lebend erhalten keine Ergänzungsleistungen, obwohl es ihnen zustehen würde, dafür erhalten kriminelle Wirtschaftsmigranten um so mehr. Dies sind gar keine christlichen Werte.
  • Abbas  Schumacher aus Basel
    07.01.2017
    Christliche Werte? Menschen die diesen Wert hochhalten, sind wohl für ihn jene, die einer Christlichen Kirche folgen? Es treten aber immer mehr Menschen aus der Kirche aus, will er mit dem Rest seiner Partei mehr Gewicht geben? Ich finde, es gibt jene zu erreichen, die diese Werte leben und das sind nicht nur Glaubenstreue der Kirche. Parteien machen Politik, da Kirche und Staat getrennt sein sollte, ist es auch an einer Partei dies einzusehen und das C im Parteinamen zu streichen.