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Asylbewerber im Empfangszentrum in Chiasso. Dank dem neuen Verfahren des Bundesamtes für Migration werden viel mehr Asylsuchende viel schneller wieder in ihre Herkunftsländer zurück geschafft.
(Keystone)BERN - Der Bund braucht massiv mehr Geld um den starken Zulauf an Asylbewerbern zu bezahlen. Die Blick.ch-Leser haben für die 1,25 Milliarden Aufwand kein Verständnis.
Bis Ende 2012 dürften mehr als 30'000 Menschen dieses Jahr in der Schweiz ein Asylgesuch eingereicht haben. Und gemäss Gesetz hat jeder dieser Flüchtlinge Anrecht auf eine Prüfung seines Gesuchs. Bis ein Entscheid gefällt ist, hat ein Asylbewerber auch Anrecht auf Unterstützung und Hilfe.
Das geht ins Geld. Ursprünglich wurden 1,08 Milliarden Franken für das Asylwesen budgetiert. Das reicht bei weitem nicht aus. Der Bund braucht eine Viertelmilliarde mehr. Die Gründe: Mehr Sozialhilfe, mehr Geld für Empfangszentren, teurer Personalausbau beim Bundesamt für Migration, wie der SonntagsBlick heute berichtet.
Der geplante Nachtragskredit von 97 Millionen Franken für die Asylkosten des laufenden Jahres, den das Parlament im Dezember bewilligen muss, fällt bei den SonntagsBlick-Lesern komplett durch: 88 Prozent lehnen das Gesuch ab.
Das Asylwesen, respektive die Arbeit des Bundesamts für Migration (BfM) und die langen Verfahrenszeiten stossen vielen Schweizern sauer auf. Auch die Tatsache, dass beispielsweise aus dem sicheren Serbien seit Anfang Jahr über 1500 Menschen um Asyl nachgesucht haben und nun bis zum Asylentscheid Unterstützung erhalten, verstehen die Leser nicht.
«Wegen unserer Wischi-Waschi Asylpolitik versinkt unser Land unter der Last von Asylanträgen», schreibt Leser Georg Kopp aus Baden. «Das Asylwesen ist völlig aus dem Ruder gelaufen», fasst es Leser Marcel Walser zusammen.
Und der Leser Levis Methin fragt sich, warum Menschen aus sicheren Ländern ein Asylgesuch stellen können: «Asyl ist ja okay, aber in vernünftigem Mass. Wir können nicht die ganze Welt hier aufnehmen.»
Auch die Arbeit von Justizministerin Simonetta Sommaruga wird harsch kritisiert: «Der Bundesrat schaut tatenlos zu», sagt Leser Fritz Meier.
Seine Kritik wird von bürgerlichen Politikern geteilt: «Frau Sommaruga ist ratlos und völlig überfordert. Es geht nicht an, nun einfach mehr Geld einzufordern», schimpft CVP-Nationalrat Gerhard Pfister.
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