Blick.ch-Leser kritisieren Bundesrätin Sommaruga wegen massiven Mehrkosten «Das Asylwesen ist völlig aus dem Ruder gelaufen»

  • Publiziert: 07.10.2012
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Asylbewerber im Empfangszentrum in Chiasso. Dank dem neuen Verfahren des Bundesamtes für Migration werden viel mehr Asylsuchende viel schneller wieder in ihre Herkunftsländer zurück geschafft.

(Keystone)

BERN - Der Bund braucht massiv mehr Geld um den starken Zulauf an Asylbewerbern zu bezahlen. Die Blick.ch-Leser haben für die 1,25 Milliarden Aufwand kein Verständnis.

Bis Ende 2012 dürften mehr als 30'000 Menschen dieses Jahr in der Schweiz ein Asylgesuch eingereicht haben. Und gemäss Gesetz hat jeder dieser Flüchtlinge Anrecht auf eine Prüfung seines Gesuchs. Bis ein Entscheid gefällt ist, hat ein Asylbewerber auch Anrecht auf Unterstützung und Hilfe.

Das geht ins Geld. Ursprünglich wurden 1,08 Milliarden Franken für das Asylwesen budgetiert. Das reicht bei weitem nicht aus. Der Bund braucht eine Viertelmilliarde mehr. Die Gründe: Mehr Sozialhilfe, mehr Geld für Empfangszentren, teurer Personalausbau beim Bundesamt für Migration, wie der SonntagsBlick heute berichtet.

Der geplante Nachtragskredit von 97 Millionen Franken für die Asylkosten des laufenden Jahres, den das Parlament im Dezember bewilligen muss, fällt bei den SonntagsBlick-Lesern komplett durch: 88 Prozent lehnen das Gesuch ab.

«Wir können nicht die ganze Welt hier aufnehmen»

Das Asylwesen, respektive die Arbeit des Bundesamts für Migration (BfM) und die langen Verfahrenszeiten stossen vielen Schweizern sauer auf. Auch die Tatsache, dass beispielsweise aus dem sicheren Serbien seit Anfang Jahr über 1500 Menschen um Asyl nachgesucht haben und nun bis zum Asylentscheid Unterstützung erhalten, verstehen die Leser nicht.

«Wegen unserer Wischi-Waschi Asylpolitik versinkt unser Land unter der Last von Asylanträgen», schreibt Leser Georg Kopp aus Baden.  «Das Asylwesen ist völlig aus dem Ruder gelaufen», fasst es Leser Marcel Walser zusammen.

Und der Leser Levis Methin fragt sich, warum Menschen aus sicheren Ländern ein Asylgesuch stellen können: «Asyl ist ja okay, aber in vernünftigem Mass. Wir können nicht die ganze Welt hier aufnehmen.»

«Sommaruga ist ratlos und überfordert»

Auch die Arbeit von Justizministerin Simonetta Sommaruga wird harsch kritisiert: «Der Bundesrat schaut tatenlos zu», sagt Leser Fritz Meier.

Seine Kritik wird von bürgerlichen Politikern geteilt: «Frau Somma­ruga ist ratlos und völlig überfordert. Es geht nicht an, nun einfach mehr Geld einzufordern», schimpft CVP-Nationalrat Gerhard Pfister.

 

Soll das Parlament den Nachtragskredit bewilligen? »

Beliebteste Kommentare

  • Levis  Methin
    1.25 Milliarden Franken. Das ist ein erschreckend hoher Betrag. Weiter Frage ich mich wieso Serben und Mazedonier, Marokkaner und Chinesen überhaupt Asyl bekommen. In diesen Ländern gibt keine Kriege, bzw keine mehr. Asyl ist ja ok, aber in vernünftigen Mass. Wir können nicht die ganze Welt hier aufnehmen.
  • Fritz  Meier
    Der Nationalrat wollte ein Zeichen setzen aber der Ständerat und die Linken haben es verbockt. Der Bundesrat schaut tatenlos zu. Jetzt beginnt das Schwarzpeterspiel erneut während wir weiter abgezockt werden was das Zeug hält. Und das, liebe Leute, ist nicht neu!

Alle Kommentare (165)

  •   Heinz Knauser , z.Zeit in Thailand
    Ja da staunt der Laie und das Volk wundert sich:
    Wo ist Sie denn eigentlich Frau BR Samaruga?
    Interessiert Sie die Volksmeinung denn überhaupt nicht!
    Die Umfrage vom Blick und das Ergebniss zeigt doch ganz klar die Unzufriedenheit im Lande!
    Oder besser gesagt es hat Sie noch gar nie interessiert!
    Lässt Sie den Unmut der Bevölkerung einfach so auf sich sitzen?Keine Stellungnahme, das ist auch eine Antwort von einer total überforderten Frau BR Samaruga!
    Das Volk mag Sie nicht mehr, das Volk will Sie nicht mehr.
    Begreifen Sie es mit Ihrem Dickschädel endlich!
    Was Sie angerichtet haben mit dem Asylanten Unwesen ist einfach unglaublich!
    Ja und es kommen immer mehr Asylanten!
    Was haben wir bloss für einen unfähigen Bundesrat?
  • Franziska  Hulliger , Wasen i.E.
    Wo bleibt den da die Gerechtigkeit ?
    Für die Asylsuchenden Ausländer wird immer soviel getan nur für die eigenen lanzleute nicht. Ihr müsst mich recht verstehen. Ich bin nicht Ausländerfeindlich, absolut nicht, aber man sollte vor lauter helfen die eigenen Lanzleute wo auch hilfe brauchen nicht vergessen.
    Franziska Hulliger

  • Albert  Funk
    Wo ist denn Frau Sommaruga, etwa am Klavier spielen, ich erwarte schon lange eine Stellungnahme von Frau Simonetta Ratlos, über das aus dem Ruder gelaufenen Asylwesen. Wenn ich all die Blickleser, die sich über die Asylpolitik in Bundesbern ärgern müssen, zusammenzähle sind es über 10`000 Punkt. Frau Sommaruga, das Asylboot ist definitiv voll.
  • Abbas  Schumacher , Basel , via Facebook
    Solange Asylanten in ihre Heimatländer , sowie Verwandte in deren Länder besuchen dürfen, wundere ich mich nicht, warum die Gelder nicht reichen. Familie Normal in der Schweiz können sich keine Ferien leisten, aber Asylanten reisen umher? 90 Prozent der Asylanten erhalten Sozialgeld, obwohl in ihren Länder kein Krieg ist? Wundert es mich da noch warum LINKE diesen Zustand verteidigen? Klar die leben doch davon. Ihre Berufung ist darauf ausgelegt. Und so geht es fröhlich weiter das Asylanten-Unterstützer-Geld ausgeben!
  • Christina  Kramer , via Facebook
    Genug ist genug, zu viele pseudoasylanten kosten zu viel steuergelder, ein Bundesrätin die ihren Laden nicht im Begriff hat, und die übrigen Räte schauen weg. Gefordert ist jetzt eine klare Linie des national- und Ständerates, unabhängig der Parteien und losgelöst von deren Geplänkel . Also den Volkswillen endlich befolgen.
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