Darum fordert die SP Bruno Zangas Kopf «Nazis triumphierten, Polizei machte sich lächerlich»

ST. GALLEN - Die St. Galler SP fordert den Rücktritt des Polizeivorstehers, nicht aber jenen des politischen verantwortlichen Sicherheitsvorstehers Fredy Fässler. Artenschutz, weil der auch ein Sozi ist? Jetzt erklärt sich SP-Kantonalpräsident Max Lemmenmeier.

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Sein Rücktritt wird gefordert: Polizeikommandant Bruno Zanga Angela Müller

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Heute hat die St. Galler SP per Medienmitteilung den Rücktritt von Kantonspolizeikommandant Bruno Zanga gefordert: Er sei «der Herausforderung von rechtsextremen Aufmärschen nicht gewachsen», begründet die Partei die Forderung (BLICK berichtete).

Das ist unüblich. Normalerweise fordern Parteien politische Konsequenzen. Die Entlassungsforderung an die Adresse eines Spitzenbeamten hat darum wie eine Bombe eingeschlagen.

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Max Lemmenmeier (65), Präsident der SP St. Gallen Wahlbild

Die politische Verantwortung trägt eigentlich der St. Galler Sicherheits- und Justizvorsteher Fredy Fässler – ein SP-Politiker. Dass die St. Galler SP trotzdem Zangas Rücktritt fordert, ist für Präsident Max Lemmenmeier kein Widerspruch.

«Fässler als politisch Verantwortlicher hat vor dem Konzert in Rapperswil den klaren Auftrag erteilt, konsequent gegen Verstösse gegen die Rassendiskriminierungsnorm durchzugreifen», sagt Lemmenmeier.

Wenn dies nicht im Sinne des Auftrags gelinge, trage dafür der Kommandant die Verantwortung. Immerhin habe die Kantonspolizei selbst die Einreisesperren beantragt. Trotzdem habe sie diese nicht durchgesetzt. Das Resultat sei, dass die Neonazis nun triumphieren könnten und die Polizei sich lächerlich mache.

«Dem Kommandanten fehlt es an der nötigen Sensibilität»

Auf die Frage, ob man bei der Partei davon ausgehe, dass das Vertrauensverhältnis zwischen Fässler und Zanga deswegen zerstört ist, sagt Lemmenmeier: «Das glaube ich nicht.» Aber: «Dem Kommandanten fehlt es offensichtlich an der nötigen Sensibilität, wenn es um die Bekämpfung von Delikten im Zusammenhang mit Rassendiskriminierung geht.»

Das zeige auch die mehr als verunglückte Informationspolitik der Kantonspolizei: «Man kann nicht die ganze Zeit rühmen, es sei alles in Ordnung gewesen, wenn diese Neonazis Lieder grölen, welche wohl unter die Strafnorm fallen.» (hlm)

Publiziert am 28.10.2016 | Aktualisiert am 15.01.2017
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29 Kommentare
  • Bruno  Meier aus Urdorf
    28.10.2016
    Welche Straftaten wurden von angeblichen Rechten begangen? Gibt es eine Verurteilung, ein Verfahren oder auch nur eine einzige private oder amtliche Anzeige? Ist auch nur der Kleinste Verstoss gegen die Rassendiskriminierung gegen eine Person rechtsgenügend bewiesen? Wenn nicht: Inwiefern hat der Kommandant gegen die Weisung, gegen Verstösse gegen die Rassendiskriminierung durchzugreifen, verstossen? Soll er gegen gegen gefühlte aber nicht begangene Straftaten vorgehen?
    • Christian  Meiergruber aus Winkel
      29.10.2016
      ich finde es eine Frechheit, immer wieder sagt man das man in der Schweiz Liberal ist und Meinungsfreiheit herrscht. Doch leider ist es so, dass die Meinungsfreiheit nur so lange gilt so lange Linke Meinungen geäussert werden. Ist man eher Rechts wirft man eine Straftat vor. Da ist ein Typisch Weibliches Klischee Verhalten, dass sich in eine Tatsache äussert.
  • Christian  Meiergruber aus Winkel
    28.10.2016
    Ich vordere von der SP dass sie sämtliche Kosten die durch Schäden des Linken Mops verursacht werden übernehmen, Ebenso müssen Schäden die der Rechte Mop verursacht werden durch die SVP und SD übernommen werden. Ich glaube die SP wäre schon gestern Pleite.
  • Annemarie   Setz 28.10.2016
    Weshalb dieser Totalangriff auf den St. Galler Polizeikommandanten. Es war keinerlei Eingriff der Polizei nötig. Weshalb regt sich die SP nicht auf über die Oberen in Bern, die ihre eigenen Polizisten vor der linken Reithalle ins Messer laufen lassen? Und warum geht man seitens Kommando in Zürich und Stadtrat nicht gegen unrechtmässige Besetzter, Randalierer und vermummt Pöbler vor, sondern lässt so und so viele Fälle von Beschädigung und Beleidung einfach im Sand verlaufen?
  • Paul  Mauchle aus St.Gallen
    28.10.2016
    Es scheint, dass im Korps der KAPOSG der Wurm drin ist. Interner Diebstahl von Korpsmaterial durch zwei Angehörige und dann noch die Geschichte mit den Neonazis. Hat Herr Zanga seinen Laden noch im Griff??
  • René  Merten aus St.Gallen
    28.10.2016
    Diese Story wird massiv aufgebauscht. Ein lächerlicher Versuch, Leute, die nicht der SP angehören, zu verunglimpfen. Wenn schon, müsste Fässler ein Rüge einfangen, weil er die Salafisten in St.Margrethen, die schon Jahre in der sozialen Hängematte liegen und unseren Staat verachten, immer noch nicht ausgewiesen hat !!
    • Tata  Tatyana 28.10.2016
      Hoffe , dass die Angelegenheit geklärt wird , kann ja auch sein das gewisse Herren Zuwendungen bekamen und so alles Bewilligt wurde inklusive Sheriff
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